Ischialgie Diagnose

(Nervus ischiadicus, Ischias, Ischiadicus, Hüftnerv, Sitzbeinnerv)

Wenn die Symptome der Ischialgie mild sind und nicht länger als sechs Wochen dauern, ist eine medizinische Diagnose meist nicht erforderlich. Dies liegt daran, dass eine milde, kurzfristige (akute) Ischialgie normalerweise kein Grund zur Sorge ist, und ohne Behandlung zu beheben ist.

Allerdings, wenn die Ischialgie-Symptome schwerwiegend sind oder die Bedingung länger als sechs Wochen dauert, sollten Sie Ihren Hausarzt besuchen um schwere Erkrankungen, welche die Ischialgie verursachen könnten, auszuschliessen.

Ihr Arzt sollte durch einen Test bestätigen ob der Schmerz durch den Ischiasnerv verursacht wird.
Dieser Test wird mit auf dem flachen Rücken liegend mit gestreckten Beinen durchgeführt. Der Arzt wird Sie bitten, ein Bein zu heben. Wenn dies Schmerzen verursacht oder die Schmerzen verschlimmert, ist es meist ein Hinweis, dass die Schmerzen durch den Ischiasnerv verursacht werden.

Ihr Arzt wird Sie auch zu Ihrer medizinischen Vorgeschichte und den individuellen Gegebenheiten befragen. Es wird nach Warnzeichen gesucht, da die Ischialgie auch durch eine ernsthafte Erkrankung, wie z. B. Cauda equina, eine Infektion der Wirbelsäule oder Krebs verursacht werden kann.

Warnzeichen, die auf das Cauda equina-Syndrom hindeuten sind:

- Taubheitsgefühle im unteren Rücken und Bein
- Verlust von Blasen- und / oder Darmkontrolle
- Gefühl von Schwäche im Bein und Fuß

Warnzeichen, die auf Krebs oder Infektionen hinweisen:

- Sie sind über 50 Jahre alt und hatten noch nie Rückenschmerzen
- Sie haben eine Geschichte von Krebs
- Sie haben Symptome wie Fieber, Schüttelfrost oder unerklärlichen Gewichtsverlust
- Sie haben eine aktuelle bakterielle Infektion, wie eine Harnwegsinfektion
- Sie nehmen illegale Drogen, wie Heroin oder Kokain (ein führender Risikofaktor für Wirbelsäulen-Infektionen)
- Sie haben eine Bedingung (wie HIV) die das Immunsystem schwächt
- Sie haben eine strukturelle Deformität der Wirbelsäule

Wenn Sie eine oder mehrere der genannten Warnzeichen haben, wird Ihnen Ihr Arzt wahrscheinlich weitere Untersuchungen empfehlen. Wenn Sie Warnzeichen des Cauda equina Syndroms haben werden Sie wahrscheinlich ins Krankenhaus eingeweist werden.

Weitere Untersuchungen (wie Blutuntersuchung) können Infektionen ausschliessen.

Wenn Ihr Hausarzt denkt, dass Sie möglicherweise eine ernsthafte Erkrankung haben, wie Krebs oder eine Wirbelfraktur, könnte er Ihnen auch eine MRT (Magnetresonanztomographie) empfehlen.

MRT-Scans verwenden starke magnetischen Wellen, um ein detailliertes Bild von der Innenseite des Körpers anzuzeigen. Eine MRT-Untersuchung sollte in der Lage sein Probleme mit den Nerven und die Struktur der Wirbelsäule zu erfassen.


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