Tipps gegen hohen Blutdruck
Durch Änderung Ihrer Lebensgewohnheiten können sie ungesunden, hohen Blutdruck oft vermeiden
Vorsorge

Die besten Tipps gegen hohen Blutdruck

Zu den häufigsten Todesursachen in der modernen westlichen Welt zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen aller Art. Diese wiederum werden bedingt durch verschiedene körperliche Ungleichgewichtszustände, die sich z.B. durch eine langfristig ungesunde Ernährung, durch Bewegungsmangel und diverse Genussgifte ergeben.

Ein Faktor, der als Hauptauslöser für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt, ist die sogenannte Hypertonie – im Volksmund besser bekannt unter dem Begriff Bluthochdruck. Er kann erblich bedingt sein, aber auch durch eine einseitige, ungesunde Ernährung und ihre Folgen (insbesondere Übergewicht) ausgelöst werden. Bedauerlicherweise merken viele Betroffene einen stark erhöhten Blutdruck erst dann, wenn es schon zu spät ist. Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen weist die Hypertonie keine spezifischen Symptome auf, nur in seltenen Fällen zeigen sich Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme oder Nasenbluten.

Wann spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie)?

Von erhöhtem Blutdruck bzw. Bluthochdruck spricht man, wenn die Blutdruckwerte dauerhaft über 140/90 mm Hg liegen. Auch wenn einer der beiden Werte für längere Zeit über der genannten Angabe liegt, wird bereits von Bluthochdruck gesprochen.

Wie lässt sich der Blutdruck effektiv senken?

In der Schulmedizin werden bei Hypertonie sogenannte Betablocker verschrieben. Hierbei handelt es sich um blutdrucksenkende Medikamente, die allerdings fast immer mit heftigen Nebenwirkungen verbunden sind. Die gute Nachricht: Mit einfachen Tipps und kleinen Änderungen in den Lebensgewohnheiten kann proaktiv auf den Blutdruck eingewirkt werden, so dass sich erst gar keine Hypertonie ergibt oder ein bereits vorhandener Bluthochdruck ohne Pharmazeutika gesenkt werden kann. Hier die wichtigsten Tipps, um hohem Blutdruck entgegenzuwirken:

Den Salzkonsum einschränken
Der menschliche Organismus benötigt eine gewisse Menge an Salz pro Tag, um einwandfrei arbeiten zu können. Das Problem dabei: Mit Fast-Food und anderer Fertignahrung nehmen wir viel zu viel Salz auf. Dieses lagert sich dann im Organismus ein, beeinflusst die Funktion der Gefäßwände und führt letztlich zu einer Verengung der Gefäße, wodurch der Bluthochdruck begünstigt wird. Um dies zu vermeiden, sollten Sie Ihren Salzkonsum so weit wie möglich einschränken. Keine Angst – Sie nehmen trotzdem noch genug Salz zu sich. Verwenden Sie beispielsweise Kräuter statt Salz, um Speisen zu würzen. Weniger gesalzene Speisen schmecken nur am Anfang fad. Schon nach kurzer Zeit gewöhnt sich der Gaumen daran und Sie werden nicht mehr nachsalzen müssen.

Teile der Ernährung umstellen
Neben dem Salzkonsum wirkt sich auch eine generelle Ernährungsumstellung sehr positiv auf die Blutdruckwerte aus. Insbesondere die mediterrane Küche hat einen nachweisbar blutdrucksenkenden Effekt. Gestalten Sie Ihre Speisen abwechslungsreich, bauen Sie viel grünes Gemüse und Obst sowie Vollkornprodukte mit in Ihre Ernährung ein, dann sind Sie auf einem guten Weg. Die Mittelmeerküche ergänzt dies noch durch hochwertige Öle und frische Kräuter. Zudem wird in südlichen Ländern überwiegend Fisch und helles Fleisch gegessen – ebenfalls Garanten für einen optimalen Blutdruck.

Sport & Bewegung wirken Wunder
Neben einer gesunden Ernährung gib es noch einen weiteren Faktor, der sich unmittelbar auf den Blutdruck auswirkt: körperliche Fitness! Sie müssen kein Leistungssportler sein, um etwas für Ihren Blutdruck zu tun. Schon wenige Stunden Bewegung pro Woche reichen aus, um das Hypertonie-Risiko deutlich zu senken. Setzen Sie dabei vor allem auf Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Laufen. Das Schöne daran: Regelmäßige Bewegung und Sport wirken sich gleich in mehrerer Hinsicht positiv auf den Blutdruck aus. Zum einen wird das vegetative Nervensystem angeregt (auch im Ruhezustand), was eine Erweiterung der Gefäße zur Folge hat, zum anderen kann Übergewicht abgebaut werden. Letztgenannter Punkt ist allerdings so wichtig, dass er noch einmal gesondert aufgegriffen werden muss.

Übergewicht vermeiden
Fettzellen im menschlichen Körper sorgen für die Ausscheidung eines bestimmten Hormons, das wiederum für eine Verengung der Gefäße sorgt. Zudem werden fast alle Organe sehr stark durch Übergewicht belastet. Jede Gewichtsreduzierung trägt somit zu einer Optimierung des Blutdrucks bei. Tests beweisen: Schon ein Gewichtsverlust von 10 kg bewirkt eine Blutdrucksenkung von bis zu 20 mm Hg. Mit einer ausgewogenen, gesunden Ernährung und genügend Bewegung sollte jeder dazu in der Lage sein, sein Gewicht auf ein gesundes Maß zu bringen.

Das Rauchen aufgeben
Neben ungesunder Ernährung und fehlender Bewegung sorgt auch der Nikotinkonsum für eine Anregung des vegetativen Nervensystems und erhöht damit den Blutdruck. In diesem Fall hilft nur eines: das Rauchen so schnell wie möglich aufzugeben! Wenn Ihnen das ohne Hilfe nicht gelingt, können Sie mittels Hypnose, Nikotinpflaster usw. etwas nachhelfen.

Beugen Sie Magnesiummangel vor
Magnesium ist ein Spurenelement, das den Stoffwechsel positiv beeinflusst und somit auch die Größe und Elastizität der Zellen bestimmt. Weist der Organismus einen Mangel an Magnesium auf, verengen sich die Zellen und der Blutdruck schießt in die Höhe. Sorgen Sie daher für eine ausreichende Zufuhr an Magnesium. Am einfachsten funktioniert dies durch Nüsse, die zudem einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren enthalten. Auch diese beeinflussen sowohl den Blutdruck als auch den Fettgehalt im Blut positiv.

Regelmäßige Entspannung ist Pflicht
Dauerhafter Stress gilt als einer der Hauptauslöser für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Allerdings bewirkt der Stress dies nicht direkt, sondern wiederum über den Blutdruck. Im Umkehrschluss gilt daher: Wer den Stress in seinem Leben wirksam reduziert, der verringert damit auch das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfälle – indem er seinen Blutdruck senkt. Leider ist es in unserer hektischen Welt gar nicht so einfach, den Stress zu reduzieren. Helfen können dabei die strikte Trennung von Beruf und Privatleben sowie spezielle Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Meditation. Auch viele Sportarten, insbesondere aus dem asiatischen Bereich, tragen zur Entspannung bei. Beispiele hierfür sind Yoga oder Tai Chi.

Fazit
Der Schlüssel zu einem optimalen und gesunden Blutdruck liegt in Ihnen selbst! Mit ein paar kleinen Änderungen an Ihren persönlichen Lebensgewohnheiten und einer insgesamt gesünderen Lebensweise lässt sich viel mehr erreichen, als die meisten Menschen denken. Tipp: Setzen Sie nicht alle Punkte auf einmal um, sondern ändern Sie Ihre Lebensgewohnheiten in kleinen Schritten. Jeder Schritt ist ein Teilerfolg auf dem Weg zu einem optimalen Blutdruck.

Bildnachweis: © Image Point Fr / shutterstock.com

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