Fußmassage selber machen
Wellness

Fußmassage selber machen: So geht’s!

Es ist sicher angenehmer und entspannter vom Partner oder einer Fachkraft die Füße massiert zu bekommen. Doch was tun, wenn niemand da ist? Legen Sie einfach selbst Hand an.

Nach einem langen Tag auf den Beinen und in unbequemen Schuhen sehnen sich viele nach einer entspannenden Fußmassage. Doch was tun, wenn das Massagestudio schon geschlossen hat und der Partner wenig Bereitschaft zeigt, die Füße zu massieren? Ganz einfach: Selbst Hand anlegen!

Fußbad als Vorbereitung auf die Fußmassage

Wie so oft im Leben ist auch bei der Fußmassage Vorbereitung die halbe Miete. Um während der wohltuenden Massage auch richtig entspannen zu können, ist es empfehlenswert, den Füßen im Vorfeld ein warmes Fußbad zu gönnen. Dieses bringt gleich mehrere positive Effekte mit sich:

  • die Füße werden gereinigt
  • die Füße werden aufgewärmt
  • die Füße werden besser durchblutet
  • die Muskeln der Füße werden entspannt

Häufig kann schon ein Fußbad ohne anschließende Massage wahre Wunder wirken. Gibt man noch ein paar Tropfen von einem ätherischen Öl zu dem warmen Wasser, wird die entspannende Wirkung zusätzlich verstärkt.

Eine angenehme Atmosphäre schaffen

Nach dem Fußbad sind die Füße bestens auf die Massage vorbereitet. Sie sind nicht nur sauber, sondern auch locker und entspannt – beste Voraussetzungen für eine wohltuende Fußmassage. Um den Erholungseffekt zusätzlich zu steigern, empfiehlt es sich nun, eine angenehme Atmosphäre zu erschaffen. Das geht unter anderem durch gedimmtes Licht, Kerzen, ruhige Musik oder auch einen dezenten Raumduft. Wichtig ist außerdem, dass Sie sich bequem hinsetzten beziehungsweise eine Position einnehmen, die auch über einen längeren Zeitraum gehalten werden kann.

Füße selber massieren: So funktioniert es

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, die Füße selber zu massieren. Einige davon funktionieren mit Hilfsmitteln, für andere müssen nur die Hände eingesetzt werden. Wer sich für letztere Variante entscheidet, kann wie folgt vorgehen:

  1. Setzen Sie sich bequem hin und legen Sie einen Fuß auf Ihren Oberschenkel, so dass Sie ihn mit beiden Händen umfassen können.
  2. Reiben Sie den Fuß mit Massageöl oder einer Lotion ein.
  3. Beginnen Sie nun, den Fuß nach und nach mit den Händen auszustreichen, sprich: üben Sie leichten Druck aus und fahren Sie mit den Händen über die Fußsohle, den Fußrücken, die Ferse und den Knöchelbereich.
  4. Legen Sie anschließend beide Daumen auf die Fußsohle und massieren Sie diese Stelle systematisch mit kreisenden Bewegungen.
  5. Wiederholen Sie den Vorgang auf dem Fußrücken.
  6. Wiederholen Sie den Vorgang an den Seiten.
  7. Wiederholen Sie den Vorgang an den Knöcheln.
  8. Nehmen Sie jeden Zeh einzeln zwischen Daumen und Zeigefinger und „rollen“ Sie ihn leicht.
  9. Beugen Sie den Zeh anschließend leicht so weit wie es geht.
  10. Streichen Sie den Fuß abschließend noch einmal aus.
  11. Wiederholen Sie den Vorgang am anderen Fuß.

Fußmassage mit Steinen, Stäben und anderen Hilfsmitteln

Der Einsatz der eigenen Daumen spielt bei einer Fußmassage eine zentrale Rolle. Einen gleichmäßigen Druck mit den Fingern auszuüben, fällt vielen jedoch schwer. Um das Problem zu lösen, können spezielle Massagesteine und -stäbe zum Einsatz kommen. Diese üben punktuellen Druck auf die entsprechende Stelle aus und ersetzen die Daumen dadurch komplett. Manche Massage-Hilfsmittel können zuvor auch erwärmt werden (zum Beispiel Hot Stones), um das angenehme Gefühl zusätzlich zu steigern.

Doch damit längst nicht genug. Neben Stäben und Steinen gibt es viele weitere Hilfsmittel, mit denen es ein Leichtes ist, eine Fußmassage selber zu machen. Das Angebot reicht von kleinen, stacheligen Massagebällen, über Bretter mit verschiedenen Elementen bis hin zum professionellen und elektronischen Massagegerät. Die Auswahl ist riesig und bietet für nahezu jeden Typ das passende Produkt zur Unterstützung der Selbstmassage.

Was ist eigentlich eine Fußreflexzonenmassage und eignet sie sich für eine Selbstmassage?

Während die klassische Selbstmassage der Füße nur bedingt einem System folgt und gern auch intuitiv gestaltet werden kann (erlaubt ist, was gefällt und gut tut), ist die sogenannte Fußreflexzonenmassage an klaren Regeln ausgerichtet. Die Massagetechnik hat ihren Ursprung in der Naturheilkunde und betrachtet die Füße als Spiegelbild des Körpers. Das bedeutet, dass es für jedes Körperteil eine entsprechende Fußreflexzone gibt, die beispielsweise bei Schmerzen oder anhaltenden Verspannungen massiert werden kann. Einige Naturheilkundler gehen sogar soweit, zu sagen, dass mithilfe der Fußreflexzonenmassage organische Beschwerden gelindert werden können. Einen schulmedizinischen Beweis gibt es hierfür allerdings nicht.

Die Fußreflexzonenmassage ist nur bedingt für eine Selbstmassage der Füße geeignet. Grund hierfür ist das komplexe Wissen über die genaue Lage der Fußreflexzonen, die gezielt massiert werden sollen. Wer nicht exakt weiß, wo welcher Punkt liegt und für welches körperliche Leiden er „zuständig“ ist, wird mithilfe der Fußreflexzonenmassage keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielen. Weiterhin ist es wichtig, grundsätzlich offen für naturheilkundliche Praktiken zu sein. Wer der Fußreflexzonenmassage von vornherein skeptisch gegenüber steht, wird auch keine Verbesserung des Gesundheitszustandes feststellen können.
Beitragsbild: © ajlatan – Fotolia.com

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