Theraband
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Fitness

Theraband: Wissenswertes und Übungsvorschläge

Das Theraband ist ein simples, aber durchaus effektives Fitnessgerät. Es kann in Physiotherapie-Praxen, aber auch zu Hause eingesetzt werden.

Für seine Fitness kann jeder etwas tun, ganz gleich, ob mit vollem Terminkalender oder ohne großen finanziellen Spielraum. Bleiben Sie daher am Ball, oder besser am Band. Wer die bunten Latexbänder einmal für sich entdeckt hat, wird regelmäßig damit üben und so für ein effektives und ohne großen Aufwand durchführbares Training aller Muskelgruppen sorgen. Dabei sind zehn Minuten täglich bereits ausreichend, um Ihrem Körper eine effektive Trainingseinheit zu gönnen oder bestimmte Muskelgruppen ganz gezielt zu stimulieren. Erfahren Sie nun näheres über das neue Trendsportgerät und seine Vielseitigkeit.

Was ist ein Theraband?

Ein Theraband ist ein Latexband, aber ein Latexband ist nicht automatisch ein Theraband. Die Bänder der gleichnamigen Firma sind in jüngster Zeit so populär geworden, dass der Begriff Theraband häufig allgemein für Gymnastikbänder aus Latex verwendet wird.

Therabänder werden in physiotherapeutischen Einrichtungen verwendet, um bestimmte Muskelgruppen zu kräftigen und Krafttraining zu absolvieren. Die dünnen, elastischen Bänder können zwischen einem und drei Meter lang sein. Meist sind die Bänder an den Enden nicht geschlossen. Das Deuser-Band ist eine geschlossene Variante, welche jedoch weniger verbreitet ist. Die platzsparende und unkomplizierte Anwendung haben dem Theraband den Spitznamen “Fitnessstudio für die Hosentasche” eingebracht.

Was macht ein Theraband so besonders?

Fitnessübungen müssen weder aufwendig noch kostspielig sein. Die Anschaffung eines Therabandes kann sich jeder leisten. Weiterhin sind die Latexbänder besonders handlich und können praktisch überall zum Einsatz gebracht werden. Nicht umsonst sind die flexiblen Gymnastikbänder aus der Sportmedizin, als auch aus dem Breitensport nicht mehr wegzudenken.

Der Trainingseffekt beruht auf dem progressiven Widerstand. Mit der Ausdehnung des Therabandes steigt auch die Kraft, welche der Trainierende dafür aufbieten muss. Die hochwertige Verarbeitung und das hervorragende Material sorgen dafür, dass es zu einem in etwa linearen Kraftaufbau kommt.

Das Theraband besteht zu 100% aus Naturlatex und wird in einer kleinen Reißverschlusstasche geliefert. Im Lieferumfang enthalten ist auch eine 32 Seiten umfassende Übungsanleitung.

Wie kam ein Latexband so groß heraus?

Das Gymnastikband verdankt seine Entstehung einem Zufall. Therapeuten bekamen bei einem Besichtigungsrundgang im Jahre 1978 in Akron / Ohio ein von Zahnärzten verwendetes Latexband präsentiert. Die linearen Dehneigenschaften des Bandes führten zu der Erkenntnis, dass sich die Latexbänder auch sehr gut für den Krankengymnastikbereich einsetzen lassen. Die schonenden Trainingsmöglichkeiten wurden auch von Sporttrainern aufgegriffen und die Therabänder für das schonende Rücken- und Ganzkörpertraining eingesetzt.

Vielfältiges Produktangebot

Therabänder können in unterschiedlichen Längen erworben werden. Die Breite der Latexbänder bleibt dabei unverändert und beträgt 12,8 cm. Als vielseitig einsetzbare Standardgröße gilt das Gymnastikband in einer Länge von 2,5 Metern. Sollen Hände und Füße trainiert werden, bietet sich die um einen Meter verkürzte Länge an. Weiterhin kann das Übungsband als Rollenware in 5,50 Metern Länge erworben werden.

Durch die Farbigkeit der Bänder kann das passende Theraband für die eigenen Bedürfnisse schnell gefunden werden:

Farbe des BandesZielgruppeWiderstand bei 100% Ausdehnung in Kilogramm
gelbKinder und Seniorenleicht, ,4
rotJugendliche, untrainierte Frauenmittel, 1,7
grüntrainierte Jugendliche und Frauen, untrainierte Männerstark, 2,1
blaudurchtrainierte Frauen, Männerextrastark, 2,6
schwarzgut trainierte Männer und Frauenspezialstark 3,3

Welche Vorteile bietet das Theraband?

Zunächst einmal können die Bänder jedem Fitnesslevel angepasst werden. Gelbe Bänder erfordern einen recht geringen Widerstand. Mehr Kraftaufwand ist für die roten und grünen Varianten notwendig. Wer bereits Übung im Umgang mit dem Theraband besitzt, kann zu den blauen oder schwarzen Bändern greifen.

Theraband: die Vorteile im Überblick:

  • klein und handlich
  • gut zu transportieren
  • überall einsetzbar
  • für alle Personengruppen geeignet
  • regelmäßiges Training beugt Verspannungen vor
  • es können gezielt bestimmte Muskelgruppen angesprochen werden

Was bewirken die Übungen mit dem Theraband?

Mit dem Theraband lässt sich allgemein trainieren. Dabei werden der Körper gekräftigt und Verspannungen gelöst. Wer einzelne Bereiche des Körpers gezielt ansprechen möchte, folgt den im Begleitheft beschriebenen Übungen für Brust, Bauch, Rücken oder Schultern.

Theraband richtig benutzen

Vor Übungsbeginn sind Uhren, Armbänder und Fingerringe abzulegen. Die Bänder könnten sich sonst im Schmuck verfangen und reißen. Um für die Übungen notwendige Schlaufen zu erzeugen, sollte auf den Theraband Assistent zurückgegriffen werden. Selbst angebrachte Knoten oder Klammern könnten sich zu Stopperstellen entwickeln und zu Verletzungen führen.

Tipp: Eine Schutzbrille bewahrt vor Verletzungen, wenn die Bänder in Kopfrichtung zurückschlagen.

Es spricht nichts dagegen, Kinder mit dem Theraband vertraut zu machen. Allerdings sind die Bänder kein Spielzeug und der Nachwuchs sollte nicht unbeaufsichtigt mit dem Theraband sich selbst überlassen werden.

Die effektivsten Übungen mit dem Theraband

Im Übungsheft, welches der Lieferung beiliegt, sind zahlreiche effektive Übungen aufgeführt. Hier ein kleiner Einblick in die Bandbreite der Übungsmöglichkeiten:

  1. Der Trainierende sitzt auf dem Boden. Die Beine sind gestreckt. Das Theraband wird um beide Füße gelegt. Die Arme greifen das Band und sind dabei um 90 Grad gebeugt. Die Arme werden nun leicht nach hinten gebeugt. Diese Spannung sollte drei Sekunden beibehalten werden. Bei dieser Übung sollten zehn Wiederholungen durchgeführt werden.
  2. Bei dieser Übung ruht der linke Fuß auf dem Ende des Therabandes. Das andere Bandende wird mit der rechten Hand gegriffen. Der rechte Arm wird nun vor dem Kopf nach oben geführt. Nachdem diese Position drei Sekunden lang gehalten wurde, wird der Arm auf die Höhe der Schulter wieder abgesenkt. Auch hier sollten zehn Wiederholungen absolviert werden.
  3. Diese Übung erfolgt aus dem geraden Stand heraus. Das Theraband wird so um beide Hände gewickelt, dass sich mittig ein Abstand von etwa 30 Zentimetern ergibt. In dieser Stellung wird das Band hinter den Kopf geführt. Der rechte Arm kommt dabei oben zum liegen. Nun werden die beiden Arme vollständig gestreckt. Die Position sollte etwa drei Sekunden lang gehalten werden und anschließend werden die Arme langsam wieder zusammen geführt. Die Übung sollt achtmal wiederholt werden, bis ein Seitenwechsel erfolgt und der linke Arm oben liegt.

Was muss beim Üben beachtet werden?

Beim Üben sollten weder Armbanduhren, noch Ringe oder Armbänder getragen werden.

Tipp: Achten Sie auch auf kurze Fingernägel, damit das Theraband nicht reißen kann.

Die Bänder sind vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen und sollten auch nicht in der Nähe von Heizungen gelagert werden. Wer häufig mit dem Theraband übt, sollte dieses gelegentlich waschen und mit Babypuder einreiben. Damit wird die Griffigkeit des Materials sichergestellt.

Bei einigen Übungen ist es notwendig, das Theraband zu fixieren. Dies lässt sich am besten durch Möbelstücke, unbenutzte Heizkörper oder durch das Einklemmen in Türen bewerkstelligen.

Achtung: Türen verriegeln, damit diese nicht während der Übung geöffnet werden und es zu Verletzungen kommt.

Vor Beginn der Übungseinheiten sollte man eine gerade Körperhaltung einnehmen. Dies gelingt am besten, wenn die Bauchmuskeln angespannt und die Schulterblätter nach hinten gezogen werden. Die Übungen selbst sollten mit Bedacht und niemals hektisch ausgeführt werden.

Tipp: Den nachhaltigsten Erfolg liefern regelmäßige Übungen. Dabei sind zehn bis zwanzig Minuten mehrmals die Woche vollkommen ausreichend.
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