Hausmittel gegen Erkältung
Mit diesen Hausmitteln und Tipps sagen Sie der Erkältung den Kampf an
Alternativmedizin

Die besten Hausmittel gegen Erkältung

Nicht nur der Herbst, sondern auch das Frühjahr zählt zu den klassischen Erkältungszeiten, vor denen sich viele Menschen bereits im Voraus fürchten. Kaum jemand, der durch diese Jahreszeiten kommt, ohne von einer Erkältung oder einem grippalen Infekt erwischt zu werden.

Üblicherweise steht dann der Besuch beim Hausarzt an, der bereits nach einem kurzen Blick in den Hals einen grippalen Infekt diagnostiziert und entsprechende Mittel verschreibt. Bei einfachen Erkältungen werden in der Regel die etwas sanfteren Mittel der Pharmaindustrie verschrieben. Liegt dagegen ein handfester grippaler Infekt vor, kommt der Betroffene um die Einnahme von Antibiotika meist nicht herum. Doch Antibiotika sind gefürchtet. Wer sie zu oft einnimmt, riskiert eine Resistenz, durch die das Antibiotikum bei zukünftigen Infekten nicht mehr wirkt.

Beruhigend zu wissen ist jedoch, dass fast alle Erkältungskrankheiten und sogar viele grippale Infekte mit einfachen Hausmitteln erfolgreich behandelt werden können. Natürlich sollen solche Hausmittel nicht den Gang zum Arzt ersetzen, sie können ihn aber verhindern, wenn die folgenden Mittel direkt bei den ersten Anzeichen eingesetzt werden:

Holunderblütentee
Der Einsatz von Holunderblütentee bietet sich insbesondere dann an, wenn die Erkältung ihre ersten Anzeichen voraus wirft, also noch nicht vollständig ausgeprägt ist. Sie sollten den Tee so heiß wie möglich trinken und ihn am besten mit Honig süßen. Der so zubereitete Tee bringt Sie ins Schwitzen und beugt damit einem Ausbruch der Erkältung wirkungsvoll vor. Besonders wirksam ist der Holunderblütentee, wenn Sie ihn direkt vor dem Zubettgehen trinken und sich dann so zudecken, dass Sie unter der Bettdecke ordentlich schwitzen. Generell ist Schwitzen eines der besten Mittel, um sich gegen drohende Erkältungskrankheiten zur Wehr zu setzen. Das wussten schon die Finnen im Mittelalter, die daraufhin die Sauna erfanden.

Kochsalzlösung
Ein uraltes Hausmittel bei Erkältungskrankheiten, insbesondere solchen, die mit verstopften bzw. verschleimten Atemwegen einhergehen, ist Kochsalzlösung. Diese kann entweder fertig in der Apotheke gekauft, aber auch leicht selbst hergestellt werden. Bei Fertiglösungen entspricht der Salzgehalt meist dem des menschlichen Körpers, nämlich 0,9 Prozent. Auch bei selbst gemischten Lösungen sollte dieser Wert in etwa eingehalten werden. Die Kochsalzlösung sorgt dafür, dass Bakterien und Viren regelrecht von den Schleimhäuten gespült werden. Lästige Ablagerungen werden entfernt, so dass Sie wieder freier atmen können. Kochsalzlösung eignet sich sowohl zu Spülen des Mund- und Rachenraums als auch für die Nase.

Zwiebeln gegen Husten
Bereits seit vielen Jahrhunderten ist bekannt, dass Husten mithilfe von Zwiebeln wirkungsvoll gelindert werden kann. Es gibt diesbezüglich verschiedene Rezepte und Zubereitungsarten. Eine der bekanntesten ist der sogenannte Zwiebelsaft. Dazu wird eine mittelgroße Zwiebel zunächst fein gewürfelt, dann mit mehreren Teelöffeln Zucker bestreut, abgedeckt und anschließend für etwa eine Stunde stehen gelassen. Der Zucker dient dazu, der Zwiebel ihren Saft zu entziehen. Dieser Saft wird anschließend teelöffelweise eingenommen. Der Zwiebelsaft hilft sowohl durch seine ätherischen Öle, die die Schleimhäute beruhigen, als auch durch das naturgemäß in der Zwiebel reichlich enthaltene Vitamin C.

Honig gegen Halsschmerzen
Honig ist ein altbewährtes und wirksames Mittel bei allen Infektionskrankheiten. Durch seine Konsistenz und die wertvollen Inhaltsstoffe stärkt er zum einen das Immunsystem, beruhigt andererseits aber auch gereizte Schleimhäute. Die Anwendungsvarianten sind vielfältig. Traditionell wird Honig als Süßungsmittel in Tee gegeben, er kann bei akuten Reizzuständen aber auch pur mit einem Teelöffel eingenommen werden. Dabei sollten Sie darauf achten, dass der Honig möglichst lange im Hals an den gereizten Stellen bleibt, bevor er hinuntergeschluckt wird.

Brustwickel
Wenn sich eine Erkältung oder ein grippaler Infekt auf die Atemwege gelegt hat, kann dies sehr unangenehm sein. In diesem Fall kann ein Brustwickel schnell Linderung verschaffen. Er hilft zudem bei Bronchitis und Lungenentzündungen. Der Wickel wird aus einem Leinentuch hergestellt, das zunächst in kaltes Wasser getaucht und anschließend gut ausgewrungen wird. Das Tuch wird nun um die Brust des Patienten gewickelt, darüber kommt ein trockenes Frotteetuch. So präpariert, wird der Betroffene anschließend in eine warme Wolldecke gewickelt. Der Brustwickel sollte für etwa 30 Minuten zum Einsatz kommen.

Kartoffelkompressen bei Kopf- und Ohrenschmerzen
Oftmals gehen Erkältungen und grippale Infekte mit starken Kopf- oder Ohrenschmerzen einher. Um diese zu lindern, kann eine spezielle Kartoffelkompresse verwendet werden. Dazu kocht man zwei kleine Kartoffeln sehr weich, zerstampft diese anschließend und streicht den Kartoffelbrei auf ein Leinentuch. Das Leinentuch wird dann um den Kopf gewickelt. Die Inhaltsstoffe der Kartoffeln sorgen dafür, dass der Schmerz gelindert und festsitzende Substanzen sowohl in den Stirn- und Nebenhöhlen als auch in den Ohren gelöst werden können.

Inhalation mit Kamillenblüten
Um verstopfte und verschleimte Atemwege zu befreien und die Schleimhäute zu beruhigen, bietet sich die Inhalation mit Kamillenblüten an. Diese erhalten Sie entweder in Form von Tee oder auch als pure Blüten in der Apotheke. Zur Vorbereitung wird eine Hand voll Kamillenblüten in einem großen Topf mit kochendem Wasser übergossen und anschließend etwa zehn Minuten ziehen gelassen. Anschließend legen Sie sich ein großes Handtuch über den Kopf und beugen sich so dicht wie möglich über den Topf. Nun inhalieren Sie die Dämpfe, indem Sie durch die Nase möglichst tief einatmen und durch den Mund wieder ausatmen. Die Augen sollten dabei geschlossen gehalten werden.

Die magische Hühnersuppe
Hühnersuppe ist nicht nur gut für die Seele, sondern hilft auch bei Erkältungskrankheiten und Infekten aller Art. Wichtig ist jedoch, keine Instant-Suppe (Fertigsuppe) zu verwenden, sondern die Hühnersuppe frisch zu kochen. Kaufen Sie dazu ein gutes Suppenhuhn und lassen Sie dieses möglichst lange in Wasser kochen. Nach Belieben kann nun Gemüse hinzugegeben werden. Das gekochte Huhn wird anschließend aus der Suppe genommen, seinem Fleisch entledigt und dieses wieder in die Suppe gegeben. Die Hühnersuppe sollte möglichst heiß verzehrt werden.

Der Klassiker: Heiße Zitrone mit Honig
Zum Schluss noch ein echter Klassiker, der jedoch oft unterschätzt wird: Die heiße Zitrone mit Honig. Hierbei handelt es sich um die optimale Kombination, um einerseits die Abwehrkräfte zu stärken, andererseits gereizte Schleimhäute im Hals- und Rachenbereich zu beruhigen und Entzündungen zu lindern. Für die heiße Zitrone pressen Sie zwei Zitronen aus, gießen den Saft mit heißem Wasser auf und geben anschließend einen Esslöffel Honig hinzu. Das Ganze sollte möglichst heiß getrunken werden, idealerweise vor dem Schlafengehen.

Bildnachweis: © sezer66 / shutterstock.com

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