Cleopatrabad: Wirkung, Anwendung und Rezepte
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Cleopatrabad: Wirkung, Anwendung und Rezepte

Sie gilt als eine der schönsten Frauen der Weltgeschichte – vielleicht sogar als der Inbegriff von Anmut und Verführung schlechthin: Die letzte Pharaonin Cleopatra VII. Dabei hat die altägyptische Herrscherin seit Jahrtausenden die Fantasie von Schriftstellern, Filmemachern und natürlich auch der Wellness- und Beautyindustrie beflügelt. Letzteres allerdings nicht ohne Grund. Denn eine der Tatsache, die man recht gut belegt von Cleopatra weiß, ist der Umstand, dass Sie großen Wert auf Ihre Schönheit und die Pflege ihrer Haut gelegt hat.

So hat sie beispielsweise regelmäßig in Eselsmilch mit Honig gebadet, um ihre Haut weich und rein zu erhalten. Sie wird zur damaligen Zeit kaum die Möglichkeit gehabt haben, wissenschaftlich nachzuvollziehen, warum die Zutaten zu ihrem Bad, das man durchaus als eine der ersten belegten Wellnessbehandlungen der Weltgeschichte bezeichnen kann, ihrer Haut tatsächlich so gutgetan haben. Heute haben wir da andere Möglichkeiten – und wissen deshalb genau was das Geheimnis eines wirklich guten Cleopatrabades ist.

So wirkt das Cleopatrabad – Inhaltsstoffe und ihre Wirkung auf den Körper

Heute wie damals ist der Hauptbestandteil des Badezusatzes für ein Cleopatrabad Milch. Wo die ägyptische Schönheit Eselsmilch verwendet hat, nimmt man heute allerdings eher Ziegenmilch, Buttermilch oder einfach Vollmilch von der Kuh. Das ist letztlich reine Geschmackssache. Dazu kommt heute wie in der Historie Bienenhonig. Das sind die Grundbestandteile für ein einfaches Cleopatrabad – und die haben es in sich.

Die Milch wirkt stark rückfettend, führt der Haut also so viel natürliche Fettstoffe zu, wie die Haut braucht. Dazu kommt die Tatsache, dass Milch glättend für die Haut wirkt. Das enthaltene Vitamin E ist hier die Geheimwaffe gegen frühzeitig auftretende Falten. Darüber hinaus entsäuert ein Cleopatrabad das Gewebe und regt die Stoffwechselvorgänge im Hautgewebe an. Das macht diese Wellnessanwendung zu einer beliebten Waffe gegen Cellulite.

Der Honig in der Mischung sorgt ebenfalls für eine straffe haut. Außerdem wirkt der Duft von Honig beruhigend und entspannend. So wird aus dem Cleopatrabad ein Entspannungserlebnis für Körper und Seele.

Zwei Möglichkeiten für ein Cleopatrabad
Egal ob in einem Wellnesscenter um die Ecke oder in den eigenen vier Wänden – ein Cleopatrabad ist immer eine ganz besondere Entspannung. Das Interessante am Cleopatrabad ist die Möglichkeit, diese Anwendung in der Badewanne oder ohne Wanne zu machen. Ein Cleopatrabad ohne Badewanne ist eine Anwendung, bei welcher der Körper in Tücher eingewickelt wird, die mit den Bestandteilen des Bades getränkt sind. Beide Varianten sind für die Haut gleichermaßen entspannend, wobei das Cleopatrabad ohne Badewanne die positiven Effekte für die Haut erhöht, dafür aber für den restlichen Körper und vor allem für die Seele mit etwas weniger Entspannung verbunden ist. Wir stellen im folgenden beide Möglichkeiten ausführlich vor.

Cleopatrabad in der Badewanne

Das Cleopatrabad ist eines der Entspannungs- und Wellnessbäder, die man wunderbar zu Hause machen kann. Die Bestandteile des Badezusatzes haben die meisten Menschen ohnehin zu Hause – und auch wenn man sich für eine abgewandelte Form des Cleopatrabades entscheidet, ist es nicht schwer die ein oder zwei zusätzlichen Bestandteile einfach und schnell zu beschaffen.

Die Vorteile bei einer Anwendung in den eigenen vier Wänden sind schnell erläutert und liegen auf der Hand. Zum einen kann man zu Hause das Cleopatrabad machen, wann immer man das Gefühl hat, seiner Haut einmal wieder etwas wirklich Gutes tun zu wollen. Auch nach einem langen Arbeitstag ist ein solches Bad schnell und mit wenig Vorbereitungsaufwand fertig. Für ein klassisches Cleopatrabad benötigen Sie nur folgende Zutaten:

  • 1 Liter Milch
  • 250 g Bienenhonig
  • 1 – 3 Esslöffel Olivenöl
  • Die Blüten einer Rose

Das Badewasser sollte bei 39 Grad eingelassen werden. Der Honig muss im Wasserbad erwärmt werden, damit er sich verflüssigt. Anschließend wird der Honig mit dem Olivenöl und der Milch verrührt. Dann gibt man den Badezusatz in das warme Badewasser und verteilt die Milch Honig Öl Mischung in der warmen Badewanne. Im Anschluss zupft man die Blüten der Rose ab und verteilt diese auf dem Wasser. Je frischer die Rose, desto angenehmer der Duft im Badezimmer. Besonders entspannend wird das Bad, wenn man jetzt noch einige Kerzen im Badezimmer verteilt hat, das Licht etwas dimmt und entspannende Musik auflegt.

» Cleopatrabad mit Meersalz und Lavendel

Es gibt noch zwei weitere interessante Rezepte für ein Cleopatrabad, die etwas mehr Bestandteile enthalten, als das oben genannte Grundrezept. In der einen Variante gibt man in den Badezusatz einfach noch ein paar Tropfen Lavendelöl. Das ätherische Öl bzw. der Duft von Lavendel wirkt stark entspannend und hilft dabei, nach einem langen Tag loszulassen und den Geist zu befreien. Das ist unumgänglich, will man wirklich körperliche Entspannung erleben.

Die zweite Variante ist ein wenig spezieller. Hierfür benötigt man folgende Zutaten:

  • 1 Liter Milch
  • 250 g Bienenhonig
  • 2 EL naturreines Meersalz
  • 1 – 3 Esslöffel Olivenöl

Zuerst wird die Badewanne zu einem Viertel mit 39 Grad warmem Wasser befüllt. Dann gibt man das Meersalz ins Wasser und verteilt es solange mit den Händen, bis sich alle Salzkristalle aufgelöst haben. Anschließend lässt man die Wanne weiter mit 39 Grad warmem Wasser volllaufen. Parallel wird die Milch auf dem Herd erhitzt und der Honig in der Milch aufgelöst. Das Olivenöl wird der Milch-Honig-Mischung zugeführt und dann kann der kochende Badezusatz ins Badewasser gegeben werden. Hier wiederum den Badezusatz mit der Hand gut im warmen Wasser verteilen.

Das Meersalz regt die Durchblutung der Haut an und entfernt alte Hautschuppen. Die fettende Wirkung der Milch und die straffende Wirkung des Honigs tragen ihren Teil dazu bei, dass die Haut nach einem solchen Bad frisch und deutlich gekräftigt daherkommt.

» Das sollten Sie nach dem Cleopatrabad beachten

Wie erwähnt wirkt die Milch rückfettend, führt der Haut also eine Menge Fett zu. Das beugt dem Austrocknen der Haut vor und sorgt dafür, dass die Haut elastisch und frisch aussieht. Wer allerdings von Natur aus zu einer fettenden Haut neigt, der wird nach dem Bad noch einen kräftigen Fettfilm auf der Haut liegen haben. Dieser hat keine positive Wirkung, sondern wirkt eher störend. Aus diesem Grund sollten Personen, die sowieso zu einer fettenden Haut neigen, nach dem Cleopatrabad den verbliebenen Fettfilm kurz abduschen. Wer allerdings von Natur aus unter einer trockenen Haut leidet, sollte das nach dem Baden auf der Haut verbliebene Fett auf keinen Fall entfernen. Das bedeutet auch, dass Sie sich in einem solchen Fall nicht mit einem Handtuch trockenrubbeln sollten. Besser kurz trockentupfen und dann direkt in einen warmen Frotteebademantel schlüpfen.

Das Cleopatrabad sollte etwa 20 Minuten dauern. In dieser Zeit hat die Haut ausreichend Nährstoffe aufgenommen, der Körper hat regeneriert und Ihr Geist konnte sich entspannen. Nach rund 20 Minuten wird das Wasser in der Regel so kühl, dass der positive und entspannende Effekt eher einem gewissen Frösteln weicht. Nach dem Bad sollten Sie sich auf jeden Fall weiter entspannen. Mit einem guten Buch auf der Couch sitzen und noch eine Weile die Ruhe genießen. Oder Sie gehen direkt ins Bett und genießen die wohlige Müdigkeit, die sich nach einem solchen Entspannungsbad meistens im Körper ausbreitet. Eine Nacht mit gutem und vor allem tiefem Schlaf ist Ihnen in diesem Fall ziemlich gewiss.

Cleopatrabad ohne Badewanne

Diese Variante funktioniert tatsächlich am besten im Wellnesscenter. Hier werden Handtücher in einer Milch-Honig-Öl-Paste getränkt und anschließend um den ganzen Körper, ausgenommen den Kopf, gewunden. Dann legen Sie sich in einem auf 29 Grad erwärmten Raum auf ein Wasserbett und genießen die entspannende Wirkung der Tücher, von denen die Wirkstoffe direkt in Ihre Haut eindringen können.

Natürlich funktioniert diese Variante auch zu Hause. Allerdings sollten Sie hier etwas mehr Zeit einkalkulieren und ein wenig Hilfe wäre auch nicht schlecht. Für die Anwendung ohne Wasser benötigen Sie folgendes:

  • Baumwolltücher
  • Alufolie
  • 2 Liter Milch
  • 1 – 3 EL Olivenöl
  • 250 g Bienenhonig

Der Honig wird wiederum im Wasserbad zum Schmelzen gebracht und dann mit Hilfe eines Mixers gut mit der Milch und dem Öl vermischt. Im Anschluss werden die Tücher in der entstandenen Mischung getränkt. Damit die Tücher nicht zu vollgesogen sind, werden sie leicht ausgewunden – wichtig ist dabei aber, das die Tücher noch immer ausreichend Flüssigkeit in sich haben. Dann wird der ganze Körper, abgesehen vom Kopf, in die Tücher gewickelt. Da es zu Hause nicht ganz einfach ist, einen Raum konstant auf 29 Grad zu erwärmen und um Ihr Bett nicht mit der Milch-Honig-Öl-Mischung zu durchtränken, werden die Tücher anschließend noch einmal mit Alufolie eingewickelt. Das hat verschiedene Vorteile.

  • die Körpertemperatur wird gehalten
  • die Flüssigkeit läuft nicht aus und die Tücher werden eng an den Körper gepresst
  • die Tücher werden fixiert und rutschen nicht hin und her

Wichtig ist, dass Sie sich jetzt nicht zu sehr zudecken. Unter einer weiteren Decke könnte ein Hitzestau unter der Alufolie entstehen. Diese Variante des Cleopatrabades wird nach ca. 25 Minuten beendet. Bei Bedarf können Sie sich im Anschluss kurz abduschen oder Sie lassen die Bestandteile der Milch-Honig-Öl Mischung noch etwas auf Ihrer Haut nachwirken.

Das Cleopatrabad – Entspannung für Haut, Körper und Seele

Mit einem Cleopatrabad schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe. Denn die positiven Effekte eines solchen Bades sind sehr vielseitig. Zum einen tun Sie Ihrer Haut etwas Gutes. Zum anderen entspannen Sie durch die Wärme die Muskulatur Ihres Körpers. Und wenn Sie noch Lavendelöl hinzufügen wirkt das Bad auch für Ihren Geist entspannend. Für welche Variante des Cleopatrabades Sie sich auch entscheiden – Entspannung und eine gesunde Haut sind hier quasi vorprogrammiert.

© racamani – Fotolia.com

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