Handpflege
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Gesundheit

Handpflege: Tipps für die Pflege strapazierter Hände

Schöne und gepflegte Hände hinterlassen einen guten ersten Eindruck. Dafür braucht es keine teuren Mittel aus dem Handel. Viele Pflegeprodukte für die Hände können Sie ganz einfach zuhause herstellen.

Unsere Hände müssen einiges mitmachen. Schließlich sind sie es, die in nahezu jeder Situation zum Einsatz kommen und damit mehr als alle anderen Körperteile beansprucht werden. Ständig sind sie Einflüssen wie Kälte, Hitze, Schmutz und der UV-Strahlung ausgesetzt. Auch das regelmäßige und notwendige Händewaschen strapaziert die Haut. All diese Einflüsse sorgen dafür, dass die Haut an den Händen austrocknet und rissig wird.

Kaputte Hände sehen nicht nur unästhetisch aus, sie können auch ein Risiko für die Gesundheit darstellen. Denn ein gestörter Säureschutzmantel macht die Haut anfälliger für Allergien und Entzündungen. Um dem vorzubeugen, ist es notwendig, dass Sie Ihre Hände richtig pflegen.

Hände waschen – aber richtig!

Hautpflege beginnt mit dem Händewaschen. Zudem schützen wir uns dadurch vor ansteckenden Infektionen. Allerdings kann falsches oder zu häufiges Händewaschen die Haut strapazieren und die schützende Hautbarriere auswaschen. Infolgedessen verliert die Haut an Feuchtigkeit und wird rissig.

Um die Haut an den Händen nicht unnötig zu irritieren, sollten Sie sich die Hände unter lauwarmem Wasser waschen. Zudem sollten Sie darauf achten, dass Sie milde Handseifen verwenden, die dem ph-Wert der Haut entsprechen und im besten Fall auch rückfettende Wirkstoffe enthalten. Nach dem Waschen sollten Sie Ihre Hände gründlich abtrocknen.

Handpflegeprodukte verwenden

Auf dem Markt gibt es eine ganze Reihe an Handpflegeprodukten in verschiedenen Zusammensetzungen und für verschiedene Anforderungen.

Handcreme spendet Feuchtigkeit

Damit externe Einflüsse die empfindliche Haut an den Händen nicht schädigen können, sollten Sie Ihre Hände und auch Ihre Nägel regelmäßige mit einer feuchtigkeitsspendenden und reichhaltigen Handcreme eincremen. Massieren Sie diese gut ein und vergessen Sie dabei auch nicht die Zwischenräume zwischen den Fingern und den Handrücken.

Achten Sie beim Kauf Ihrer Handcreme auf die Inhaltsstoffe. Denn eine gute Creme enthält keine Mineralstoffe, die sich auf die Haut legen und die Hände so glatter wirken lassen. Solche Cremes besitzen keinen anhaltenden Pflegeeffekt, sodass Sie immer wieder das Gefühl haben, nachcremen zu müssen. Deutlich besser sind natürliche Öle, welche den hauteignen Lipiden ähneln und daher sehr gut von der Haut verwertet werden können. Sie unterstützen die natürliche Hautbarriere nachhaltig. Bestandteile wie Urea binden die Feuchtigkeit in der Haut.

Übrigens:
Man unterscheidet auch bei Handcremes zwischen Tagespflege und Nachtpflege. Da die Hände tagsüber oft UV-Strahlung ausgesetzt sind, sollte die Handcreme einen Lichtschutzfaktor enthalten. So können Sie verhindern, dass UV-bedingte Altersflecken entstehen. Zudem ziehen Tagescremes schnell ein, damit Ihre Hände schnell wieder einsatzbereit sind. Nachtcremes dagegen eignen sich hervorragend für Handmasken. Sie sind sehr reichhaltig und fettend. Tragen Sie eine dicke Schicht von der Creme auf Ihre Hände auf und ziehen Sie Baumwollhandschuhe darüber. Auf diese Weise kann die Creme die ganze Nacht über in die Haut einwirken und die Haut wird schön zart.

Handcreme selbst machen

Gerade bei sensibler Haut ist es von Vorteil, wenn Sie Ihre Handcreme selbst herstellen. Denn nur so können Sie sich auch wirklich sicher sein, dass keine reizenden Inhaltsstoffe enthalten sind. Und dafür benötigen Sie gar nicht mal so viel:

    • 100 g Kakaobutter
    • 50 g Kokosöl
    • 1 EL Pflegeöl (z.B. Jojobaöl oder Mandelöl)
    • ca. 5 Tropfen äzherisches Öl (z.B. Rosenöl oder Lavendelöl)

Dazu erwärmen Sie zuerst die Kakaobutter und das Kokosöl in einer kleinen Schüssel über einem Wasserbad, bis sich alles aufgelöst hat. Dann rühren Sie das Pflegeöl unter und nehmen die Schüssel wieder aus dem Wasserbad. Sobald sich die Masse abgekühlt hat, können Sie je nach Geschmack ein ätherisches Öl dazugeben und die fertige Creme in einen sauberen Glasbehälter abfüllen und an einen kühlen Ort stellen, damit die selbst gemachte Handcreme aushärten kann.

Handpeeling macht Hände samtweich und regt die Durchblutung an

Ebenso wie im Gesicht kann ein Peeling auch an den Händen wahre Wunder wirken. Es trägt abgestorbene Hautzellen ab und erneuert die Haut. Zudem lässt sich ein straffender Effekt erzielen, da es die Durchblutung anregt. Besonders trockene und rissige Hände sind oft schlecht durchblutet und profitieren daher von einem Handpeeling. Verwenden Sie hier am besten ein leicht rückfettendes Peeling, welches Sie ganz sanft auf die Haut auftragen, um die Haut nicht zu reizen.

Tipp: Auch eine wohltuende Handmassage regt die Durchblutung an.

Ein Peeling für die Hand bekommen Sie im Handel. Sie können es aber auch ganz schnell selbst herstellen. Hierzu benötigen Sie lediglich…

    • 2 EL Olivenöl
    • 1 EL Salz oder Zucker.

Vermengen Sie die Zutaten ganz einfach und massieren Sie die Masse wie beim Händewaschen in die Haut ein. Das überschüssige Peeling spülen Sie einfach mit klarem Wasser ab und massieren den Rest ein.

Handbad spendet Feuchtigkeit

Wer seinen Händen etwas Gutes tun möchte und etwas Zeit hat, kann sich ein Handbad zubereiten. Wie damals schon Kleopatra, können auch Sie sich die Wirkung der Milch auf die Haut zunutze machen. Dazu benötigen Sie

    • 2 Esslöffel Olivenöl
    • 0,5 Liter Milch

Erwärmen Sie die Milch und geben Sie das Öl hinzu und verrühren Sie das ganze vorsichtig. Tauchen Sie dann einfach Ihre Hände für etwa zehn Minuten in das abgekühlte oder noch lauwarme Bad. Hinterher wird sich Ihre Haut erfrischt und gestärkt anfühlen.

Tipp: Sie können anstelle der Milch auch Wasser und Kamilleblüten verwenden.

Pflege der Nägel gehört zur Handpflege dazu

Zu gepflegten Händen gehört nicht nur eine schöne Haut, sondern auch schöne und gepflegte Nägel. Wir haben für Sie fünf Tipps für gepflegte Fingernägel.

➩Tipp 1: Fingernägel lieber feilen als schneiden

Schneiden Sie Ihre Fingernägel, kann es passieren, dass er sich spaltet. Dadurch kann Feuchtigkeit in den Nagel eindringen und ihn schädigen. Besser ist es, wenn Sie die Fingernägel feilen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie zum Schluss nur noch in eine Richtung feilen. So versiegeln Sie die Nagelplatte und verhindern, dass Feuchtigkeit eindringen kann. Um Entzündungen vorzubeugen oder dass die Nägel einwachsen, sollten Sie die Nägel nicht zu kurz oder zu rund feilen.

➩ Tipp 2: Nägel eincremen

Auch der Nagel und die Nagelhaut können austrocknen. Um dem vorzubeugen, sollten Sie nicht nur Ihre Hände, sondern auch die Nägel regelmäßig eincremen und sie so mit Feuchtigkeit versorgen. Versäumen Sie dies, kann es passieren, dass die empfindliche Nagelhaut einreißt und Keime eindringen.

➩ Tipp 3: Fingernägel beim Lackieren vor Verfärbungen schützen

Wenn Sie Ihre Fingernägel häufig lackieren kann es passieren, dass sich Farbpigmente in der Nagelplatte ablagern und diese gelb verfärben. Daher sollten Sie Nagellack nicht zu lange auf den Nägeln behalten. Legen Sie am besten auch mal eine kleine Pause ein, bevor Sie die Nägel erneut lackieren. Diesem Problem können Sie aber auch entgehen, indem Sie einen farblosen Unterlack auftragen, bevor Sie Ihre Nägel lackieren.

Tipp: Ich hatte lange Zeit Gelnägel und dementsprechend sind meine Naturnägel extrem strapaziert. Anstelle des Unterlacks verwende ich den Preval Onyx Nagelbalsam. Dadurch werden meine Nägel deutlich weniger durch den Lack belastet und sehen inzwischen wieder recht ansehnlich aus.

➩ Tipp 4: Ausgewogene Ernährung für harte Nägel

Ihre Ernährung kann nicht nur Ihr Hautbild negativ beeinflussen, sondern auch Ihre Fingernägel. Achten Sie daher auf eine ausgewogene Ernährung. Denn Vitamine und Mineralstoffe sind besonders wichtig für harte Fingernägel. Zudem sollten Sie am besten jeden Tag zwei bis drei Liter Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtsäfte zu sich nehmen.

➩ Tipp 5: Olivenöl bei brüchigen Nägeln

Weiche und brüchige Nägel sind besonders unangenehm. Dagegen hilft Olivenöl. Reiben Sie Ihre Nägel einfach damit ein. Dies ist besonders empfehlenswert, wenn Sie mit Wasser arbeiten müssen. Denn so schützen Sie die ohnehin schon sehr weichen Nägel davor, im Wasser aufzuschwemmen und noch weicher zu werden.

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