Aknenarben kaschieren
Aknenarben sind für viele ein Makel
Beauty

Aknenarben kaschieren – Mit diesen 8 Tipps klappt’s

Nicht an jedem geht die Pubertät spurlos vorbei. Bei vielen bleiben unschöne Aknenarben zurück. Doch keine Angst, die lassen sich gut kaschieren.

Besonders in der Pubertät tritt Akne gehäuft auf. Das Gute: häufig heilt sie komplett aus. Viele von uns tragen aber leider auch Aknenarben als bleibende Schäden davon. Bei ungünstigem Verlauf der Krankheit können die Narben das Hautbild sichtbar schädigen und zu einer Belastung für den Betroffenen werden, denn bleibende Narben im Gesichtsbereich schmälern Selbstbewusstsein und Lebensqualität.

Welche Formen von Aknenarben gibt es?

Aknenarben können sich unterschiedlich äußern und in ihrer Form, Farbe und Ausprägung voneinander abweichen. Im Allgemeinen lassen sich zwei Arten von Aknenarben unterscheiden.

atrophe Narbenhypertrophe Narben
erscheinen eingesunken und tiefer liegendwölben sich nach oben
entstanden durch Gewebeverlust bei der Wundheilungentstehen durch Überproduktion an neuem Gewebe
ähneln einem eingestanzten Loch und werden auch "Eispickelnarben" genanntNarben wirken dick und wulstig

Woran sind Aknenarben zu erkennen?

Eine Aknenarbe hebt sich deutlich von der übrigen Hautstruktur ab, kann also eigentlich nicht übersehen werden. Aknenarben sind zudem nicht in der Lage, Schweiß- oder Talgdrüsen neu zu bilden. An diesen Hautstellen können auch keine Haare mehr wachsen. Die Haut verliert zudem ihre Elastizität und wirkt verhärtet. Die Narben ziehen sich dabei in sich zusammen. Das Narbengewebe wird obendrein nur gering durchblutet und mit Feuchtigkeit versorgt.

So lassen sich Aknenarben kaschieren

Tipp 1 – Aknenarben mit Cremes behandeln

Möchten Sie etwas gegen Ihre Aknenarben tun, dann gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: die professionelle Behandlung oder das Kaschieren der unschönen Hautpartien. Damit die Haut besser durchblutet wird, bietet sich die Verwendung von Gel oder Salbe an. Damit können Sie erreichen, dass das Narbengewebe besser mit Feuchtigkeit versorgt und somit geschmeidiger wird. Achten Sie bei den Cremes auf folgende Inhaltsstoffe:

  • Dexpanthenol
  • Allantoin
  • Heparin
  • Zwiebelextrakt

Wenden Sie die Cremes regelmäßig an, dann lassen sich die Aknenarben meist deutlich abschwächen. Am besten lassen sich hypertrophe Aknenarben damit behandeln.

Tipp 2 – Aknenarben mit Mikrodermabrasion abtragen

Bei besonders auffälligen Aknenarben, die sich nur schwer kaschieren lassen, bietet sich diese sanfte Form der Hautabtragung an. Bei der Mikrodermabrasion werden die oberen Hautpartien mittels kleiner Kristalle abgeschliffen. Die Behandlungen führen Kosmetikerinnen durch. Die Mikrodermabrasion gilt als sanfte Methode. Mit Schmerzen oder Komplikationen müssen Sie also nicht rechnen.

Tipp 3 – Laserbehandlungen gegen Aknenarben

Werden Aknenarben mit Laser behandelt, dann können diese durch die intensive Lichteinwirkung vollständig entfernt werden. Laserbehandlungen sollten jedoch stets von einem Fachmann durchgeführt werden. Bei unsachgemäßem Gebrauch kann es zu Verletzungen umliegender Hautpartien kommen. Nähere Informationen über Laserbehandlungen bei Aknenarben erhalten Sie hier.

Tipp 4 – Aknenarben durch Injektionen kaschieren

Eine Behandlung der Aknenarben ist auch mittels Injektionen möglich. Bei hypertrophen Narben soll das unterspritzte Kortison dafür sorgen, das sich das aufgewölbte Narbengewebe reduziert. Kollagen kommt bei atrophen Narben zum Einsatz. Die Hautvertiefungen werden damit aufgefüllt, was die Narben deutlich abschwächt. Allerdings nimmt der Körper das Kollagen nach und nach auf und es handelt sich somit nicht um eine dauerhafte Lösung.

Tipp 5 – Hausmittel gegen Aknenarben

Auch die Hausapotheke bietet einige Möglichkeiten, um Aknenarben zu behandeln und damit weniger in Erscheinung treten zu lassen. Es bietet sich an, die Narben abends für das Schlafengehen mit folgenden Mitteln zu versorgen. Die Produkte werden aufgetragen und leicht einmassiert. Über Nacht wirken die Stoffe auf die Haut ein und können das Hautbild daher recht nachhaltig positiv beeinflussen. Folgende Hausmittel können wir empfehlen:

  • Schwarzkümmelöl
  • Zinksalbe
  • Brennnesseltee
  • Buttermilch

Nähere Informationen dazu erhalten Sie in unserem Artikel 5 Hausmittel gegen Aknenarben.

Tipp 6 – Aknenarben mit Zitronensaft aufhellen

Eine natürliche Möglichkeit, besonders auffällige Aknenarben zu kaschieren, ist die Aufhellung mit Hilfe von Zitronensaft. Die Säure des Saftes kann dunkle Narben blasser erscheinen lassen und versorgt die Haut zusätzlich mit Vitaminen. Dazu müssen Sie den frisch gepresste Zitronensaft mit einem Tupfer direkt auf die Narben auftragen. Ist der Saft auf der Haut getrocknet, können Sie ihn abwaschen. Alternativ dazu eignet sich auch Limettensaft oder Apfelessig.

Wichtig: Ihre Haut wird nach der Behandlung besonders sensibel auf Sonneneinstrahlung reagieren. Achten Sie daher darauf, den Zitronensaft gründlich abzuwaschen, bevor Sie Ihr Gesicht der Sonne aussetzen.

Tipp 7 – Aknenarben mit Make-Up kaschieren

Um ein gleichmäßigeres Hautbild zu erzielen und besonders wenige auffällige Aknenarben zum Verschwinden zu bringen, können Sie auch selbst Hand anlegen und zwar mit dem richtigen Make-Up. Zunächst bietet es sich dabei an, eine Bräunungslotion aufzutragen. Diese gleicht Farbunterschiede im Hautbild aus und schafft einen gleichmäßigen Teint.

Anschließend geht es an das Auftragen des Make-Up’s. Bestens zum Kaschieren von Aknenarben geeignet ist z.B. Camouflage Make-Up. Dieses Korrektur-Make-Up besitzt eine besonders hohe Pigmentierung und deckt sehr gut. Erscheinen die Narben eher rötlich, dann sollten Sie sie mit Grün abdecken. Grün gilt nämlich als Komplementärfarbe zu Rot. Dies ist ein Begriff aus der Farbenlehre, welcher besagt, dass beide Farben, wenn sie gemischt werden, einen neutralen Grauton ergeben. Die nun bereits deutlich abgeschwächten Narben können Sie anschließend ganz normal überschminken. Abschließend können Sie das Make-Up mit Puder fixieren.

Für das Make-Up sollten Sie sich etwas Zeit nehmen. Tragen Sie es am besten in Schichten auf. Beginnen Sie mit einer Feuchtigkeitscreme. Anschließend folgt die Abdeckcreme und dann können Sie die Grundierung auftragen. Bei besonders ausgeprägten Narben bieten sich wasserfreie Grundierungen an. Diese halten länger und besitzen eine höhere Deckkraft. Damit das Make-Up nicht allzu künstlich wirkt, sollte die Farbe dem Hautton weitgehend entsprechen. Wer hier nicht das passende Produkt findet, kann sich in den Kosmetikabteilungen der Kaufhäuser die Farbe auch oftmals individuell anmischen lassen.

Tipp 8 – Permanent-Make-Up gegen Aknenarben

Sich täglich wie beschrieben zu schminken, ist recht zeitaufwendig. Wer sich diese Prozedur ersparen möchte, kann über ein Permanent-Make-Up nachdenken. Frische Narben sollten allerdings nicht mit einem Permanent-Make-Up versorgt werden. Besonders Narben um die Mundpartie herum lassen sich mit dieser Methode sehr gut kaschieren. Dafür wird für die Narben auf der Gesichtshaut ein hautfarbener Ton ausgewählt, so dass sie nach dem Make-Up-Auftrag in der Regel nicht mehr sichtbar sind. Einziges Problem: Ein Permanent-Make-Up hält nur etwa zwei Jahre und kostet 300 bis 800 Euro.

Bildquelle: © rukxstockphoto – Fotolia.com

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