Ungesättigte Fettsäuren Kinder
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Ernährung Baby & Kinder

Ungesättigte Fettsäuren für Kinder

Ungesättigte Fettsäuren sind für die gesunde Entwicklung von Kindern unerlässlich. Anders als Erwachsene, tun sich Kinder aber schwer, Omega-3-Fettsäuren mit der Nahrung aufzunehmen.

Die Ernährung ist einer der wichtigsten Bausteine für ein gesundes und erfülltes Leben. Wer sich vollwertig ernährt, kann dauerhaft gesund bleiben. Auch die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit sind stark von einer gesunden Ernährung abhängig. Das trifft auf Kinder ebenso zu wie auf Erwachsene.

Ungesättigte Fettsäuren – wichtiger Baustein gesunder Ernährung

Hierbei handelt es sich um essenzielle Fettsäuren. Das bedeutet, dass der Körper nicht in der Lage ist, sie selbst herzustellen. Wir benötigen ungesättigte Fettsäuren für verschiedene Abläufe in einem gesunden Körper dringend. So ist es wichtig zu wissen, wo Sie diese finden und wie viel Sie davon benötigen.

Omega-3-Fettsäuren – die bekanntesten ungesättigten Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind wichtig und überwiegend in fettreichem Fisch und in Ölen zu finden. Sie sind für zahlreiche Abläufe im Körper verantwortlich. Es gibt verschiedene Unterarten der Omega-3-Fettsäuren. Die bekanntesten sind:

  • Alpha-Linolensäure (ALA): Ist überwiegend in pflanzlichen Nahrungsmitteln zu finden, z.B. Rapsöl, Leinöl und Walnussöl. Kann nur zum Teil im Körper aufgenommen und verarbeitet werden, was für Vegetarier und Veganer problematisch sein kann. Maximal 1/5 der Menge an ALA, die wir aufnehmen, können im Körper auch wirklich verwertet werden.
  • Eicosapentaensäure (EPA): Ist überwiegend in tierischen Lebensmittel zu finden, z.B. in Microalgen oder fettem Fisch und verfügt über eine höhere Bioverfügbarkeit als ALA.
  • Docosahexaensäure (DHA): Ebenfalls überwiegend in tierischen Lebensmitteln zu finden, z.B. in Microalgen und fettem Fisch und verfügt über eine höhere Bioverfügbarkeit als ALA.

Warum sind Omega-3-Fettsäuren so wichtig?

Eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren ist aus verschiedenen Gründen wichtig. Der Tagesbedarf muss komplett über die Ernährung sichergestellt werden. Der Körper braucht zudem Omega-3-Fettsäuren für zahlreiche körpereigene Abläufe. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat zu allen wichtigen Nährstoffen einen Katalog mit allgemeingültigen Gesundheitsaussagen zugelassen. Diese zeigen an, welche Auswirkungen auf den Körper bei bestimmten Nährstoffen, wissenschaftlich fundiert und ohne jeglichen Zweifel, nachgewiesen werden konnten. In Bezug auf Omega-3-Fettsäuren sind das die folgenden Aussagen:

  • ALA trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei
  • DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei
  • DHA trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei
  • EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei

Wie viel Omega 3 braucht ein Kind?

Auch bei dieser Frage ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit ein guter Gradmesser. Deren Empfehlung sieht wie folgt aus:

  • Kinder von 1 – 3 Jahren: 40 mg
  • Kinder von 4 – 8 Jahren: 55 mg
  • Kinder von 9 – 13 Jahren: 70 mg
  • Mädchen von 14 – 18 Jahren: 85 mg
  • Jungen von 14 – 18 Jahren: 125 mg

Obwohl schon eine große Fischmahlzeit in der Woche ausreichend wäre, lässt sich das leider nur bei wenigen Kindern in den Ernährungsplan integrieren.

Für eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sorgen

Es gibt verschiedene Nahrungsergänzungsmittel, die sich theoretisch eignen, um die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sicherzustellen. Leider handelt es sich dabei zumeist um sehr große Kapseln oder um Öle, die einen starken Fischgeruch oder -geschmack aufweisen. Auch davon sind Kinder oftmals nur schwer zu überzeugen. Auf dem Markt gibt es allerdings auch Omega-3-Fettsäuren mit verschiedenen Geschmacksrichtungen, unter anderem Apfel, Erdbeere, Kirsche oder Pfirsich. Achten Sie beim Kauf auf eine hohe Bioverfügbarkeit.

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