Die Diagnose des M. Bechterew wird in 90% der Fälle ist auf der Grundlage der Anamnese, der körperlichen Befunde, den ersten Laborbefunde (SE) und Röntgenaufnahmen der sakroilen Gelenke, des dorsalen, cervikalen und lumbalen Teils der Wirbelsäule gestellt.
In einigen Fällen ist es notwendig, eine Röntgenaufnahme der peripheren Gelenke und des Fersenbeins, sowie ophthalmologische Untersuchung oder Labortests, die das Vorhandensein von Rheumafaktoren (Waaler-Rose-Test, Latex-Test) ausschließen, zu machen.
Eine frühzeitige Diagnose von bestimmten Formen des M. Bechterew (atypischer Beginn, Beteiligung der peripheren Gelenke) erfordert Erfahrung und gute Kenntnisse in der Differential-Diagnostik, und gehört zu den Domainen eines Rheumatologen.
Minimale diagnostische Indikatoren für M. Bechterew sind:
1. Bilaterale Sakroiliitis
2. Körperliche Anzeichen der Beteiligung von einem Segment der Wirbelsäule oder einer der folgenden radiologischen Befunde:
- "Quadratur" der Wirbel,
- Änderungen an den apofisen Gelenken,
- Anterior Spondylitis oder Spondylodiszitis
- Verkalkung des Annulus fibrosus oder der paravertebralen Bänder.
Eine Bilaterale Sakroiliitis bei Männern im Alter zwischen 17 und 35 Jahren, die nicht an der peripheren Arthritis leiden, ist wahrscheinlich die erste Phase des M. Bechterew. Das Auftreten von Iridocyclitis bestätigt die Diagnose.
Schmerzen in der Hüfte (beim jüngeren Mann) mit einer alternantnten Ischialgie, welche sich vor allem nachts vor der Morgendämmerung erhöhen und durch Schmerzen in der Ferse und / oder Iridozyklitis begleitet werden, weisen aud M. Bechterew hin.
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