Lumbalgie Diagnose

(Lumbago, Lumbalgie, Lendenschmerzen, Blockierung)

Patienten mit Lumbago sind in der Regel abhängig von der Hilfe Außenstehender, bzw. eines Arztes.

Die Diagnose der Lumbalgie kann schnell auf der Grundlage der Krankengeschichte (Anamnese) sowie des klinischen Bildes gestellt werden. Die Lumbago-Patienten geben Bericht über triviale Bewegungen, welche bei ihnen den plötzlichen Schmerz auslösen, oder nachträglich herbeiführen. Verschiedene Bewegungen führen bei diesen Patienten zu sehr starken Rückenschmerzen. Oft müssen die Patienten zwanghafte Haltungen einnehmen, denn nur dann kann die etwas erträglichere körperliche Positionierung erreicht werden. Zum Beispiel kann man die häufige Erscheinung eines Patienten erwähnen, der zum Arzt in einer gebeugten Körperhaltung kommt und berichtet, dass eine aufrechte Position nicht mehr möglich ist.

Für den Arzt ist dies von vorrangiger Bedeutung, um festzustellen, ob eine schwere Krankheit, die eine schnelle Behandlung erfordert, offensichtlich ist. Andernfalls könnten bleibende Schäden entstehen. Dies könnte der Fall bei einem akuten Bandscheibenvorfall sein. Durch eine gründliche, ärztliche Untersuchung, einschließlich einer Belastungsprobe, eines Tests der taktilen Sensitivität und der Muskeleigenreflexe, sowie Anfragen über die Harn- und Darmkontrolle (Cauda equina-Syndrom), kann eine akut gefährliche Krankheit mit höchster Sicherheit ausgeschlossen werden. Hierbei ist die Stärke der Rückenschmerzen nicht entscheidend.

Der Arzt sollte versuchen, den Grund für plötzliche Rückenschmerzen zu entdecken. Hierbei ist die körperliche Untersuchung entscheidend. Durch manuelle-therapeutische Untersuchungstechniken können Blockaden der kleinen Wirbel erkannt werden, während die Mobilität der einzelnen Wirbelkörper-Paare Segment für Segment untersucht wird. Die vorübergehende Sperrung der Wirbelkörper ist wahrscheinlich die häufigste Ursache von Kreuzschmerzen. Ansonsten sind Veränderungen weniger charakteristisch. In den meisten Fällen kann der Brennpunkt des Schmerzes an der Seite der Wirbelsäule, in der Region der Wirbel oder direkt in der Mitte zwischen zwei Wirbelfortsätzen im Bereich der Bandscheiben liegen.

Wenn eine intensive Untersuchung aufgrund der starken Schmerzen nicht möglich ist, darf dies nicht erzwungen werden wenn schwere Krankheiten mit Sicherheit ausgeschlossen werden können. Eine symptomatische Schmerztherapie hat hier vor allem Vorrang.

Blockaden der Wirbelsäule, Lumbalgie oder Zerrungen können nicht mit Hilfe einer Röntgenaufnahme erkannt werden. Allerdings, wenn die chronischen Rückenschmerzen nach einem Unfall entstanden (zB ein Sturz) oder es um einen älteren Patienten geht, sollte eine Rtg-Aunahme gemacht werden. Bei älteren Patienten kann es Verringerung der Knochenmasse (Osteoporose) kommen, und triviale Bewegungen können deshalb zu einem gebrochenen Wirbel führen. In diesem Fall, um die optimale Therapie (Vertebroplastie / Kyphoplastie) festzulegen, lohnt es sich, ein Röntgen-Bild vorzubereiten.

Eine Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) sollte bei Schmerzen, die bis in den unteren Wadenbereich oder bis zum Fuß reichen, oder bei Muskellähmung (Parese), welche den Verdacht auf eine Lumbalgie gut begründen, gemacht werden.




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