Tinnitus Therapie & Behandlung

(Tinnitus aurium, subjektiver & okbjektiver Tinnitus, H93.1, Tinitus)

Tinnitus ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, weshalb es keine spezielle Therapie für die Behandlung gibt. Es gibt viele verschiedene Medikamente, welche in der Behandlung von Ohrkrankheiten verwendet werden, am häufigsten sind es Medikamente, welche die Durchblutung um das Gehirn oder Innenohr verbessern. Eine Methode der Behandlung ist die Behandlung des Tinitus durch ein Retraining (Tinnitus-Retraining-Therapie), welches sich auf die neurophysiologische Anpassung an den Lärm konzentriert.

Der Patient wird in den Mechanismus der Entwicklung des Tinitus- Lärms eingeweiht, was ihm ermöglichen soll den Lärm als etwas natürliches zu akzeptieren. Das Ziel dieser Methode ist nicht das Verschwinden des Tinitus oder die Verringerung des Lärms, sondern das verringern der Reaktionen des Patienten auf Lärm und die Gewöhnung daran. Die Behandlung des Tinitus kann auch mit Hilfe vom Masker (breitbandiger Rausch-Generator) vollzogen werden. Sekundäre psychische Probleme, die sich in Bezug auf Lärm entwickeln können, wie Angst, Depression oder Schlaflosigkeit, sollten auch behandelt, weil sie den Lärm verschlimmern werden.

Menschen mit Tinnitus sollten Lärm vermeiden, um weiteren Hörverlust und die Verschlechterung des Tinitus zu verhindern, aber sie auch Stille vermeiden. Solche Personen sollten sich eine einfache und angenehme Geräuschkulisse sichern, wie etwa angenehme Naturgeräusche oder sanfte Musik. Auf diesem Prinzip ist die Musiktherapie basiert. In der Medizin gibt es verschiedene Krankheiten oder Bedingungen, die mit Musik behandelt warden können, und eine von ihnen ist der Tinitus.

Musik hilft dem Patienten sich von den störenden Geräuschen im Ohr abzulenken, und sich auf andere Geräusche zu konzentrieren. Man kann der Musik aktiv und passiv zuhören. Passiv hört eine Person Musik, während Sie andere Aufgaben erledigt, und dabei die Aufmerksamkeit nicht der Musik gewidmet wird, während ein aktives Zuhören volle Aufmerksamkeit auf die Musik beansprucht.

Es ist interessant, dass die Exposition gegenüber hoher Lautstärke zu Gehörschäden führen kann, und dass andererseits die Wahl der richtigen Musik mit der passenden Intensität, einen therapeutischen Effekt besitzt. In den vergangenen Jahren wird eine geringe Laserintensität (Low Level Laser) bei der Behandlung von Tinitus verwendet.
Durch den Einsatz des Lasers in das Ohr (durch den äußeren Gehörgang) kommt es zur Bio-Stimulation und Veränderungen von Zellen im Innenohr, auf molekularer Ebene. Die Änderungen äusern sich auf der Membran der Mitochondrien, wodurch eine bessere metabolische Veränderung in den Sinneszellen des Innenohres ermöglicht wird, was das Immunsystem stimmuliert und die Zellregeneration im Innenohr vorantreibt. Abgesehen vom Tinitus, kann der Laser auch für andere Erkrankungen des Innenohres (Vertigo in peripheren Ohr, vestibulären Schäden, Hörsturz, etc.) verwendet werden. D

ie Therapie sollte durch einen fachlichen Arzt durchgeführt werden.

Bei Hörverlust und Rauschen im Ohr, aber vor allem beim Hörsturz und dem Auftreten von akuten Lärm im Ohr, sollten Sie einen HNO / Audiologen aufsuchen, welcher Ihnen die notwendigen klinischen und audiologischen Behandlungen empfehlen und die Notwendigkeit der Behandlung ermessen wird.


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