Intervall-Höhentraining ist eine Trainingsmethode, bei der die Energieproduktion im Körper angeregt, die Leistungsfähigkeit gesteigert und die Regeneration unterstützt wird.
Mehr Training führt nicht automatisch zu mehr Leistung. Oft passiert sogar das Gegenteil: Der Körper ermüdet schneller und Fortschritte bleiben aus. Ein Grund dafür liegt in der Energieversorgung der Zellen. Beim Intervall-Höhentraining wird durch den Einsatz von Höhenluft die Energieproduktion in den Zellen aktiviert.
Was ist Intervall-Höhentraining?
Intervall-Höhentraining ist wie Wandern in den Bergen, nur ohne Wandern und ohne Berge. Das Training simuliert Bedingungen aus alpinen Höhenlagen. Dabei wird über eine Atemmaske im Wechsel Luft mit reduziertem und angereichertem Sauerstoffgehalt eingeatmet. Die positiven Effekte auf den Körper sind aus der Höhenmedizin bekannt.
Wie funktioniert Intervall-Höhentraining?

Über ein Höhentrainingsgerät, auch „Hypoxikator“ genannt, wird die Dauer, Intensität und Sauerstoffvariation des Trainings präzise gesteuert.
Zu den modernsten Software-Lösungen für Höhentrainingsgeräte zählt respio: Hier wird während des Trainings die Sauerstoffsättigung im Blut kontinuierlich erfasst und als Grundlage für die optimale, individuelle Ausrichtung weiterer Anwendungen genutzt.
So entstehen effiziente, passgenaue Trainingsabläufe mit nachhaltigem Effekt, die durch einen detaillierten Session-Report ergänzt werden – inklusive übersichtlicher Visualisierung und intelligenter HRV-Analyse.
Was bringt Intervall-Höhentraining?
Beim Intervall-Höhentraining bekommt der Körper kurzzeitig weniger Sauerstoff, aber nicht weniger Luft zum Atmen. Dadurch lernt er, mit Sauerstoff effizienter umzugehen. Gleichzeitig passen sich die Zellen an und können Energie besser bereitstellen.
✅ Mehr Energie im Alltag
Die Energie entsteht in den Mitochondrien der Zellen. Durch die Anpassungsreize arbeiten sie effizienter, was sich im Alltag durch mehr Energie zeigt.
✅ Steigerung der körperlichen Belastbarkeit
Durch die verbesserte Sauerstoffverwertung bleibt der Körper auch bei Anstrengung länger leistungsfähig. Alltägliche Belastungen wie Treppensteigen fallen spürbar leichter.
✅ Verbesserung der körperlichen Regeneration
Nach körperlicher Belastung wird der Körper zügiger mit Sauerstoff versorgt. Die Muskulatur erholt sich dadurch schneller, besonders bei regelmäßigem Training.
✅ Steigerung von Ausdauer und Leistungsfähigkeit
Bei sportlicher Aktivität setzt die Müdigkeit später ein. Die Leistung bleibt länger konstant, ohne dass die Intensität erhöht werden muss.
✅ Verbesserung der mentalen Stabilität
Auch unabhängig vom Sport zeigt sich ein Effekt: Der Körper reagiert ausgeglichener auf Stress und Belastung. Viele berichten von mehr Widerstandskraft im Alltag und einer besseren allgemeinen Belastbarkeit.
Die positiven Effekte klingen vielversprechend. Entscheidend ist jedoch, für wen das Intervall-Höhentraining geeignet ist.
Für wen ist Intervall-Höhentraining geeignet?

Hauptsächlich richtet sich das Intervall-Höhentraining an Erwachsene, die ihre Leistungsfähigkeit oder ihr Energielevel verbessern möchten. Entscheidend ist dafür weniger das Alter oder das Geschlecht, sondern die individuelle Ausgangssituation.
Sowohl sportlich aktive Personen als auch Menschen mit erhöhter Erschöpfung oder eingeschränkter Belastbarkeit können davon profitieren. Auch im Gesundheitsbereich wird IHHT begleitend eingesetzt, etwa bei Stressbelastung oder zur Unterstützung der Regeneration.
💡Tipp:
Für Kinder und Jugendliche ist IHHT nur eingeschränkt geeignet und gehört immer in ärztliche Betreuung. Auch bei bestehenden Erkrankungen oder Herz-Kreislauf-Problemen ist eine vorherige Abklärung empfehlenswert.
Wo wird Intervall-Höhentraining angeboten?
Lange Zeit war das Intervall-Höhentraining vor allem im Leistungssport verbreitet. Inzwischen hat sich die Methode etabliert und wird heute in vielen verschiedenen Bereichen angeboten:
- Fitnessstudios mit speziellem IHHT-Angebot
- Physiotherapie- und Gesundheitszentren, häufig mit fachlicher Begleitung
- Reha- und Wellnesseinrichtungen
- Arztpraxen, z. B. im Rahmen präventiver oder therapeutischer Anwendungen
- zu Hause mit eigener Ausstattung
Wie oft sollte Intervall-Höhentraining angewendet werden?
Damit sich der Körper an die wechselnden Sauerstoffreize anpasst, sind regelmäßige Einheiten sinnvoll. Einzelne Anwendungen bringen meist nur kurze Effekte. Erst durch mehrere Trainingseinheiten wird die Wirkung auch im Alltag spürbar.
💡Tipp:
In der Praxis haben sich etwa 10 bis 20 Sitzungen bewährt, verteilt auf zwei Einheiten pro Woche.
Wie lange hält der Effekt von Intervall-Höhentraining an?
Die erzielten Effekte vom Höhentraining bleiben in der Regel etwa 3 bis 6 Monate spürbar. Um die Wirkung zu erhalten, helfen regelmäßige Einheiten, etwa 1 bis 4 Sitzungen pro Monat, oder eine erneute Trainingsphase 1 bis 2 Mal pro Jahr.

IHHT kombinieren: Effekt verstärken
Der positive Effekt vom Intervall-Höhentraining kann verstärkt werden, wenn das Training mit HIIT, ausreichend Schlaf und einer ausgewogenen Ernährung kombiniert wird.
HIIT, also hochintensives Intervalltraining, bringt durch kurze Belastungsphasen mit anschließender Erholung den Kreislauf in Schwung. Gleichzeitig unterstützt ausreichend Schlaf die Regeneration der Zellen, während eine ausgewogene Ernährung die notwendigen Nährstoffe liefert, die der Körper für die Energieproduktion und den Sauerstofftransport benötigt.
Zahlen Krankenkassen die Kosten für IHHT?
In den meisten Fällen werden die Kosten für ein Intervall-Höhentraining nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Die Methode gilt derzeit als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und ist daher in der Regel selbst zu bezahlen.
Private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten teilweise, insbesondere wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt. Eine vorherige Rücksprache mit der eigenen Versicherung schafft hier Klarheit.
⬇️Tipp: Wann eine Kostenübernahme möglich ist ⬇️
Auch wenn das Intervall-Höhentraining als Selbstzahlleistung gilt, kann sich eine Anfrage bei der Krankenkasse lohnen, vor allem bei medizinischem Hintergrund. Die Chancen steigen, wenn die Anwendung ärztlich begleitet wird und Teil einer Therapie ist.
Eine Kostenübernahme kommt eher infrage bei:
- chronischen Erschöpfungszuständen (z. B. Chronic-Fatigue-Syndrom/CFS)
- Post COVID oder Long COVID (insbesondere bei anhaltender Belastungsintoleranz)
- chronischen Atemwegserkrankungen wie COPD oder Asthma
- Durchblutungsstörungen oder eingeschränkter Sauerstoffversorgung
- Starker Stressbelastung mit körperlichen Folgen
- Im Rahmen von Reha-Maßnahmen oder beruflicher Rehabilitation
Fazit: Intervall-Höhentraining im Alltag
Beim Intervall-Höhentraining lernt der Körper, Sauerstoff effizienter zu nutzen und mehr Energie bereitzustellen. Dieser Effekt wird seit Jahren im Profisport und in der Medizin genutzt, um die Leistungsfähigkeit von Sportlern zu steigern.
Ebenso ist die Durchführung ein großer Vorteil. Das Training findet entspannt im Liegen statt und kommt ohne zusätzliche körperliche Anstrengung aus. Dadurch eignet sich das Intervall-Höhentraining sowohl für sportlich Aktive als auch für ältere Menschen oder Personen mit körperlichen Einschränkungen.
Im Alltag zeigt sich der Erfolg schnell. Längere Wege, Treppensteigen oder konzentriertes Arbeiten fallen oft leichter, weil der Körper nicht mehr so schnell ermüdet. Auch nach dem Sport ist ein positiver Effekt spürbar, da sich der Körper schneller erholt und Trainingseinheiten besser verarbeitet. Und genau darum geht es, mehr Energie zur Verfügung zu haben und den Tag insgesamt leichter zu bewältigen.













