Tipps zur Nutzung der Infrarotkabine
Infrarotstrahlen werden bei Hautkontakt in Wärme umgewandelt
Wellness

Infrarotkabine: Tipps zur richtigen Nutzung

Besuche in der Sauna bringen uns ordentlich ins Schwitzen. Und gerade das ist nicht jedermanns Sache. Wesentlich sanfter ist da ein Besuch in der Infrarotkabine.

Die Sauna ist gemeinhin als Gesundbrunnen bekannt und wird entsprechend rege genutzt. Wer sich jedoch nach einer sanfteren Methode sehnt, die ihn weniger schnell ins Schwitzen bringt und den Kreislauf weniger belastet, der findet seit einigen Jahren mit der Infrarotkabine eine Alternative auf dem Markt. Im Folgenden werden offene Fragen geklärt und Tipps für den sachgemäßen Umgang mit einer Infrarotkabine gegeben.

Wie funktioniert eine Infrarotkabine?

Unter einer Sauna kann sich jeder etwas vorstellen. Der Begriff Infrarotkabine wirft dagegen häufig offene Fragen auf. Die Funktionsweise lässt sich recht einfach erklären. Statt heiße Luft treffen hier Infrarotstrahlen auf die Haut. Diese werden erst bei Hautkontakt in Wärme umgewandelt. Während Sie in der klassischen Sauna bei etwa 90 Grad tüchtig schwitzen müssen, um den gewünschten Effekt zu erzielen, kommen Sie in einer Infrarotkabine schneller und ohne lästige Schweißperlen auf der Stirn an Ihr Ziel.

Gut zu wissen:
Infrarotstrahler können drei verschiedene Strahlungsarten erzeugen. Die Infrarotstrahlen A, B und C besitzen dabei unterschiedliche Wellenlängen und dringen unterschiedlich tief in die Haut ein. Infrarotkabinen arbeiten generell nur mit B- und C-Strahlen, welche zwei bzw. einen Millimeter tief in die Haut eindringen können. Bei der Strahlung A liegt eine Eindringtiefe von bis zu sechs Millimetern vor und eine Beeinträchtigung für die Gesundheit kann nicht ausgeschlossen werden.

Ist die Infrarotkabine gesund?

Infrarotkabinen besitzen nicht nur viele Vorteile gegenüber der herkömmlichen Sauna, auch die Wirkung steht der finnischen Sauna in nichts nach. Infrarotkabinen können sich in vielerlei Hinsicht positiv auf die Gesundheit auswirken:

  • Die Anwendung schont den Kreislauf.
  • Die Durchblutung wird angeregt.
  • Stress lässt sich reduzieren.
  • Die Muskeln entspannen sich.
  • Verspannungen und Muskelschmerzen können reduziert werden.
  • Der Körper wird gereinigt und entgiftet.

Kann jeder die Infrarotkabine benutzen?

Prinzipiell kann jeder Mensch die Infrarotkabine benutzen. Eine gute Konstitution und körperliche Gesundheit werden vorausgesetzt. Im Zweifelsfall sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt Rücksprache halten. Nicht zu empfehlen ist die Anwendung zum Beispiel bei folgenden Beschwerden:

  • Thrombose
  • grippaler Infekt
  • offenen Wunden und Verletzungen
  • Fieber

Auch direkt nach dem Sonnenbad sollten Sie auf den Gang in die Infrarotkabine verzichten. Ebenso ist bei Alkohol- und Drogenkonsum davon abzuraten.

Infrarotkabine contra Sauna – alle Fakten

 InfrarotkabineSauna
VorbereitungDie Infrarotkabine kann bereits zehn Minuten nach Inbetriebnahme benutzt werden.Saunen benötigen geraume Zeit, um sich aufzuheizen. Deshalb sollten Sie die Sauna mindestens eine Stunde vorab in Betrieb nehmen.
TemperaturDie Infrarotkabine können Sie schon bei 30 Grad betreten. Üblicherweise herrschen Temperaturen von 40 bis 50 Grad.In der klassischen Sauna steigt die Temperatur auf 80 bis 90 Grad an.
WirkungDie Infrarotkabine bringt Sie schonend ins Schwitzen. Dabei werden erheblich mehr Schweißmengen produziert und die Entgiftung des Körpers wird vorangetrieben.Die heiße, trockene Luft bringt uns beinahe sofort ins Schwitzen. Dabei empfinden viele den Saunagang als unangenehm.
DauerDie Benutzung der Infrarotkabine sollten Sie auf einen Gang beschränken.
Die durchschnittliche Verweildauer beträgt eine halbe Stunde.
Aufgrund der hohen Temperaturen sollten Sie den Saunagang nicht länger als eine Viertelstunde ausdehnen. Üblich sind zwei bis drei Saunagänge, denen Erholungsphasen voraus gehen.

Wohin mit der Infrarotkabine?

Ist die Entscheidung für eine Infrarotkabine gefallen, gilt es einen geeigneten Standort zu finden. Sehr gut lässt sich Ihre private Wellnessoase im Badezimmer integrieren. Wer bereits einen Fitnessraum besitzt, kann die Kabine auch dort unterbringen. Wichtig ist, die Kabine in einem Raum unterzubringen, der regelmäßig beheizt wird. Außerdem ist die Nähe zur Dusche von Vorteil für die bequeme Anwendung. Regelmäßiges Lüften dürfen Sie hier auf keinen Fall vergessen!

Das Beste: Infrarotkabinen sind bereits für eine Person erhältlich und nehmen entsprechend wenig Platz in Anspruch. Daher können Sie die Kabine auch im Wohnzimmer oder im Schlafzimmer unterbringen. Der Schlafraum sollte in diesem Falle aber regelmäßig beheizt werden.

No Go’s als Standort für die Infrarotkabine

Kalte Räume sind für die Platzierung der Infrarotkabine tabu. Ist der Raum ausgekühlt, wird sich die Kabine nur sehr schwer aufheizen, was unnötig Zeit und Energie kostet. Die Infrarotkabine gehört auch nicht in den Keller oder in andere feuchte Räumlichkeiten. Die Feuchtigkeit dringt schließlich in das Holz ein. Wird das Holz brüchig, wird sich die Kabine ebenfalls nur noch schwer aufheizen lassen und letztlich unbrauchbar werden.

Die Sauna im Garten ist vielleicht kein Problem. Dies gilt jedoch nicht für die Infrarotkabine. Im Außenbereich aufgestellt, ist das Holz den Witterungseinflüssen ausgesetzt und wird brüchig. Daher sind Infrarotkabinen grundsätzlich nur für den Innenbereich geeignet.

Tipps zur richtigen Nutzung der Infrarotkabine

❍ Tipp 1 – Was ist vor der Benutzung zu beachten?

Ist die Kabine angeschaltet, bleibt noch Zeit, sich warm abzuduschen, damit der Körper bereits etwas aufwärmt. Ebenso sollten Sie an Ihren Feuchtigkeitshaushalt denken. Schwitzen entzieht dem Körper schließlich Feuchtigkeit. Trinken Sie daher vor der Benutzung der Infrarotkabine immer ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee.

❍ Tipp 2 – Welche Temperatur ist am verträglichsten?

Generell liegen die Temperaturen in der Infrarotkabine weit unter den in einer Sauna herrschenden Graden. Bei Temperaturen um 30 Grad kann bereits mit der Anwendung begonnen werden. Die Kabine sollte auf 45 bis 50 Grad aufheizen, dann ist die ideale Temperatur erreicht.

❍ Tipp 3 – Was ist während der Nutzung zu beachten?

Richten Sie sich auf eine Sitzungsdauer von etwa einer halben Stunde ein. Das Holz sollten Sie in dieser Zeit mit einem Handtuch bedecken, damit nicht zu viel Schweiß darin eindringen kann. Wichtig ist, dass Sie bequem sitzen und sich gut entspannen können. Viele Geräte besitzen auch eingebaute CD-Player und Lampen mit farbigem Licht.

Bei den ersten Nutzungen der Infrarotkabine werden Sie vermutlich noch nicht so heftig schwitzen. Bei regelmäßiger Anwendung wird sich das aber ändern, da Ihr Körper dann besser darauf eingestellt ist.

❍ Tipp 4 – Worauf kommt es nach der Nutzung an?

Nach Verlassen der Kabine folgt erneut eine warme Dusche. Schlüpfen Sie anschließend in warme und bequeme Kleidung und gönnen sich noch etwas Ruhe. Ein Glas Mineralwasser und etwas Obst bringen verbrauchte Energie zurück und gleichen das Flüssigkeitsdefizit aus.

Wichtig:
Die Häufigkeit der Benutzung sollten Sie auf Ihre körperliche Verfassung abstimmen. Wer die Benutzung der Infrarotkabine gut verträgt, kann bedenkenlos täglich eine Anwendung absolvieren. Wer empfindlicher reagiert, sollte sich langsamer herantasten und vielleicht zunächst ein bis zweimal wöchentlich schwitzen.

Nicht zu vernachlässigen: Hygiene und Sicherheit beim Umgang mit der Infrarotkabine

In der Regel kann die Strahlung der Gesundheit nicht schaden. Es bietet sich jedoch an, nicht direkt in die Strahler zu blicken. Wer empfindliche Augen hat, schützt sich mit einer Brille, besonders, wenn eine Vollspektrum IR-Kabine genutzt wird. Zudem sollten Sie beachten, dass die Strahler sehr heiß werden. Sie dürfen sie mit bloßen Händen also niemals berühren.

Reinigen können Sie die Infrarotkabine regelmäßig mit einem feuchten Tuch. Flecken und Ablagerungen auf dem Holz lassen sich mit Schleifpapier entfernen.

Beitragsbild: © mrcmos – Fotolia.com

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