Kubebenpfeffer
Der in Indonesien beheimatete Kubebenpfeffer wurde zur Heilpflanze des Jahres 2016 gewählt
Alternativmedizin

Kubebenpfeffer – Heilpflanze des Jahres 2016

Pfeffer dürfte den meisten Deutschen ein Begriff sein, schließlich verwendet man ihn fast täglich in der Küche. Der Kubebenpfeffer, auch Schwanz-Pfeffer (Piper cubeba), dagegen ist wohl nur den wenigsten Menschen bekannt. Dabei ist er erst kürzlich zur „Heilpflanze des Jahres 2016“ gewählt worden.

Diese Auszeichnung wird jedes Jahr vom „NHV Theophrastus, Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus e.V.“ verliehen.

Beim Kubebenpfeffer handelt es sich um einen in Südostasien beheimateten Kletterstrauch, dessen Körner (Kubeben) sowohl als Gewürz als auch in Form von Arzneimitteln verwendet werden können. Beide Formen sind jedoch in Deutschland noch nicht sehr verbreitet. Dabei ist insbesondere die medizinische Wirkung des Kubebenpfeffers durchaus beeindruckend.

Wirkung von Kubebenpfeffer

  • Kubebenpfeffer lindert entzündliche Erkrankungen der Harnwege, zum Beispiel eine Blasenentzündung
  • Kubebenpfeffer kann ebenso bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt werden (auch bei chronischen Formen), etwa bei einer chronischen Bronchitis
  • Kubebenpfeffer wirkt konzentrationsfördernd und hilft bei Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerzen
  • Kubebenpfeffer steigert die Leistungsfähigkeit. Er kann dazu auch in gemörserter Form als Räuchersubstanz eingesetzt werden

In der traditionellen indischen Medizin spielt der Kubebenpfeffer seit jeher eine entscheidende Rolle. Er wird dort als Gewürz, Schönheitsmittel und Medizin verwendet. Viele Familien stellen ihre Heilmittel nach eigenen Rezepten her, die von Generation zu Generation überliefert werden. Inzwischen gibt es aber auch eine große Industrie, welche die Präparate aus Kubebenpfeffer in großen Mengen herstellt.

Geschichte des Kubebenpfeffers

Schon vor mehreren Tausend Jahren wurden im asiatischen und orientalischen Raum sogenannte „Fröhlichkeitspillen“ hergestellt, in denen auch ein Anteil von Kubebenpfeffer enthalten war. Im Mittelalter schließlich machte Paracelsus die Pflanze wieder bekannt, nachdem sie zuvor etwas in Vergessenheit geraten war. Paracelsus bezeichnete den Kubebenpfeffer als „erwärmendes Gewürz“ und sprach ihm eine lebensverlängernde Wirkung zu. Im 17. Jahrhundert wurde in Portugal der Verkauf von Kubebenpfeffer verboten, um damit das Monopol auf den schwarzen Pfeffer zu stärken. Dies währte allerdings nur kurz. Später wurde der Kubebenpfeffer dann auch in alkoholischen Getränken, in Zigaretten und in Schnupftabak verwendet. Höchste Zeit also, dieser faszinierenden Pflanze auch heute wieder die ihr gebührende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen!

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