Citronensäure Gesundheit
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Ernährung Gesundheit

Zitronensäure: Gesund oder gesundheitsschädlich?

Zitronensäure ist in zahlreichen Lebensmitteln vorhanden. Doch nicht jede Zitronensäure ist wirklich gesund für den Menschen. Welche Unterschiede es gibt und wie sie auf den Körper wirken, erfahren Sie hier.

Citronensäure wird schon seit Längerem gerne dazu eingesetzt, die eigene Gesundheit wie beispielsweise die Immunkräfte durch Vitamin C zu verbessern. So kann das enthaltene Citrat beispielsweise dabei helfen, Kalzium vom Körper besser aufzunehmen oder auch Gicht vorzubeugen, indem der Bildung von Harnsäurekristallen entgegen gewirkt wird. Vorsicht ist allerdings bei künstlich hergestellter Zitronensäure geboten. Die ist nicht ganz so gesund wie echte Citronensäure.

Was ist Citronensäure?

Zitronensäure, oft auch Citronensäure geschrieben, wird schon längst nicht mehr nur durch Früchte gewonnen, wie viele Menschen immer noch denken. Stattdessen werden im Labor meist gentechnisch veränderte Schimmelpilze der Art Aspergillus Niger zusammen mit Glucose dazu verwendet, das Zwischenprodukt Citronensäure aufzufangen und chemisch zu reiner Citronensäure aufzubereiten. Diese reine Citronensäure wird bei Lebensmittel-Angaben als E330 bezeichnet und ist in der Mehrheit der käuflichen Nahrungsmittel enthalten.

Allerdings ist Citronensäure auch kein rein chemisches Produkt: Denn diese entsteht als Zwischenprodukt beim natürlichen Stoffwechsel unseres Körpers und ist damit in jeder einzelnen Zelle vorhanden. Wieso kann Citronensäure also überhaupt als schädlich gewertet oder gar für die Verbesserung der Gesundheit empfohlen werden?

Wieso ist chemisch hergestellte Citronensäure schädlich?

Ob und inwiefern chemisch hergestellte Citronensäure wirklich schädlich für den Menschen ist, ist seit Längerem sehr umstritten – allerdings weist die Citronensäure auch gewisse Eigenschaften auf, deren negative Effekte sich nicht abstreiten lassen. Wichtig zu wissen ist zunächst einmal, dass Citronensäure als E330 in sehr vielen Lebensmitteln zu finden ist, die wir täglich verzehren – daher hängt die Menge der täglich eingenommenen Citronensäure davon ab, wie oft wir diese Nahrungsmittel zu uns nehmen. Beispiele für große Mengen an Citronensäure sind Säfte aller Art, da der Stoff hier für einen leicht säuerlichen Geschmack sorgt – aber auch Frucht-Quetschbeutel, Fruchtbreie, Gummibärchen und andere tägliche Standard-Lebensmittel.

Grundsätzlich wird Citronensäure als unbedenklicher Inhaltsstoff deklariert, da er sich vom Körper problemlos verwerten lässt – jedoch weisen gerade Zahnärzte darauf hin, dass der Konsum von Citronensäure nur in Maßen erfolgen sollte, da diese sonst dem Zahnschmelz schaden kann. So ist es gerade bei Kleinkindern oft der Fall, dass der Zahnschmelz durch das Absenken des pH-Wertes im Mundraum angegriffen und abgebaut wird, sodass typische Vertiefungen im Zahn entstehen und bei Nicht-Beachten und unzureichender Zahnpflege schnell für Karies und damit Löcher im Zahn verantwortlich sind.

Viele Menschen bedenken aber auch, dass Citronensäure aufgrund der Herstellung mit Hilfe von Schimmelpilzen insofern bedenklich ist, dass sie für Allergien sorgen. Zudem vermutet man, dass zu viel Citronensäure wegen der Herstellung durch manipulierte Schimmelpilze Unfruchtbarkeit mit verursachen oder sogar für Frühgeburten verantwortlich sein könnte. Dies ist zwar bisher nicht sicher belegt, dennoch kann es sinnvoll sein, künstlicher Citronensäure so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen.

Wie kann man künstliche Citronensäure vermeiden?

Wer Citronensäure aus dem Labor zur Sicherheit nur in Maßen oder gar kaum verzehren möchte, muss sich die Bezeichnung E330 merken – ist diese in der Liste der Inhaltsstoffe zu finden, enthält das Nahrungsmittel Citronensäure. Steht das E330 dabei mit ganz vorne auf der Liste, ist es sogar in recht hohen Maßen enthalten. Wer beim Einkauf also häufiger mal einen Blick in die Zutatenliste wirft und den Kauf dieser Produkte minimiert, kann im Alltag schon einige Lebensmittel mit künstlicher Citronensäure einsparen.

Auch kann es sinnvoll sein, beim täglichen Verzehr der Lebensmittel immer auch zu prüfen, ob E330 enthalten ist – ist das der Fall, sollte man bewusst darauf achten, die Mengen zu reduzieren und anschließend viel Wasser zu trinken. Das Zähneputzen im Anschluss an den Verzehr sehr Citronensäure-haltiger Lebensmittel ist ebenso wichtig, wenn man verhindern möchte, dass der Zahnschmelz irreversibel angegriffen wird.

» Tipp: Möchte man den leicht sauren Geschmack bei Speisen erhalten, Säfte trinken oder auch Obst, das aufgeschnitten wurde, konservieren, kann man dies sehr gut mit Hilfe echter Zitrussäure tun, die auf natürliche Weise gewonnen wird. Hierfür benötigt man nur Zitrusfrüchte eigener Wahl und eine Zitruspresse. Nach dem gründlichen Waschen der Früchte kann dann das Auspressen erfolgen, sodass man Saft süß-sauerer Art mit Zitrussäure erhält. Dieser lässt sich nun ganz nach Bedarf einsetzen, mit dem Vorteil, dass er weder künstlich gewonnen wurde, noch Konservierungsstoffe oder Farbmittel dabei sind.

Welche Citronensäure kann der Gesundheit etwas Gutes tun?

Citronensäure natürlicher Art kann durchaus dabei helfen, der eigenen Gesundheit Positives mit auf den Weg zu geben. Zwar vollbringt sie keine Wunder, aber sie ist bei den verschiedensten Dingen sehr hilfreich.

  • Eisenaufnahme

    Besteht ein akuter Eisenmangel im Körper, kann dieses durch Tabletten und Pulver nicht immer einfach aufgenommen und verarbeitet werden. Vitamin C aus der Zitrussäure kann dabei helfen, die Aufnahme von Eisen zu verbessern, indem es einfacher in den Blutkreislauf gelangt. Daher sollte Vitamin C auch etwa eine halbe Stunde vor der Eisen-Einnahme erfolgen.

  • Stoffwechselaktivität

    Zitronensäure ist auch dafür bekannt, dem Stoffwechsel auf die Sprünge zu helfen und schneller arbeiten zu lassen. Daher wird die Zitronensäure auch gerne beim Abnehmen verwendet, sowie als Infusion für natürliches Wasser mit Geschmack.

  • Verbesserung des Immunsystems

    Das Vitamin C aus der Citrussäure stärkt ebenfalls das Immunsystem, sodass Erkältungen und Co. besser vorgebeugt werden können und sich Krankheiten schneller und einfacher überstehen lassen. Hierfür wird sogar empfohlen, täglich Vitamin C einzunehmen.

Wie bei allen Lebensmitteln gilt grundsätzlich, dass nahezu alles in Maßen gesund ist – dies ist auch bei der chemisch hergestellten Zitronensäure so. In Maßen verzehrt ist sie unbedenklich, in dauerndem Konsum allerdings kann sie durchaus negative Aspekte zeigen. Daher sollten gerade Kinder ihre Zähne nicht dauernd mit der Citronensäure umspülen, beispielsweise durch dauerhaftes Nuckeln an der Flasche oder einem Frucht-Quetschi.

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