Prick-Test
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Krankheiten

Prick-Test: Was ist das und wozu dient er?

Kommt es bei einem Menschen zu allergischen Reaktionen, wird in der Regel ein sogenannter Prick-Test durchgeführt. Er trägt dazu bei, die allergenen Substanzen zu identifizieren, die zur jeweiligen Reaktion des Patienten führen.

Ein Prick-Test wird immer dann durchgeführt, wenn der Verdacht besteht, dass man eine Allergie gegen einen bestimmten Stoff entwickelt hat. Die wohl häufigsten Ursachen für die Entstehung einer Allergie sind:

  • Pollen (Gräser, Bäume und andere Gewächse)
  • Hausstaubmilben
  • Tierhaare oder -schuppen
  • Schimmelpilze
  • Nahrungsmittel

In jeder Kategorie gibt es unterschiedlichste Allergene, die man allesamt in einen Prick-Test mit einbeziehen kann. Besteht bereits bei der Konsultierung des Arztes der Verdacht, man könne zum Beispiel gegen bestimmte Nahrungsmittel allergisch sein, bindet er genau diese Allergene in den Prick-Test mit ein.

Prick-Test: Durchgeführung

Für gewöhnlich führt ein Allergologe oder Hautarzt einen Prick-Test durch. Das Vorgehen ist immer dasselbe und enthält die folgenden Schritte:

  • Schritt 1:
    Zunächst wird eine geeignete Stelle für den Prick-Test vorbereitet. In der Regel handelt es sich hierbei um die Innenseite des Unterarms. Alternativ kommen auch andere Körperstellen in Frage. Hier zeichnet der Arzt ein Gitter auf, die Zellen werden einzeln durchnummeriert.
  • Schritt 2:
    Im Anschluss gibt der Arzt verschiedene allergenhaltige Substanzen auf die Haut. Außerdem gibt er zur Kontrolle eine wässrige histaminhaltige Lösung auf die Haut.
  • Schritt 3:
    Im Anschluss wird der Arzt die jeweiligen Stellen mit einer Lanzette, also einer Klinge, anritzen. So gelangt die aufgetropfte Substanz in die Haut und kommt mit den Abwehrzellen in Berührung. Wichtig ist, dass für jedes Feld eine frische Lanzette verwendet wird, da sonst das Ergebnis verfälscht wird.
  • Schritt 4:
    Nun wartet der Patient etwa 15 bis 20 Minuten ab, damit sich – sofern eine Allergie vorhanden ist – eine Reaktion entwickeln kann.
  • Schritt 5:
    Ist eine der Stellen empfindlich gegen den aufgetropften Stoff, rötet sich entweder die Haut oder bildet Quaddeln. Viele Patienten bemerken außerdem einen Juckreiz, der ebenfalls ein Indiz für eine Unverträglichkeit oder Allergie ist.

Auswertung des Prick-Tests

Im Anschluss an den Test findet in der Regel ein Gespräch mit dem Allergologen statt. Dieser bewertet, wie schlimm die Allergie ist und vor allem, ob man etwas dagegen unternehmen kann oder muss.

Die Diagnosestellung erfolgt in der Regel im Zuge der allgemeinen Voraussetzungen. Nur weil sich die Haut in einem bestimmten Feld des Gitters gerötet hat, deutet das nicht unmittelbar auf eine Allergie hin. Reagierte der Patient jedoch bereits früher auf den entsprechenden Stoff mit gesundheitlichen Problemen, erhärtet der Prick-Test in diesem Fall jedoch den Verdacht.

In der Regel sind Allergologen auch in der Lage dazu, die Ausprägung der Allergie zu kategorisieren. Denn je nach Größe und Stärke der entstandenen Reaktion ist es durchaus möglich festzustellen, wie schlimm es um die jeweilige Allergie steht.

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