Blasensteieine
Wärme lindert die Schmerzen, die durch die Blasensteine entstehen können - © Oleksandr / stock.adobe.com
Krankheiten

Blasensteine: Ursache, Symptome, Behandlung und Prophylaxe

Blasensteine verursachen Schmerzen, sind jedoch häufig auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen. Manche Menschen sind häufiger betroffen als andere. Glücklicherweise gibt es Maßnahmen, um eine gewisse Prophylaxe zu betreiben.

Tagtäglich durchlaufen unterschiedlichste Substanzen den menschlichen Körper. Einige davon kann er besser auflösen als andere. Wenn sich sogenannte steinbildende Salze aus dem Urin abgrenzen und zusammenschließen, entsteht ein Blasenstein. In diesem Fall wird die sogenannte Löslichkeitsschwelle überschritten.

Je nachdem, aus welchem Salz der Stein besteht, lassen sich folgende voneinander unterscheiden:

  • Struvit-Steine, die aus Magnesium-Ammonium-Phosphat
  • Kalziumoxalatsteine
  • Uratsteine aus Harnsäure
  • Kalziumphosphatsteine
  • Xanthinsteine
  • Zystinsteine

Die wohl am häufigsten auftretende Form der Blasensteine sind die sogenannten Kalziumoxalatsteine. Sie machen alleine einen Anteil von 75 Prozent der Fälle aus.

Was ist die Ursache für die Entstehung von Blasensteinen?

Eine sehr häufige Ursache für die Entstehung von Blasensteinen ist eine schlechte Ernährung. Diese ist häufig mit tierischen Fetten angereichert und enthält viel Eiweiß. Dazu kommen oxalsäurehaltige Lebensmittel, die für die Entstehung von Blasensteinen in Frage kommen.

Typische Lebensmittel, die hier in Frage kommen, sind:

  • Rote Beete
  • Nüsse
  • Kaffee
  • Kakao
  • Spinat

Dazu kommen Substanzen, die in den unterschiedlichsten Nahrungsmitteln enthalten sind. Zu ihnen zählen Ammonium, Phosphat und Calzium. Ebenso können Oxalat und Harnsäure mitverantwortlich sein.

Der menschliche Körper hat für gewöhnlich keine Schwierigkeiten, diese Substanzen aufzulösen. Treten sie jedoch zu gehäuft auf, verbleibt eine gewisse Menge davon im Körper. Diese Reste sammeln sich und bilden mit der Zeit gegebenenfalls Blasensteine.

Ein weiterer Aspekt, der bei der Entstehung von Blasensteinen nicht ausgeklammert werden darf, sind gewisse Risikofaktoren. Hierbei handelt es sich überwiegend um gewisse Lebensumstände oder den Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen. Hier ein paar Beispiele:

  • Flüssigkeitsaufnahme ist zu gering
  • einseitige Ernährung mit zu hohem Anteil an Fleisch und Milchprodukten
  • zu viel Vitamin D3
  • Mangel an Vitamin B6 und Vitamin A
  • Schilddrüsenüberfunktion in der Nebenschilddrüse (hier kommt es zu einem zu hohen Spiegel an Kalzium im Blut)
  • der Körper nimmt zu viel Magnesium auf

Was sind die typischen Symptome von Blasensteinen?

Blasensteine erschweren in erster Linie das Wasserlassen, weil sie die Harnwege blockieren. Die Harnblase wird dadurch ständig gereizt und es kann zu krampfartigen Schmerzen im Unterleib kommen. Dazu kommt ein heftiger Harndrang, obwohl man eigentlich nicht zur Toilette muss. Die Schmerzen sitzen in der Regel oberhalb des Schambeins und strahlen bisweilen sehr stark aus. Wird das Problem nicht behandelt, kommt es dazu, dass sich Blutspuren im Urin abzeichnen.

Allerdings gibt es auch zahlreiche Menschen, die absolut keine Symptome bemerken. Häufig liegt der Stein dann so günstig, dass er die Harnwege nicht blockiert.

Wie werden Blasensteine diagnostiziert?

Um herauszufinden, ob Blasensteine für die vorhandenen Schmerzen verantwortlich sind, wird in erster Linie meist eine Ultraschalluntersuchung gemacht. Bleibt diese ohne Erfolg, zieht der Arzt eine Blasenspiegelung in Erwägung. Im Rahmen dieser kann er die Blasensteine gleich begutachten und beurteilen, welche Therapie er anstrebt.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Zunächst kommt es bei der Therapie immer darauf an, wie groß die Steine sind. Sind sie klein und glatt, unternehmen die meisten Ärzte eine Teekur, um die Steine dazu zu bringen, von selbst abzugehen. Der Patient trinkt während dieser Kur mehrere Liter Tee am Tag.

Zusätzlich erhalten Patienten während dieser Prozedur gewisse Medikamente, welche die Muskeln entspannen und es den Steinen etwas einfacher machen, um abzugehen. Schmerz- und Entzündungshemmer komplettieren diese Art der Therapie.

Eine andere Form der Behandlung kommt dann in Frage, wenn die Steine aus sogenanntem Struvit bestehen. Hier nehmen die Patienten zwar ebenfalls viel Tee zu sich, bekommen jedoch zusätzlich ein Antibiotikum. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Steine mit bestimmten Medikamenten langsam aber sicher aufzulösen.

Als letzte Maßnahme kommt eine Operation in Frage. Hier werden die Steine mit einer Zange entfernt oder aber mit einem Laser aufgespalten. Diese Operation wird im Rahmen einer Blasenspiegelung durchgeführt, so dass meist kein offener Eingriff vonnöten ist.

Ist der Stein jedoch besonders groß – was jedoch nur selten der Fall ist -, muss der Arzt diesen mittels einer richtigen OP entfernen.

Maßnahmen zur Prophylaxe

Sind bereits Blasensteine vorhanden, sollte man stets daran arbeiten, dass es nicht wieder dazu kommt. Hierbei wird in erster Linie angeraten, mehr zu trinken und eine ausgewogene Ernährung anzustreben. Im Rahmen dieser wird auf die risikobehafteten Lebensmittel nicht komplett verzichtet. Der Patient sollte hiervon jedoch nur sehr kleine Mengen zu sich nehmen.

Bezüglich der Flüssigkeitsaufnahme wird von einem Mindestmaß von zweieinhalb Litern pro Tag gesprochen.

Letzten Endes ist es jedoch so, dass es keinen vollständigen Schutz gegen Blasensteine gibt. Zudem manche Menschen eher zu ihrer Entwicklung neigen, als andere.

Gibt es Hausmittel, die man nutzen kann?

Selbstverständlich lassen sich auch so manche Hausmittel gegen die Entstehung von Blasensteinen einsetzen. Hier einmal eine konkrete Liste:

Maistee• lindert die Symptome
• wirkt entzündungshemmend
• entwässert
Kombucha• lindert die Problematiken bei Nieren-, Gallen- und Harnsteinen
warme Bäder• können kurzzeitig eine Linderung herbeiführen
Fenchel• sowohl Tee als auch das Gemüse entwässern
Leitungswasser• als Alternative zu normalem Sprudelwasser
viel Bewegung• hilft dabei, Schadstoffe leichter aus dem Körper abzutransportieren
Reis• entwässernde Wirkung
• drei Mal pro Woche empfohlen
Rosmarintee• täglich zwei Tassen entwässern und helfen beim Abtransport schädlicher Stoffe

Beitragsbild: © Oleksandr / stock.adobe.com

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