Eine ausgerutschte Bandscheibe (oder Bandscheibenvorfall) ist die häufigste Ursache der Ischialgie.
Die Wirbelsäule ist aus Wirbeln, Bandscheiben und Nerven zusammengestellt. Wirbel sind die Bausteine der Knochen, welche die Wirbelsäule bilden und die Nerven schützen.
Die Wirbel werden durch die Bandscheiben unterstützt und abgefedert. Die Bandscheiben sind aus einem zähen, faserigen Material gemacht und enthalten eine weiche, gelartige Substanz. Ein Bandscheibenvorfall entsteht, wenn der äußere Teil der Bandscheibe reißt (Splits), so dass das Gel durch die Ausbuchtung zwischen den Wirbeln rausfliesst. Wenn das auf den Ischiasnerv drückt kann es zur Ischialgie kommen.
Mit dem Altern werden die Bandscheiben härter und spröder. Wiederholte Belastungen des Rücken vergrößern die Chance, dass die gehärtete Bandscheiben sich spalten und zerreißen.
Als Spinalstenose wird die Verengung der Nerv Passagen in der Wirbelsäule bezeichnet. Es tritt auf, wenn die Knochen, Bänder oder Bandscheiben der Wirbelsäule die Nerven der Wirbelsäule (in der Regel den Ischiasnerv) drücken und Schmerzen verursachen (in der Regel im unteren Rücken und in den Beinen). Es betrifft meist Menschen im mittleren Alter und ältere.
Weniger häufig kann Ischias entstehen aufgrund von:
- Infektionen
- Verletzungen
- Wachstum innerhalb der Wirbelsäule, wie einem Tumor
Die Ischialgiebeschwerden unterscheiden sich von den allgemeinen Rückenschmerzen. Die Ischialgieschmerzen haben kaum Einfluss auf den Rücken, sie strahlen sich aus dem unteren Rücken ins Gesäß und in die Beine, bis hin zu den Waden aus.
Der Ischialgieschmerz kann sich von leicht bis zu sehr schmerzhaft recihen und kann wochenlang oder einige Monate andauern. Wenn es mehr als sechs Wochen andauert, wird es als persistierende (chronische) Ischialgie bezeichnet.
Wenn Sie Ischias haben, können Sie auch die folgenden Symptome rund um Ihre Beine und Füße empfinden:
* Taubheit
* Kribbeln
* Muskelschwäche
* Verlust der Sehnenreflexe
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