Morbus Bechterew Übersicht

(spondylitis ankylosans, ankylosierende Spondylitis (AS), Spondylarthropathie,Psoriasisarthritis, Methotrexat)

Morbus Bechterew bzw. die Ankylosierende Spondylarthritis (AS) ist eine chronisch fortschreitende entzündliche Erkrankung, welche die folgenden Bereiche beeinflussen kann:

  • die sakroilen Gelenke,
  • Wirbelsäule, in erster Linie die synovialen Gelenke und Bänder,
  • die peripheren Gelenke,
  • Iris des Auges (Iritis, iridocylitis)
  • manchmal die Aorta.



Die entzündlichen Veränderungen bei Morbus Bechterew vor allem in den Gelenken und Bändern, führen zu ihrer Verkalkung und Verknöcherung, bzw. zur Versteifung der Wirbelsäule.

Die Ätiologie der Morbus Bechterew ist unbekannt. Das Erbe ist von einer gewissen Bedeutung, da die Krankheit bei zwei oder bei mehreren Mitgliedern einer Familie auftretet. Ein Trauma und eine falsche Körperhaltung können provokative Faktoren sein.

Wie oft kommt diese Erkrankung vor?

Die Krankheit ist häufiger als bisher angenommen, denn die Diagnose von Morbus Bechterew wird jetzt früher erkannt. Nach internationalen Statistiken leidet etwa 0,5-1% der Bevölkerung am Morbus Bechterew, und es kommt häufiger bei Männern als bei Frauen. Die Ankylosierende Spondylarthritis meldet sich zu 90% bei Menschen im Alter zwischen 16 und 40 Jahren und in der Regel beginnt diese Erkrankung zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr.

Die histopathologischen Merkmale der Krankheit Morbus Bechterew sind:

  • Gelenk-Synovitis (sakroile Gelenke, Wirbelgelenke und andere periphere Gelenke)
  • Hondritis sinhondrosis (intervertebraler Diskus),
  • Osteitis, welche zur Zerstörung des Knochens und zur Sklerose der umgebenden Knochen führt.



Die Synovitis ist vilinös, das histologische Bild ist unspezifisch und zeigt ähnliche Ergebnisse wie sie bei der rheumatoiden Arthritis gezeigt werden, weshalb der histologische Befund nicht zur Diagnosestellung von Morbus Bechterew verwendet werden kann.

Entzündliche Veränderungen gibt es in den Faserringen des intervertebralen Diskus, des paravertebralen Bindegewebes und am paravertebralen Band (Ligamentum longitudinale anterius, Ligamentum longitudinale posterius, interspinalia Ligament)

Die Ankylosierende spodilartritis beginnt fast immer an den entzündeten sakroilen Gelenken, von wo aus sie sich auf die ersten Lendenwirbel verbreitet, und dann auch den Rücken-und Hals-Teil der Wirbelsäule befällt. In seltenen Fällen kann der cervikale oder dorsale Teil vor der Lendenwirbelsäule betroffen sein.



Weitere Informationen über diese Krankheit:

Krankheitsbild
Symptome
Diagnose
Therapie und Behandlung
Schmerztest

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