Hautprobleme Baby
Die Babyhaut ist deutlich sensibler als die Haut von Erwachsenen
Baby & Kinder

Hautprobleme beim Baby erkennen und behandeln

Wenn wir an Babys denken, kommt wohl auch der Gedanke an eine samtweiche Haut und rosige Pausbäckchen in den Sinn. Dies entspricht allerdings nur selten der Realität, denn kaum ein Baby hat eine makellose Haut. Die zarte Babyhaut ist nämlich extrem sensibel, da sie im Vergleich zur Haut eines Erwachsenen bis zu fünf mal dünner ist. Die komplette Funktionsfähigkeit der Haut bildet sich erst innerhalb des ersten Lebensjahres aus.

Die häufig vorkommenden Hautveränderungen in den ersten Wochen und Monaten kann man quasi als Anpassungsschwierigkeiten ansehen, sie verschwinden in der Regel bis zum ersten Geburtstag wieder und sind somit kein Grund zur Sorge. Grundsätzlich haben die meisten Babys eine trockene Haut, die entsprechende Pflege und Schutz benötigt. Im Gesicht zeigen sich Hautveränderungen oftmals auch, wenn die erste Beikost eingeführt wird.

Auch wenn die Ursache oft harmlos ist, sollten Eltern wissen, um welche Art von Hautproblem es sich bei ihrem Sprössling handelt. Eventuell leidet das Kind ja auch unter Juckreiz und in manchen Fällen ist tatsächlich ein Besuch beim Arzt angezeigt, damit sich der Zustand nicht verschlechtert oder sich gar ein chronisches Hautproblem daraus entwickelt. Nachfolgend deshalb ein kurzer Überblick über die häufigsten Hautprobleme beim Baby.

Milchschorf

Bei vielen Neugeborenen sind auf der Kopfhaut gelbliche Schuppen zu sehen. Da die Krusten ein wenig an übergekochte Milch erinnern, bekamen sie den Namen Milchschorf. Der Milchschorf ist vollkommen ungefährlich für das Baby, unter Umständen kann er jedoch auch eine Allergie ankündigen.

Der Milchschorf ist auf dem kindlichen Kopf sehr gut zu erkennen. Die Schuppen haben eine gelblich-rötliche Farbe und sehen fettig aus. Normalerweise erscheinen sie nur auf dem Kopf, in einigen Fällen sind sie aber auch im Nacken, an den Augenbrauen oder an den Ohren zu finden. Nicht immer muss es sich dabei um Milchschorf handeln, manchmal hat man es auch mit dem Kopfgneis zu tun, hier muss der Kinderarzt zu Rate gezogen werden.

Der Milchschorf ist nicht schlimm, lediglich der Juckreiz kann die Kleinen quälen. Damit sie sich nicht wundkratzen, sollten Eltern unbedingt darauf achten, dass die Fingernägel schön kurz sind. Ein weiteres Austrocknen der Haut ist zu vermeiden, deshalb sollten die Haare nur selten gewaschen und häufiges Baden vermieden werden. Ganz selten kann sich der Milchschorf entzünden, dann muss ein Arzt konsultiert werden. Man muss die Schuppen auch nicht von der Kopfhaut entfernen, normalerweise sind sie bis zum ersten Geburtstag des Kindes wieder verschwunden.

Die Unterscheidung zwischen Milchschorf und Kopfgneis ist nicht immer ganz einfach, wobei der Kopfgneis noch harmloser ist. In diesem Fall sind die Schuppen weniger hartnäckig, man kann über Nacht einfach etwas Öl auf die Kopfhaut einwirken lassen und die Schuppen dann am nächsten Morgen ganz leicht mit einer Bürste entfernen. Da sich das Baby am Kopfgneis aber überhaupt nicht stört, ist diese Maßnahme eigentlich überflüssig.

Was die Entfernung des Milchschorfs angeht, so sollte man dazu immer den Kinderarzt befragen, bevor man etwas unternimmt. Für die Entfernung verteilt man etwas Öl auf dem Kopf des Babys und lässt dies ein paar Stunden einziehen. Anschließend werden die Haare mit Babyshampoo gewaschen, dann kann man mit einer weichen Bürste die Schuppenschicht sanft entfernen. Ein Abkratzen sollte stets unterbleiben, denn dies könnte zu entzündlichen Reaktionen der Haut führen.

Häufig hört man, dass Babys mit Milchschorf später einmal eine Neurodermitis entwickeln werden, dies ist nicht immer der Fall, Eltern müssen aber durchaus damit rechnen.

Milien

Rund drei bis vier Wochen nach dem Entbindungstermin bekommen viele Babys kleine Pickelchen im Gesicht. Diese so genannten Milien sind vollkommen harmlos, sie werden auch als Grieskörner bezeichnet. Normalerweise bilden diese sich in einem Zeitraum von rund vier Wochen auch von alleine wieder zurück. Sollte dies nicht der Fall sein, ist ein Besuch beim Kinderarzt anzuraten.

Bei den Milien handelt es sich um einen Ausschlag, der allerdings nicht nur bei Neugeborenen vorkommt. Kurz nach der Geburt befinden sich im kindlichen Kreislauf jedoch noch Hormone der Mutter, darauf reagieren die Talgdrüsen mit den kleinen Pickeln.

Der Ausschlag besteht aus vielen weißen Punkten, welche etwa die Größe von Stecknadelköpfen haben. Die Milien, die zwar am ganzen Körper auftreten können, in der Regel aber überwiegend im Gesicht erscheinen, bestehen aus Hornmaterial und erinnern vom Aussehen her an winzige Perlen. Während sich bei der Babyakne größere Flächen bilden, sind von den Milien nur einzelne zu finden.

Milien müssen grundsätzlich nicht behandelt werden, denn sie sind nicht nur vollkommen harmlos, sie bereiten dem Säugling auch keine Beschwerden wie Juckreiz oder Schmerzen. An den Grieskörnern sollte man nicht herumdrücken, man lässt am besten die Hände ganz davon. Genauso wenig muss man die Haut mit einer Creme oder Salbe versorgen.

Neugeborenenakne

In den ersten Wochen nach der Geburt ist die Neugeborenenakne keine seltene Erscheinung. Vor allem im Gesicht zeigen sich flächig viele Pickel, manchmal findet man sie auch auf der Brust. So wie die Milien, verschwindet auch die Neugeborenenakne innerhalb weniger Wochen wieder ganz von selbst. Meist sprießt die Babyakne rund vier Wochen nach der Entbindung, unter Umständen tritt sie aber auch schon wenige Tage nach der Geburt auf. Es handelt sich um weiße, kleine Pusteln, die sich eventuell auch röten können.

Ursache für die Neugeborenenakne sind ebenfalls die mütterlichen Hormone, die sich noch einige Zeit im Blutkreislauf des Säuglings befinden. Viele sind der Meinung, dass die Pickel aufgrund einer Nahrungsmittelunverträglichkeit entstehen, das ist jedoch eine falsche Annahme.

Erwachsene drücken ihre Pickel gerne aus, dies sollte man bei der Babyakne aber tunlichst unterlassen. So schnell wie die Akne aufgetreten ist, so schnell verschwindet sie auch wieder von ganz alleine. Man sollte die Haut am besten ganz in Ruhe lassen, auch keine Pflegeprodukte auf synthetischer Basis oder Zinksalben auftragen. Wenn Eltern die Haut ihres Babys unbedingt eincremen möchten, sollten sie auf ein mildes Produkt mit natürlichen Ölen zurückgreifen, wie zum Beispiel auf eine Creme mit Calendula.

Ist die Neugeborenenakne sehr stark ausgeprägt, können stillende Mütter ein wenig Muttermilch auf die Haut aufbringen. Eine andere Empfehlung von Hebammen ist die Behandlung mit Stiefmütterchentee. Diesen gibt man nach dem Abkühlen auf ein Tuch und tupft damit die betroffenen Hautstellen ab.

Storchenbiss

Fast die Hälfte aller Neugeborenen haben einen so genannten Storchenbiss. Diese rötlichen Flecken findet man in der überwiegenden Zahl der Fälle im Nacken des Kindes, manchmal haben Babys den Storchenbiss aber auch auf der Nasenwurzel, der Stirn oder auf dem Augenlid. Der Begriff entstand dadurch, dass man früher dachte, dass der Storch das Baby im Nacken gepackt und zu den Eltern gebracht hätte.

Auch der Storchenbiss ist absolut harmlos, Ursache für die Hautveränderung ist die Erweiterung eines Gefäßes, so dass die Haut an dieser Stelle stärker durchblutet ist. Der unregelmäßig geformte Fleck mit klarer Umgrenzung stört das Kind in keiner Weise und bildet sich in der Regel bis zum dritten Geburtstag von alleine zurück.

Hitzepickel

Sehr häufig treten bei Babys auch Hitzepickel auf, nämlich dann wenn sich die Ausgänge der Schweißdrüsen verengen. Meistens ist der Ausschlag an den verdeckten Stellen des kindlichen Körpers zu finden, bevorzugt im Windelbereich. Die meisten Eltern haben Angst, dass ihrem Säugling zu kalt ist und ziehen ihn deshalb zu warm an, am überhitzten Körper können sich dann leicht solche Hitzepickel bilden.

Wenn das Baby also stark schwitzt oder wenn es Fieber hat, bilden sich kleine Bläschen, die mit einer durchsichtigen Flüssigkeit gefüllt sind. An sich ist der Hautausschlag vollkommen harmlos, das Kind wird aber sicher unter Juckreiz leiden. Eine Behandlung kann mit Mitteln erfolgen, welche die Haut leicht austrocknen, wie zum Beispiel eine Zinksalbe oder Puder. Eltern sollten ihr Baby jedoch nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt behandeln. Wichtig wäre auch, dass das Kind nur luftige Kleidung trägt, die nicht einengt. Einen Termin beim Kinderarzt sollte man machen, falls der Ausschlag nach ein paar Tagen immer noch da ist, oder falls das Kind sich stark kratzt.

Blutschwamm

Eine weitere ungefährliche Hautveränderung ist der Blutschwamm, den etwa drei Prozent aller Neugeborenen aufweisen, bei Frühchen ist die Rate etwas höher. In den meisten Fällen bildet sich der Blutschwamm auch wieder von selbst zurück, eine Behandlung ist also nicht notwendig. Dennoch sollte man den Kinderarzt im Rahmen der Vorsorgeuntersuchen immer mal einen Blick darauf werfen lassen.

Medizinisch wird der Blutschwamm als Hämangiom bezeichnet. Es handelt sich um eine Fehlbildung von Blutgefäßen, die jedoch immer gutartig ist. Das Kind leidet auch nicht darunter, denn die Geschwulst verursacht keinerlei Schmerzen. In etwa dreiviertel der Fälle bildet sich der Blutschwamm während der ersten Lebenswochen, nur ein Drittel der Babys wird bereits damit geboren. Auffällig ist, dass Mädchen wesentlich häufiger davon betroffen sind. Meist zeigt sich die Hautveränderung im Bereich des Kopfes und des Halses.

Der Blutschwamm kann ein ganz unterschiedliches Aussehen haben was Form, Färbung und Größe angeht. Normalerweise ist das deutlich abgegrenzte Schwämmchen dunkelrot oder leicht bläulich gefärbt. Am Anfang ist bei vielen Neugeborenen nur ein ganz kleiner Punkt zu sehen, er wird deshalb häufig für ein Muttermal gehalten. Allerdings verändert sich der Blutschwamm zusehends in Größe und Form, er bildet sich aber auch von alleine zurück, wenn das Kind zwischen 12 und 18 Monaten alt ist, deshalb ist eine Behandlung normalerweise nicht notwendig.

Der Kinderarzt wird bei den Vorsorgeuntersuchungen ohnehin immer auf den Blutschwamm achten. Sollte er sich zwischen den Terminen auffällig verändern, sollten Eltern vorsichtshalber den Arzt konsultieren. Wenn der Blutschwamm später verschwunden ist, kann es sein, dass Flecken an dieser Stelle verbleiben.

In der Regel muss ein Blutschwamm nicht entfernt werden, Eltern sollten ihn aber immer im Auge behalten. Falls sich der Blutschwamm im Gesicht befindet, kann ein Eingriff unter Umständen jedoch Sinn machen, damit das Kind später nicht darunter leiden muss.

Nesselsucht

Bei der Nesselsucht handelt es sich um eine allergische Reaktion des Körpers auf gewisse Substanzen. Das können neben Nahrungsmitteln zum Beispiel auch Tierhaare, Pflanzen oder Arzneimittel sein. Die roten Quaddeln erscheinen von einem Augenblick auf den anderen an verschiedenen Körperstellen und werden von mehr oder weniger starkem Juckreiz begleitet. Während die akute Nesselsucht sich von alleine zurückbildet, gibt es aber auch die chronische Form der Nesselsucht.

Manchmal befällt die Nesselsucht nur bestimmte Stellen des Körpers, sie kann sich jedoch durchaus auch über den ganzen Körper ausbreiten. So lange es sich nur um einen Ausschlag handelt, ist dies kein Grund zur Sorge, nur wenn sich noch eine Schwellung der Zunge oder Atemnot dazu gesellen, steht ein Besuch beim Kinderarzt an.

Die roten Flecken haben etwa die Größe einer 2-Euro-Münze, in vielen Fällen bildet sich ein großflächiger Ausschlag, indem die Flecken zusammenfließen. Die Nesselsucht ist nicht gefährlich, lediglich der Juckreiz kann für das Kind zur Qual werden. Eltern können diesen lindern, indem sie die Haut an den betroffenen Stellen kühlen.

Häufig ist der Ausschlag bis zum nächsten Tag weg, manchmal bilden sich dann aber neue Quaddeln. Die Hautreaktion klingt jedoch in den kommenden Tagen komplett ab, ohne dass es gesundheitliche Folgen hat. Nur wenn keine Rückbildung erfolgt oder Mund und Augen befallen sind, muss man einen Arzt konsultieren.

Soor

Beim so genannten Soor handelt es sich um eine Pilzinfektion, die im Mundraum beginnt. Im weiteren Verlauf kann sie auch den Magen-Darm-Trakt und schließlich den Windelbereich befallen. Wenn das Baby gestillt wird, aus der Flasche trinkt oder am Schnuller nuckelt, kann dies unter Umständen mit Schmerzen verbunden sein, ansonsten ist die Infektion aber unproblematisch und harmlos.

Die Infektion hat ihren Ursprung immer im Mund, dort zeigen sich meist an den Innenseiten der Wangen die typischen weißen Flecken, optisch erinnern sie an Reste von Milch. Über den Verdauungstrakt erreichen die Erreger schließlich den Po und verursachen dann den sogenannten Windelsoor, den man an roten, schuppenden Flecken erkennt.

Nach der Entbindung findet im Organismus des Kindes eine Hormonumstellung statt, in der Folge können sich die im Körper befindlichen Hefepilze rasant vermehren und eine entsprechende Infektion auslösen. Falls Eltern eine solche feststellen oder der Säugling beim Trinken oft weint, sollte man zum Kinderarzt gehen. Medikamentös können die Schmerzen gelindert werden, zusätzlich werden häufig Salben verordnet.

Windeldermatitis

Ein wunder Po ist bei Säuglingen keine Seltenheit, medizinisch wird dies als Windeldermatitis bezeichnet. Die Haut ist in diesem Fall im Windelbereich entzündet, eine mögliche Komplikation wäre die Entwicklung eines Windelsoors, also einer Pilzinfektion. Die Ursachen für diese Hautreaktion können sehr unterschiedlich sein, meist sind es Stoffe im Stuhl oder Urin, welche die sensible Babyhaut reizen.

In vielen Fällen ist der Grund aber auch eine mangelnde oder übertriebene Pflege in diesem Bereich. Ein zu seltenes Wechseln der Windeln oder die übermäßige Verwendung von Reinigungs- und Pflegeprodukte im Windelbereich sind grundsätzlich nicht gut. Oftmals tritt eine Windeldermatitis auch als Folge von Durchfall auf. Für Eltern ist es in diesem Fall unheimlich schwierig, den Windelbereich trocken zu halten. Außerdem ist der Stuhlgang bei Durchfall auch wesentlich aggressiver. Auch bestimmte scharfe oder säurehaltigen Lebensmittel machen einigen Kindern zu schaffen und können einen Windelausschlag begünstigen.

Im Bereich des Pos und der Genitalien ist die Haut bei einer solchen Dermatitis gerötet und auch etwas aufgequollen. Manchmal entwickeln sich auch Pusteln und offene Stellen, das Baby leidet unter Brennen und Juckreiz. Wenn die entzündliche Reaktion sehr stark ausgeprägt ist, kann sich der Ausschlag auch weiter zum Bauch und den Innenseiten der Oberschenkel ausbreiten.

Das Kind kann unter einer Windeldermatitis sehr stark leiden und ist häufig sehr weinerlich und schreit viel. Eltern sollten die Windeln nun in kürzeren Abständen wechseln und die Haut nur mit warmem Wasser oder mildem Öl reinigen. Nach der Reinigung muss die Haut erst ganz trocken sein, bevor die frische Windel angezogen wird. Unter Umständen macht auch der Einsatz einer Wundschutzcreme Sinn, denn sie lindert Entzündungen, trocknet nässende Stellen und schützt die Haut vor Feuchtigkeit.

Mongolenflecken

Bei Neugeborenen findet man am Gesäß und am Rücken häufiger Muttermale mit einer blau-grauen Färbung, die so genannten Mongolenflecken. Auch diese Flecken sind kein Grund zur Besorgnis, denn es haben sich lediglich Pigmentzellen aus dem tieferliegenden Gewebe an der Hautoberfläche angesammelt, dies geschah bereits im Mutterleib.

Da fast ausschließlich Kinder mit einer dunkleren Haut davon betroffen sind, hat man dieser Hautveränderung den Namen Mongolenflecken gegeben. Normalerweise sollten die harmlosen Flecken bis zur Pubertät wieder verschwunden sein.

In den meisten Fällen treten die Mongolenflecken am Steißbein in Erscheinung, sie weisen keine scharfe Begrenzung auf. Die Größe der Flecken kann extrem variieren, von der Größe einer Erbse bis zu der eines Handtellers ist alles möglich. Bis zum zweiten Lebensjahr hat der Fleck seine endgültige Größe erreicht, in den kommenden fünf Jahren bildet er sich meist wieder zurück. Die Mongolenflecken sind kein Hinweis auf eine Erkrankung und verursachen auch keine Beschwerden, so dass auch keine Behandlung angezeigt ist.

Neugeborenenexanthem

Beim Neugeborenenexanthem handelt es sich um eine Hautrötung, die normalerweise den kompletten Körper des Babys befällt, lediglich die Fußsohlen und Handinnenflächen bleiben verschont. Fast die Hälfte aller Babys entwickeln kurz nach der Entbindung einen solchen Ausschlag, der auch mit der Bildung von Pusteln oder Knötchen einhergehen kann. Nur wenige Kinder kommen bereits damit auf die Welt, bei Frühgeborenen tritt die Hautveränderung fast nie auf. Das Neugeborenenexanthem ist nicht gefährlich und klingt nach wenigen Wochen wieder ab.

Die Pusteln haben eine Größe von bis zu drei Millimetern und sind teilweise mit Eiter gefüllt, dabei können sie auch in Gruppen auftreten. Häufig fängt der Ausschlag im Gesicht an und breitet sich dann über den restlichen Körper aus. Der Säugling leidet nicht unter dem Exanthem, die Körpertemperatur ist oft nur leicht erhöht. Die Hauterscheinung ist der Neugeborenenakne sehr ähnlich, deshalb sollte ein Arzt zur Abklärung konsultiert werden.

Nachdem das Baby im Bauch der Mutter geschützt war, wird es nach der Entbindung mit vielen verschiedenen Mikroorganismen konfrontiert, die sich auf der Haut ansiedeln. Obwohl das Neugeborenenexanthem bereits seit vielen Jahrhunderten bekannt ist, sind die Ursachen bis heute unklar. Mittlerweile geht man davon aus, dass es eine Abwehrreaktion des Immunsystems ist.

Eine Behandlung es Exanthems muss nicht erfolgen, in den meisten Fällen verschwindet es innerhalb von zwei Wochen wieder. Auf keinen Fall darf man die Pusteln aufkratzen oder ausdrücken, sonst können Entzündungen und Narben entstehen. Da viele Hautausschläge dem Exanthem vom Erscheinungsbild her sehr ähneln, sollte man immer den Kinderarzt aufsuchen.

Bildnachweis: © Africa Studio (432869374) / shutterstock.com

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