Handmassage selber machen
Gönnen Sie Ihren Händen mal eine Massage
Wellness

Handmassage selber machen – Anleitung & Tipps

Unsere Hände sind jeden Tag in Bewegung und müssen so einiges leisten. Gönnen Sie Ihren Händen deshalb ruhig ab und zu mal eine Handmassage.

Hände schütteln, Einkaufstaschen schleppen, Stunden am PC, Auto waschen, Zwiebeln schneiden – unsere Hände müssen im Alltag Schwerstarbeit leisten. Grund genug, ihnen ein Erholungsprogramm zu gönnen. Eine Handmassage geht aber noch darüber hinaus, denn unsere Hände sind besonders sensibel und werden von feinen Nervenbahnen durchzogen. Bei zahlreichen Tätigkeiten ist Feinmotorik gefragt. Eine Handmassage wird Sie nicht nur entspannen, sondern auch die Nervenbahnen ansprechen und die Sensibilität aktivieren.

Nach einem anstrengenden Tag ist es wichtig, abzuschalten und Körper und Geist zu regenerieren. Nichts eignet sich hierfür besser, als sich selbst eine Handmassage zu gönnen und mit kleinen Streicheleinheiten ganz nebenbei den gesamten Körper zu entspannen. Zeit für eine Handmassage ist immer und jederzeit. Probieren Sie es aus und erleben, wie einfach es ist, sich selbst zu verwöhnen. Das gilt übrigens auch für die Fußmassage (Anleitung Fußmassage selber machen).

Kleiner Aufwand – große Wirkung

Sich selbst eine Handmassage zu gönnen, bedarf weder einem großen zeitlichen Aufwand, noch müssen Sie dafür tief in die Tasche greifen. Sie müssen nur ein paar Minuten Zeit erübrigen und schon kann das Verwöhnprogramm für Ihre Hände starten. Das Ergebnis wird sich sehen lassen können. Die Hände erscheinen optisch besser durchblutet und gepflegt. Werden die Reflexzonen der Hand stimuliert, bedeutet dies einen Energieschub für den ganzen Körper.

Wie wirkt sich eine Handmassage aus?

Es gibt zahlreiche positive Aspekte, die für eine Handmassage sprechen. Sie:

  • dient der Hautpflege
  • stärkt Hände und Finger
  • fördert die Durchblutung und macht die Hand beweglicher
  • führt zu einer Lockerung der Muskulatur

Wir belasten unsere Hände tagtäglich auf die verschiedenste Art und Weise. Hände leisten in Handwerksberufen oder auf dem Bau Kraftarbeit, werden an PC-Arbeitsplätzen permanent gefordert oder müssen sich für feinmotorische Tätigkeiten sensibilisieren. Die Hände sind nicht nur pure Greifwerkzeuge, sondern ausgesprochen sensibel. Von den Fingerspitzen verlaufen Nervenstränge bis direkt ins Gehirn. Von einer Handmassage profitiert daher auch der Nacken- und Schulterbereich, wo es besonders häufig zu Verspannungen kommt.

Welches Zubehör wird für die Handmassage benötigt?

Das Verwöhnprogramm für Ihre Hände kann ohne großen Aufwand starten. Sorgen Sie zunächst für eine entspannte Atmosphäre, damit Sie sich voll und ganz auf die Massage konzentrieren können. Das Telefon sollte in den nächsten Minuten also aus bleiben, die Kinder sollten sich selbst beschäftigen können und auch der Familienhund bekommt seine Streicheleinheiten später. Folgendes Equipment sollte bereitliegen:

  • Schüssel mit warmem Wasser
  • Badezusatz oder ätherisches Öl
  • Massagecreme oder Massageöl
  • Waschlappen oder weiches Tuch

Haben Sie alles bereitgestellt, können Sie Ihre Hände auch schon auf die Handmassage vorbereiten.

Die richtige Vorbereitung

Handbad machen:

Damit die Handmassage rundum zu einem entspannenden Wellnesserlebnis wird, sollten Sie sich Zeit für eine entsprechende Vorbereitung nehmen. Gönnen Sie Ihren Händen vor der Massage ein warmes Bad. Tauchen Sie die Hände dazu fünf bis zehn Minuten in angenehm warmes Wasser. Eine Temperatur von etwa 40 Grad dürfte dabei als angenehm empfunden werden. Dem Wasser können Sie, ganz nach Belieben, ätherische Öle oder Ihren Lieblingsbadeschaum zugeben. Entspannen Sie sich, hören dabei vielleicht Ihre Lieblingsmusik und bereiten sich damit auf ein Erlebnis für alle Sinne vor. Das Wasserbad bewirkt ganz nebenbei eine Lockerung der Muskulatur und macht die Hände aufnahmefähiger für die nun folgende Massage.

Öl oder Creme auf die Hände auftragen:

Ob Sie Massageöl oder Massagecreme verwenden, ist größtenteils Geschmackssache. Mögen Sie eine etwas festere Konsistenz, werden Sie vermutlich eine Massagecreme vorziehen. Tragen Sie Creme auf, werden Sie fester massieren müssen. Durch die verstärkte Reibung entwickelt sich eine angenehme Wärme auf der Haut. Verwenden Sie Massageöl, werden Sie weniger aufdrücken müssen. Mögen Sie eine eher sanfte Massage, ist Massageöl eine gute Wahl.

Tipp:
Ein Großteil der Öle entsteht durch Heißpressung. Dies geschieht, um den Ertrag zu steigern. Der Nachteil besteht in der begleitenden Entsäuerung, Dämpfung und Bleichung. Verwenden Sie kaltgepresstes Olivenöl, dann verwöhnen Sie die Haut mit einem reinen Naturprodukt. Der hohe Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren macht das Olivenöl zu einem dem Hautfett ähnlichen Stoff. Daher wird das Öl von der Haut sehr gut aufgenommen und kann auch in tiefere Hautschichten vordringen.

Vor der eigentlichen Massage verteilen Sie das von Ihnen gewählte Öl oder die Creme gut in den Händen. Versorgen Sie alle Bereiche der Hand und spüren Sie, wie sich eine angenehme Wärme ausbreitet. Folgen Sie anschließend der nachfolgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Anleitung für die Handmassage

❶ Das Ausstreichen:

Zunächst werden die Hände großflächig ausgestrichen. Die zu massierende Hand wird dabei seitlich umschlossen und Sie führen gleitende Bewegungen nach unten durch. Dabei sollten Sie versuchen, alle Teile der Hand zu erfassen. Jede Hand sollte drei bis fünf Mal ausgestrichen werden. Nun streichen Sie jeden Finger einzeln aus. Dabei werden die einzelnen Finger von Daumen und Zeigefinger umschlossen. Das Ausstreichen muss dabei nicht zwingend von oben nach unten geschehen. Sie können auch drehende und wellenförmige Bewegungen ausführen.

❷ Die Fingermassage:

Jeder Finger bekommt eine Einzelmassage. Dazu wird der Daumen innen und der Zeige- oder Mittelfinger außen angesetzt. Umschließen Sie den Finger fest und streichen mehrere Male von unten nach oben und umgekehrt. Lassen Sie den geraden Bewegungen kreisende Bewegungen folgen und massieren von der Fingerwurzel nach oben und wieder zurück.

❸ Die Handfläche:

Die Handfläche und die Handballen massieren Sie mit kreisförmigen Bewegungen oder mit einer sanften Druckmassage. Die zu massierende Hand wird dazu in Ihre zweite Hand gelegt. Den Daumen platzieren Sie auf der Handinnenfläche. Nun können Sie die kreisförmigen Massagebewegungen ausführen. Arbeiten Sie im und gegen den Uhrzeigersinn. Sofern Ihnen die Reflexzonen der Handfläche bekannt sind, können Sie mit Hilfe Ihres Daumens die einzelnen Druckpunkte massieren. Professionelle Therapeuten nutzen für die Druckmassage der Hand spezielle Griffel aus Marmor oder Edelsteinen als Hilfsmittel.

❹ Die Handrückseite:

Auf der Handrückseite verlaufen die Sehnen der Finger. Massieren Sie hier zu stark, könnten die verrutschenden Sehnen ein unangenehmes Gefühl auslösen. Am angenehmsten ist die Massage hier, wenn Sie parallel der Sehnen arbeiten.

❺ Massage beenden:

Die Massage wird durch ein abermals großflächiges Ausstreichen beendet. Verwenden Sie am Ende der Massage einen warmen Waschlappen oder ein feuchtes Tuch, können Sie das verbliebene Massageöl entfernen. Stürzen Sie sich nach beendeter Massage nicht sofort wieder in die Arbeit. Entspannen Sie noch einiger Zeit und lassen die Massage nachwirken.

Wunderwaffe Hand

Es ist kein Zufall, das Handmassagen besonders effektiv und wirkungsvoll sind. Das Wunderwerk Hand ist durch seine unzähligen Nervenenden ein wahres Sensibelchen. Berührungen werden als angenehm empfunden und sofort an das Gehirn weitergeleitet. Eine sanfte Handmassage kann zu einer Tiefenentspannung führen, welche den gesamten Körper einschließt. Sie werden die Wirkung bereits nach einer einfachen Handmassage spüren. Das Thema lässt sich noch vertiefen, indem Sie sich mit den Möglichkeiten der Reflexzonenmassage befassen und vielleicht bald durch die Stimulierung gezielter Punkte positiv auf entsprechende Organe einwirken.

Bildquelle: © Viacheslav Iakobchuk – Fotolia.com

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