Hornhaut Füße
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Hornhaut an den Füßen – diese Maßnahmen helfen!

Hornhaut an den Füßen ist nicht zwingend gesundheitsschädlich, aber aus kosmetischer Sicht unschön. Wie erklären, wie Sie die Hornschicht wieder loswerden.

Den ganzen Tag auf den Beinen, in viel zu engen Schuhen – unsere Füße brauchen ein dickes Fell. Noch dazu wird zwar Gesicht und Händen jede Menge Aufmerksamkeit geschenkt, die Füße dagegen werden häufig vernachlässigt. Sie lassen sich nicht alles gefallen und beginnen sich entsprechend zu schützen, es entsteht Hornhaut. Nun fragen Sie sich sicher, wie Sie die unschönen Verdickungen an Ferse oder Zehen möglichst schnell wieder loswerden. Die folgenden Tipps und Ratschläge können Ihnen dabei helfen, mehr über Hornhaut zu erfahren und die ungeliebte Hornschicht gezielt zu behandeln.

Hornhaut ist wichtig

Für Sie ist Hornhaut sicher in erster Linie störend und unattraktiv, doch Hornhaut kann für unseren Körper auch ausgesprochen wichtig sein. Der Fuß hat sich eine Schutzschicht aufgebaut, welche die dünne Haut vor dem Eindringen von Keimen und Bakterien bewahrt.

Hornhaut entsteht, wenn zuviel Druck auf den Fuß ausgeübt wird. Somit schützt sich der Körper damit auch vor einer mechanischen Belastung. Nicht zuletzt wird der Körper durch die Bildung von Hornhaut vor Wassereinlagerungen geschützt und auch der Austrocknung der Haut wirkt die Hornhaut entgegen.

» Hinweis: Jeder Hautbereich kann bei entsprechender Belastung Hornhaut ausbilden.

Wenn Hornhaut krank macht

Kommt es zu einer Überproduktion von Hornhaut, besteht durchaus Handlungsbedarf. Verdickte Hornhaut kann zu Vernarbungen und Entzündungen der Haut führen. Es entstehen unschöne Hautschwielen. Der bekannteste Vertreter dieser Art von Hautveränderungen ist wohl das Hühnerauge. Hühneraugen sind Hornhautwucherungen, welche mittig einen gelblichen Hornkeil aufweisen, der als Auge bezeichnet wird. Dieser Hornkeil kann bei Druck und Berührung zu Schmerzen führen.

Wann muss Hornhaut entfernt werden?

Sie werden nun vielleicht antworten: Sofort! Hornhaut ist Ihnen ein Dorn im Auge, allerdings im Normalfall lediglich ein kosmetisches Problem, anstatt eine wirkliche Gefahr für die Gesundheit. Verstehen Sie die Hornhaut als natürlichen Schutzmechanismus der Haut, ist nichts dagegen einzuwenden.

Schmerzen die verhornten Hautstellen allerdings, sind druckempfindliche Hühneraugen entstanden oder geht die Hornhaut mit Hautrissen daher, dann sollte Hornhaut in jedem Fall abgetragen werden.

» Hinweis: Die Hornhautentfernung verlangt etwas Geduld, einmalige Anwendungen der genannten Maßnahmen werden in der Regel nicht ausreichen. Bis eine wenige Millimeter dicke Hornhautschicht entstanden ist, vergehen mehrere Wochen. Diese Zeit sollte auch für deren Verschwinden eingeplant werden.

10 Methoden zur Hornhautentfernung

❶ Hornhaut einfach wegrubbeln

Bei Hornhaut handelt es sich um verhornte Hautstellen. Diese können mit Hilfe eines Peelings nach und nach abgetragen werden. Ein wirkungsvolles Peeling für die Füße können Sie sich selbst herstellen. Mischen Sie hierzu einfach grobkörniges Salz oder Zucker mit einigen Spritzern Olivenöl und rubbeln mit dieser Masse über die Hornhaut.

» Tipp: Vor der Anwendung des Peelings ist die Haut gründlich zu reinigen, damit keine Keime und Bakterien in die Haut gelangen.

Rubbeln Sie einige Minuten über die verhornte Haut und massieren Sie dabei leicht ihre Füße. Nach der Anwendung wird das Peeling abgespült. Die Füße werden abgetrocknet und eingecremt. Peelings beugen auch dem Auftreten von Hornhaut vor.

❷ Mundwasser hilft auch den Füßen

Es mag vielleicht paradox klingen, aber viele Anwender schwören auf diese Methode. Probieren Sie es einfach aus! Geben Sie dazu Mundwasser, Essig und Wasser zu gleichen Teilen in eine Schüssel und baden Sie Ihre Füße etwa eine Viertelstunde in dieser Lösung.

» Tipp: Verwenden Sie farbloses Mundwasser, um Verfärbungen an den Füßen zu vermeiden.

Nach der Einwirkzeit trocknen Sie Ihre Füße ab. Nun kann die Hornhaut leicht abgerubbelt werden, zum Beispiel mit einem Peelinghandschuh. Das Mundwasser löst die abgestorbenen Hautzellen, ein positiver Nebeneffekt ist das von der im Mundwasser enthaltenen Minze ausgehende Frischegefühl. Die Füße werden zart und erscheinen professionell gepflegt.

❸ Baden in Apfelessig

Hornhaut lässt sich auch sehr gut in einem Fußbad aus Apfelessig und Glycerin aufweichen. Geben Sie auf einen halben Liter Apfelessig zehn Milliliter Glycerin. Die Füße etwa 15 Minuten darin baden und anschließend die Hornhaut mit Schwamm oder Bimsstein sanft wegrubbeln. Nach der Behandlung pflegen Sie ihre Füße mit einigen Tropfen Pflanzenöl.

❹ Bimsstein bei leichten Verhornungen

Bei leichten Verhornungen können Sie auf Bimsstein zurückgreifen. Bimssteine und Hornhautschwämme werden meist aus Muschelkalk und Muschelschalen hergestellt. Hygienischer als natürliche Bimssteine sind synthetische Produkte.

❺ Der Hornhauthobel für Mutige

Der Hornhauthobel ist lediglich eine Option für mutige Anwender. Besonders wirkungsvoll zeigen sich die Geräte bei dickeren Hornhautschichten, allerdings erweisen sie sich auch als gefährlich. Diese Hobel besitzen eine scharfe Klinge, welche tief ins Fleisch schneiden kann.

» Tipp: Diabetiker dürfen keine Hornhauthobel nutzen. Die Verletzungsgefahr wäre zu groß.

Für den Umgang mit dem Hornhauthobel wird einiges an Fingerspitzengefühl benötigt. Während der Behandlung dürfen keine Schmerzen auftreten. Bilden sich durch unsachgemäßen Umgang Wunden, ist dies nicht nur unangenehm, sondern für die Hornhaut selbst auch kontraproduktiv. Ist die Haut verletzt, setzt sie alles daran, sich zu schützen und letztlich wird schneller und vermehrt neue Hornhaut gebildet.

❻ Inspektion im Schuhschrank

Erscheint die Hornhaut ohne ersichtlichen Grund besonders hartnäckig, könnte der kritische Blick in den Schuhschrank die Lösung bringen. Sind die Schuhe zu eng, kommt es beim Tragen permanent zu Hautreibungen. An den gereizten Stellen bildet sich Hornhaut.

Bequemes Schuhwerk schützt nachhaltig vor Hornhaut. Kaufen Sie die Schuhe nicht zu eng, damit den Zehen genügend Spielraum geboten wird. Auch an der Ferse sollte sich ein angenehmes Tragegefühl einstellen.

❼ Abspecken für die Fußgesundheit

Ein paar Pfunde zuviel? Auch hier könnte die Ursache für Hornhaut zu suchen sein. Es kann also nicht schaden, abzuspecken. Sie dienen damit nicht nur Ihrer Gesundheit, sondern entlasten auch Ihre Füße. Durch eine falsche Körperhaltung, die nicht selten von Übergewicht und einem entstehenden Hohlkreuz ausgelöst wird, kann es zu Fehlstellungen des Fußes kommen. An den Stellen, auf denen der Druck am meisten lastet, bildet sich Hornhaut. Abnehmen sollten Sie sich zum Pflichtprogramm machen. Auf dem Weg dorthin helfen, vom Spezialisten angefertigte, Einlagen, die Füße an den betreffenden Stellen zu entlasten.

❽ Barfuss unterwegs

Raus aus den viel zu engen Schuhen! Ihre Füße atmen auf. Am besten entledigen Sie sich auch der synthetischen Socken, welche die Haut schwitzen lassen. Lassen Sie Ihre Füße aufatmen und laufen Sie gelegentlich barfuss. Dies entlastet die Füße, trainiert ihre Gelenke und regt die Reflexzonen Ihrer Füße an.

❾ Behandlung mit Salizylsäure

Fragen Sie in der Apotheke nach Präparaten mit Salizylsäure. Ist die Haut durch häufiges Rubbeln und Reiben gereizt, kann dieser Wirkstoff Entzündungen verhindern und die Haut vor dem Eindringen von Keimen und Bakterien schützen.

» Tipp: Ab einer Konzentration von 5% besitzt Salizylsäure eine hornlösende Wirkung.

Hühneraugen können gezielt mit Präparaten behandelt werden, welche eine Salizylsäure-Konzentration von 10% aufweisen. Das Mittel ist direkt auf die betroffene Stelle aufzutragen. Umliegende Hautbereiche sind auszusparen, da das Präparat zu Hautreizungen führen kann.

❿ Harnstoff gegen Hornhaut

Hornhaut lässt sich gut mit Pflegemitteln behandeln, welche Harnstoff enthalten. Urea spendet den Hautzellen Feuchtigkeit und erhöht die Speicherfähigkeit der Zellen. Um gezielt gegen Hornhaut wirken zu können, müssen die Cremes mindestens 40% Harnstoff enthalten.

Als hornlösende Substanzen sind weiterhin bekannt:

Wann sollte man zum Arzt?

Die beschriebenen Methoden sind gegen eine normale Hornhautbildung recht effektiv. Ist die Verhornung dagegen stark ausgeprägt und die beschriebenen Anwendungen bleiben wirkungslos, sollte man sich an einen Hautarzt wenden. Dabei gilt es die Ursache für die Verhornung herauszufinden und ggf. auszuschalten. Auch wenn die Hornhaut schmerzt und sich entzündet, ist ein Arztbesuch ratsam.

Die Pflege danach

Unsere Füße werden allgemein vernachlässigt. Die Behandlung der Hornhaut sollte nicht die einzige Streicheleinheit bleiben, die wir unseren Füßen gönnen. Nehmen Sie sich Zeit für ein Fußbad. Entspannen Sie die Füße mehrmals die Woche in einem Bad aus Salz und pflegenden Ölen. Durch ein Fußbad wird die Haut auf die folgenden Pflegemaßnahmen besser vorbereitet. So können Cremes und Lotionen viel besser einziehen.

Tipp: Baden Sie nicht länger als 15 Minuten. Diabetiker sollten das Fußbad bereits nach fünf Minuten beenden. Es entsteht ansonsten schrumpelige Haut, welche leicht reißen kann.

Sie haben den Kampf gegen die Hornhaut gewonnen? Dann braucht die zarte Haut besonders viel Pflege. Nutzen Sie eine Feuchtigkeitscreme, bevorzugt mit Urea-Anteil. Dies beugt der Neubildung von Hornhaut vor. Auch pflegende Masken bekommen den Füßen. Besonders intensiv lassen sie ich verwöhnen, wenn Sie die Maske auftragen, Socken darüber ziehen und die Pflege über Nacht einwirken lassen.

Beitragsbild: © Anneke – Fotolia.com

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