Mitelohrentzündung
Eine Mittelohrentzündung geht meist mit Ohrenschmerzen einher - © Aleksej / stock.adobe.com
Krankheiten

Mittelohrentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung

Mittelohrentzündungen treten vermehrt bei kleinen Kindern auf, können aber  Menschen aller Altersgruppen betreffen. Oft machen Sie sich mit Ohrenschmerzen und einem verminderten Hörvermögen bemerkbar.

Schmerzen im Ohr sind ein erstes Anzeichen dafür, dass eine Mittelohrentzündung entsteht. Nicht nur Kinder leiden unter dieser Erkrankung. Auch Erwachsene können eine Entzündung im Ohr bekommen. Es handelt sich hierbei um die Erkrankung Otitis media. Es gibt Medikamente, die helfen können. Zudem bietet es sich an, einige Hausmittel zu testen.

Welche Ursachen kann es für eine Mittelohrentzündung geben?

Die Ursache einer Entzündung in der Paukenhöhle ist häufig eine Erkältung. Hier gibt es eine deutliche Belastung, die auf den Nasenrachenraum liegt. Zwischen dem Mittelohr und dem Rachen gibt es eine Verbindung. Bakterien, die sich im Zuge einer Erkältung in den Schleimhäuten vermehren können, wandern durch diese Verbindung weiter in das Mittelohr. Hier kommt es dann zu einer Entzündung.

Es kann aber auch sein, dass die Bakterien, die als Auslöser dienen, über den Gehörgang von außen in das Mittelohr gelangen. Allerdings dient hier noch das Trommelfell als Schutz. In wenigen Fällen ist es möglich, dass es im Trommelfell einen Riss gibt. Wenn dieser vorhanden ist, dringen die Bakterien weiter ein.

Eine weitere mögliche Ursache sind Viren. Diese werden über das Blut durch den Körper geleitet. Auch hier besteht die Option, dass die Viren bis in das Mittelohr gelangen und eine Entzündung auslösen.

Welche Symptome weisen auf eine Mittelohrentzündung hin?

Eine Mittelohrentzündung zu erkennen, ist nicht immer ganz einfach. Es gibt typische und auch untypische Symptome, zwischen denen unterschieden werden sollte. Als typische Symptome gelten:

  • Ohrenschmerzen: Die Ohrenschmerzen bei einer Mittelohrentzündung fallen sehr stark aus und können auch plötzlich auftreten. Es ist möglich, dass es sich Schmerzen auf einer oder auch auf beiden Seiten handelt.
  • Klopfen im Ohr: Viele Patienten berichten auch davon, dass sie ein Pochen oder eine Art Klopfen im Ohr verspüren. Dies deutet ebenfalls auf eine Mittelohrentzündung hin.
  • Schwindel: Das Symptom mag auf den ersten Blick nicht typisch erscheinen. Tatsächlich ist es dies aber, da sich im Mittelohr auch das Gleichgewichtszentrum befindet. Durch eine Entzündung kann dieses gereizt werden und zu Schwindel führen.
  • Hörstörungen: Ebenfalls möglich sind Hörstörungen. Sie müssen nicht auftreten, können aber ebenfalls durch die Entzündung hervorgerufen werden.

Unspezifische Symptome im Überblick

Es gibt auch unspezifische Symptome, die auf eine Mittelohrentzündung zurückgeführt werden können. Dazu gehören:

  • Fieber: Dieses Symptom tritt vor allem bei betroffenen Kleinkindern auf, können aber auch ältere Kinder oder Erwachsene betreffen.
  • Übelkeit sowie Erbrechen: Durch den Reiz des Gleichgewichtsorganes ist es möglich, dass es zur Entstehung von Übelkeit kommt, die zum Erbrechen führt.
  • Krankheitsgefühl: Dies entsteht meist in Kombination mit einer Erkältungskrankheit. Der Körper ist angegriffen und Betroffene fühlen sich abgeschlagen. Dazu können Husten und Schnupfen kommen.

Wie kann eine Mittelohrentzündung behandelt werden?

Wurde eine Mittelohrentzündung durch den Arzt diagnostiziert, wird eine Therapie für den Patienten zusammengestellt. Diese kann unterschiedlich ausfallen und hängt davon ab, wie stark die Erkrankung schon vorangeschritten ist und wie stark die Schmerzen sind. Möglich sind:

  • Einsatz von Schmerzmitteln
    Das erste Ziel ist es, die Schmerzen zu lindern, damit Betroffene zur Ruhe kommen können. Hier werden unterschiedliche Schmerzmittel eingesetzt, wie Ibuprofen oder auch Paracetamol. Je nach Alter des Patienten können die Schmerzmittel als Saft oder als Tabletten aufgenommen werden.
  • Einsatz von Nasenspray
    Ebenfalls helfen können abschwellende Nasensprays. Diese sorgen dafür, dass das Mittelohr wieder besser durchlüftet wird. Sollte es dazu gekommen sein, dass sich Flüssigkeit im Ohr gebildet hat, kann diese dann besser ablaufen.
  • Einsatz von Antibiotika
    Wenn sich nach einigen Tagen auch mit den genannten Mitteln keine Besserung zeigt, kann es notwendig werden, Antibiotika einzunehmen. Die Behandlung mit den Antibiotika liegt bei sieben Tagen.

Welche Hausmittel gibt es?

Es gibt einige Hausmittel, die bereits beim Beginn von Ohrenschmerzen eingesetzt werden können, um die weitere Ausbreitung einer Mittelohrentzündung zu verhindern. Dazu gehören:

  • Linderung dank Zwiebeln
    Die altbekannten Zwiebelsäckchen sind ein Hausmittel, das bereits seit Jahrzehnten eingesetzt wird. Durch die Wärme und die enthaltenen ätherischen Öle, wird die Durchblutung im Ohr gesteigert. Gleichzeitig findet eine Hemmung der Entzündung statt. So kann die Mittelohrentzündung schneller abheilen.
  • Der Einsatz von Wärme
    Auch auf andere Weise kann Wärme ans Ohr gebracht werden. So kann einfach eine Wärmflasche auf das Ohr gelegt werden. Auch ein Körnerkissen hat sich bewährt. Wichtig ist es, dass die Temperaturen nicht zu hoch sind. Der Betroffene sollte sich hinlegen und die Wärme auf sein Ohr legen. Sie kann dort so lange bleiben, wie es sich lindernd und angenehm anfühlt.
  • Inhalation
    Inhalation muss nicht immer mit Medikamenten erfolgen. Es reicht oft schon aus, einfach mit Wasserdampf zu arbeiten. Durch den Wasserdampf erfolgt eine schleimlösende und eine abschwellende Wirkung. Dadurch kann die Mittelohrentzündung besser heilen. Wer möchte, kann zusätzlich ein ätherisches Öl verwenden.

Kann Mittelohrentzündung ansteckend sein?

Eine Mittelohrentzündung ist keine ansteckende Erkrankung. Da die Ursache jedoch normalerweise eine Erkältungserkrankung ist, können die Viren durch den Betroffenen noch übertragen werden. Sie lösen dann jedoch keine Mittelohrentzündung aus, sondern können dazu führen, dass es zu einer Erkältung kommt. Im Rahmen dieser Erkältung kann jedoch ebenfalls eine Mittelohrentzündung entstehen.

Beitragsbild: © Aleksej / stock.adobe.com

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