Eine Fibromyalgie ist nicht leicht zu behandeln. Es ist wichtig, einen Arzt aufzusuchen, der sich mit der Erkrankung und den Behandlungsmöglichkeiten vertraut ist.
Viele Hausärzte, Internisten und Rheumatologen können Fibromyalgie behandeln. Rheumatologen sind Ärzte, die Spezialisten für Arthritis und andere Erkrankungen der Gelenke und Weichteile sind. Für die Behandlung von Fibromyalgie ist in der Regel ein Team-Ansatz erforderlich. Das Team kann auch Ärzte, Physiotherapeuten und anderes medizinisches Personal miteinbeziehen. Eine Klinik für Schmerztherapie, sowie eine Rheumatologische Klinik können gute Orte für eine ordnungsgemässe Behandlung sein.
Nur drei Medikamente, der Gattungsbezeichnung Duloxetin, Milnacipran und Pregabalin sind seitens der amerikanischen Verwaltung fur Nahrung und Medikamente (US Food and Drug Administration (FDA)) zur Behandlung von Fibromyalgie zugelassen. Die ersten beiden werden zur Behandlung von Depressionen und die letzte für die Behandlung von neuropathischen Schmerzen (chronische Schmerzen, die durch Schäden des Nervensystems verursacht werden) verschrieben.
Medikamente zur Behandlung von Fibromyalgie
- Analgetika:
Analgetika sind Schmerzmittel. Sie reichen von Paracetamol, die ohne Verschreibungen gekauft werden können, bis zu verschreibungspflichtigen Medikamenten wie Tramadol oder sogar stärkeren Betäubungsmitteln. Wenn es um Menschen mit Fibromyalgie geht, werden narkotische Medikamente für schwere Muskelschmerzen verschrieben. Allerdings gibt es keine harten Beweise dafür, dass für die meisten Menschen Narkotika erfolgreich chronische Schmerzen, welche ein Begleitsymptom der Fibromyalgie sind, reduzieren. Ausserdem zögern viele Ärzte langfristig diese Medikamente zu verschreiben, aufgrund der Gefahr, dass der Patient physisch oder psychisch von ihnen abhängig wird. - Nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente:
Wie ihr Name schon sagt, sind diese Medikamente, darunter Aspirin, Ibuprofen und Naproxen-Natrium, zur Behandlung von Entzündungen hergestellt worden. Obwohl Entzündung kein Symptom der Fibromyalgie ist, können diese Medikamente gleichzeitig auch Schmerzen lindern. Sie wirken durch die Blockierung der Körpersubstanzen Namens prostagladini, die eine Rolle bei der Entstehung von Schmerzen und Entzündungen spielen. Diese Medikamente, von denen einige rezeptfrei erhaltlich sind, konnen Schmerzen in den Muskeln lindern. - Antidepressiva:
Wahrscheinlich die nützlichsten Medikamente für Fibromyalgie sind Antidepressiva. Diese Medikamente wirken ebenso gut bei Patienten mit und ohne Depressionen, da Antidepressiva die Konzentration bestimmter Substanzen im Gehirn (einschließlich Serotonin und Noradrenalin), die mit Depressionen, aber auch mit Schmerzen und Müdigkeit verbunden sind, erhöhen. Steigende Mengen dieser Verbindungen können Schmerzen bei Menschen mit Fibromyalgie reduzieren. Es gibt viele verschiedene Arten von Antidepressiva die Ärzte bei Patienten mit Fibromyalgie verschreiben. - Benzodiazepine:
Benzodiazepine helfen manchmal Menschen mit Fibromyalgie durch eine Lockerung angespannter, schmerzendener Muskeln und durch eine Stabilisierung der unregelmäßigen Gehirnwellen, die auch den Tiefschlaf stören können.
Benzodiazepine können auch die Symptome des "Unruhige Beine"-Syndroms, einer neurologischen Erkrankung, die häufiger bei Menschen mit Fibromyalgie ist, verringern. Ärzte verschreiben meist Benzodiazepine nur für Menschen, bei denen andere Medikamente nicht wirksam sind, aufgrund des Potenzials eine Abhängigkeit zu entwickeln. - Komplementäre und alternative Therapien:
Wenn es um ergänzende und alternative Therapien für die Behandlung von Fibromyalgie geht, gibt es noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse über ihre Wirksamkeit und die Patienten selbst berichten über unterschiedliche Erfolge.
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