Schwangerschaftsanzeichen
Nicht bei allen Frauen treten die typischen Schwangerschafts­anzeichen auf
Schwangerschaft

Schwangerschaftsanzeichen – Typische Symptome der Schwangerschaft

Ein positiver Schwangerschaftstest bringt Klarheit darüber, ob eine Frau tatsächlich ein Kind erwartet und ihr viele aufregende Wochen bevorstehen. Doch viele Frauen bemerken schon einige Zeit früher, dass sich etwas verändert hat und sie womöglich schwanger sind.

Vor allem Frauen, die sich ein Kind wünschen und effektiv auf eine Schwangerschaft hingearbeitet haben, beobachten ihren Körper sehr genau und bemerken selbst die kleinsten Veränderungen. Es gibt einige typische Schwangerschaftsanzeichen, doch nicht bei allen werdenden Müttern sind diese so offensichtlich vorhanden.

Übelkeit, Heißhunger und Müdigkeit als allererste Anzeichen

Noch bevor die Regel ausbleibt fühlen sich viele Schwangere bereits unheimlich müde, die bleierne Müdigkeit hält oftmals den ganzen Tag an und lässt einen normalen Alltag kaum mehr zu. Viele Frauen sind regelrecht erschöpft und können ihre Arbeit nur noch mit viel Mühe verrichten. Grund für diese extreme Müdigkeit ist das Gelbkörperhormon Progesteron, welches gleich nach der Befruchtung in hoher Konzentration vom weiblichen Körper ausgeschüttet wird. Es ist dafür verantwortlich, dass die Gebärmutterschleimhaut optimal auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vorbereitet ist. Natürlich kann die Müdigkeit nicht als sicheres Zeichen für eine Schwangerschaft gedeutet werden, kommen jedoch noch andere Symptome hinzu, so ist eine Schwangerschaft doch sehr wahrscheinlich.

Übelkeit ist für viele Schwangere in den ersten Wochen ein lästiges Begleitsymptom, doch einige Frauen verspüren diese bereits vor dem Ausbleiben der Regelblutung und dem positiven Schwangerschaftstest. Bei vielen Frauen tritt die Übelkeit nicht nur am Morgen auf, sondern begleitet die Schwangere fast den ganzen Tag. Die Ausprägung ist dabei von Frau zu Frau ganz unterschiedlich stark, einige bleiben sogar komplett davon verschont. Den Höhepunkt erreicht die Übelkeit um die achte Woche herum, wenige werdende Mütter bemerken sie bereits ab der zweiten Schwangerschaftswoche. Der Körper stellt sich langsam auf die Schwangerschaft ein – für diese Umstellung wird vom Körper immer mehr des Schwangerschaftshormons HCG ausgeschüttet.

In der ersten Phase der Schwangerschaft haben viele Schwangere auch immer wieder Heißhungerattacken. Dazu kommen dann häufig auch spezielle Gelüste, so dass Lebensmittel teilweise auf ganz außergewöhnliche Art und Weise miteinander kombiniert werden. Auf der anderen Seite entwickeln viele Frauen aber auch einen Ekel gegenüber bestimmten Lebensmitteln oder Gerüchen, mit denen sie zuvor keinerlei Probleme hatten. Sogar Lieblingsspeisen werden plötzlich abgelehnt, auch der Geruch oder Genuss von Tee oder Kaffee verursacht gerne Unwohlsein. Lesen Sie auch unsere Tipps gegen Schwangerschaftsübelkeit.

Ausbleiben der Monatsblutung

Wenn zum gewohnten Zeitpunkt die Periode nicht einsetzt, gehen die meisten Frauen ganz klar von einer Schwangerschaft aus. Das ist zumindest dann der Fall, wenn man ansonsten einen sehr regelmäßigen Monatszyklus hat, so dass Verschiebungen wirklich auffallen und außergewöhnlich sind. Ist der Zyklus dagegen eher unregelmäßig, wird es zunächst sicher nicht die Vermutung geben, es könnte eine Schwangerschaft bestehen. Darüber hinaus gibt es auch ein paar Faktoren, die dazu führen können, dass die Menstruation später als sonst einsetzt, wie zum Beispiel eine Erkrankung oder auch Stress. Dennoch ist das Ausbleiben der Blutung ein sehr sicheres Zeichen für eine Schwangerschaft, deshalb sollte jetzt unbedingt ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.

Veränderungen der Brüste

Sobald die Befruchtung einer Eizelle stattgefunden hat, schüttet der weibliche Organismus Schwangerschaftshormone aus. Diese hormonelle Veränderung beeinflusst auch die Brüste, sie werden zunehmend größer und verändern teilweise auch ihre Form. Im Laufe der Schwangerschaft können sich die Warzenhöfe dunkler verfärben, auch die Adern sind deutlicher zu sehen. Gerade in der Frühphase der Schwangerschaft können die Brüste bei vielen Frauen spannen und manchmal auch schmerzen, außerdem sind sie häufig sehr berührungsempfindlich.

Einnistungsblutung (Nidation)

Sobald die Eizelle befruchtet wurde, macht sie sich auf den Weg zur Gebärmutter, wo sie sich in der Schleimhaut einnisten wird. Bei diesem Prozess kann es zu einer leichten Schmierblutung kommen, diese wird auch als Nidationsblutung bezeichnet. Allerdings kann auch dies allein kein sicheres Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Nicht alle Frauen haben eine solche leichte Blutung und oft wird sie als Einsetzen der normalen Monatsblutung gedeutet, so dass ihr keine besondere Bedeutung zugemessen wird. So wie bei der normalen Periode, kann die Schwangere auch bei der Einnistungsblutung unter leichten Krämpfen im Unterleib leiden.

Veränderungen der Körpertemperatur

Normalerweise wird eine leichte Veränderung der Körpertemperatur einer Frau nicht auffallen. Dies ist nur der Fall, wenn mit der Temperaturmethode verhütet wurde, so dass man die Temperatur täglich gemessen hat. Normalerweise würde die Temperatur kurz vor dem Einsetzen der Periode absinken, im Falle einer Schwangerschaft tut sie dies allerdings nicht und bleibt gleich hoch. Allerdings ist dies kein sehr zuverlässiges Anzeichen, denn auch andere Ereignisse können für eine Veränderung der Körpertemperatur sorgen, wie zum Beispiel ein beginnender Infekt. Nur wenn noch andere Symptome auf eine Schwangerschaft hindeuten, kann die Temperatur den Verdacht erhärten.

Häufiger Harndrang

Etwa zwei bis drei Wochen nach der Befruchtung der Eizelle werden die meisten Schwangeren einen verstärkten Harndrang verspüren. Die Gebärmutter dehnt sich am Anfang stark aus, so dass sie auf die Blase drücken kann. Etwa ab der 14. Schwangerschaftswoche lässt der häufige Harndrang aber wieder nach, denn dann verlagert sich die Gebärmutter in den Bauchraum. Während der Schwangerschaft wird der Blasenmuskel dann aber wieder vom Hormon Progesteron angeregt, so dass die werdende Mutter das Gefühl hat, dass sie viel öfter die Toilette aufsuchen muss.

Weitere Schwangerschafts­anzeichen

Die frühen Anzeichen für eine Schwangerschaft können sehr vielfältig sein und variieren von Frau zu Frau, bei manchen fehlen sie aber auch komplett, oder sie werden gar nicht als solche wahrgenommen. Weniger auffällig ist sicher eine erhöhte Sekretion aus der Scheide, denn zu vermehrtem Ausfluss kann es auch aus vielen anderen Gründen kommen.

Bei manchen Schwangeren spielt der Kreislauf ein wenig verrückt, es kann hin und wieder zu leichtem Schwindel kommen.

Auch die Verdauung kann von der Schwangerschaft schon recht früh beeinflusst werden, so klagen viele Frauen über leichten Durchfall oder auch Verstopfung.

Nicht nur der Körper verändert sich, auch die Psyche kann der Schwangeren einen Streich spielen. Einige Frauen sind schon zu Beginn besonders launenhaft und leiden unter plötzlichen Stimmungsschwankungen. Sie sind wesentlich empfindlicher als sonst und fangen schon bei Kleinigkeiten, oder sogar vollkommen grundlos, an zu weinen.

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