Dremabrasion gegen Aknenarben - Ablauf, Kosten und Risiken
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Dermabrasion gegen Aknenarben – Ablauf, Kosten & Risiken

Mit Aknenarben müssen Sie nicht dauerhaft leben. Mit der Dermabrasion-Behandlung lassen sich die Erinnerungen an die Pubertät dauerhaft entfernen.

Auch, wenn die eigene Akne im Erwachsenenalter mittlerweile abgeklungen ist, bleiben oft unschöne Narben zurück, die für einen alles andere als ebenmäßigen Teint sorgen. Selbst mit Schminke lassen sich diese Narben nur bedingt kaschieren und überdecken. Somit leiden die Betroffenen häufig noch deutlich über das Teenageralter hinaus an diesen wenig ästhetischen Erinnerungen an die Vergangenheit. Selbst wenn die Narben im Laufe der Jahre nicht mehr gerötet sind und verblassen, bleibt ein unebenes Hautbild zurück, welches zum Teil tiefe Krater oder deutliche Hügel aufweist. Zum Glück ist es mittlerweile so, dass die ästhetische Medizin auch gegen solche Narben vorgehen kann. Das Zauberwort heißt in diesem Zusammenhang Dermabrasion.

Was ist unter Dermabrasion zu verstehen?

Mit diesem Begriff ist ein Verfahren aus der ästhetischen Medizin gemeint. Es kommt zu einem Abschleifen der Haut, bei dem mechanisch vorgegangen wird. In der Tat ist eine Dermabrasion-Behandlung mit einer Art Abschmirgeln des Gesichts zu vergleichen. Diese Methode bietet sich besonders dann an, wenn die unschönen Veränderungen des Teints in den oberen Hautschichten anzutreffen sind. Denn diese werden bei einer Dermabrasion-Behandlung gezielt abgetragen, während die unteren Hautschichten unangetastet bleiben. Auch ohne Skalpell lässt sich das Narbenbild somit deutlich verbessern. Unter Umständen können jedoch nicht alle Aknenarben entfernt werden.

Das gilt besonders bei tiefen Kratern, die auch in die tieferen Hautschichten hineinragen. Allerdings berichten viele Patienten im Anschluss an eine Dermabrasion-Behandlung von einer deutlichen Verbesserung ihres Hautbilds. Die Aknenarben, die bisher signifikante Erhebungen im Gesicht gebildet haben, wurden nun abgetragen, so dass der Teint insgesamt ebenmäßiger wirkt.

Wie funktioniert Dermabrasion?

Für eine Dermabrasion-Behandlung verwendet der behandelnde Arzt ein spezielles Instrument, welches über einen Schleifkopf verfügt. Dieser rotiert sehr schnell, damit die oberen Hautschichten abgetragen werden können. Dies ist nicht nur zur Behandlung von Aknenarben sinnvoll. Denn auch Pigmentveränderungen der Haut, die in den oberen Gewebeschichten anzutreffen sind, sowie oberflächliche Falten lassen sich so behandeln und merklich reduzieren. Selbst oberflächliche Tattoos lassen sich auf diese Art und Weise entfernen. Abhängig von dem zu behandelnden Areal kommen verschiedene Arten von Schleifköpfen zum Einsatz. Die nachfolgende Liste verrät, welche Fräsen für welche Art der Behandlung geeignet sind:

  • Karborundfräsen: Gesichtsbehandlung
  • Diamantfräsen: Behandlung im Gesicht
  • Metallfräsen: Entfernung von Tattoos
  • Draht- sowie Nylonbürsten: Tattoo-Entfernung

Während die Haut mit der entsprechenden Fräse behandelt wird, werden sowohl die jeweiligen Hautareale als auch das Gerät selbst gekühlt. Der Arzt passt die Schleiftiefe zudem individuell an den Patienten an, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Dabei dürfen die tieferen Hautschichten nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, da dies unschöne Narben nach sich ziehen könnte. Außerdem stellt der Arzt sicher, dass es fließende Übergänge zwischen den behandelten Stellen und den nicht behandelten Stellen gibt, um insgesamt für ein möglichst ansprechendes Hautbild zu sorgen. Eine zweite Person ist im Einsatz, um die Haut während des Abschleifens ausreichend zu straffen. Eine lokale Betäubung oder Allgemeinnarkose kommen zum Einsatz, um den Eingriff für den Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten. Binnen 45 bis 60 Minuten ist die Behandlung meist abgeschlossen.

Dermabrasion oder Mikrodermasion?

Als Alternative zu einer Dermabrasion-Behandlung besteht die Möglichkeit einer Mikrodermabrasion-Behandlung. Diese ist schonender als die Dermabrasion-Methode und mit einer Art Sandstrahlen fürs Gesicht zu vergleichen. Gerade bei deutlichen Narben, die von Akne verursacht wurden, ist Mikrodermabrasion jedoch nicht immer das geeignete Verfahren, da es sich lediglich um ein intensives Peeling handelt. Wie viel Haut zur Behandlung der Aknenarben abgetragen werden muss und welches Verfahren daher die bessere Wahl ist, kann im Einzelfall jedoch nur ein fachkundiger Arzt entscheiden.

Sobald die obere Hautschicht mit einem dieser Verfahren abgetragen wurde, wird die Neubildung von Kollagen angerecht. Dies trägt zu einem verbesserten Hautbild bei. Auch die Mikrozirkulation kommt in Gange, was sich ebenfalls positiv auf den Teint auswirkt. Selbst wenn die Aknenarben im Anschluss an die Behandlung unter Umständen nicht zu 100 Prozent verschwunden sind, so haben sie durch das Abschleifen jedoch ihre scharfen Ecken und Kanten verloren. Das lässt den Teint der Patienten ebenmäßiger und optisch ansprechender erscheinen.

Wie kann Dermabrasion noch eingesetzt werden?

Dieser Ansatz ist, wie bereits angedeutet, nicht nur bei der Behandlung von Aknenarben sehr sinnvoll. Vielmehr kann eine merkliche Verbesserung des Teints auch dann per Dermabrasion erzielt werden, wenn die Patienten von den folgenden Problemen betroffen sind:

  • genetische Hautstörungen
  • Pigmentstörungen
  • Couperose
  • Alterswarzen
  • kleine Falten im Bereich der Lippen
  • Knollnase
  • Hautverhornungen
  • Altersflecken
  • oberflächliche Tattoos

Sofern es sich um sehr wulstige Narben handelt, was auch als Folge von Akne der Fall sein kann, können per Dermabrasion mitunter keine sehr guten Ergebnisse erzielt werden. Der zuständige Arzt wird die Patienten jedoch über die realistischen Möglichkeiten dieser Methode aufklären.

Vor- und Nachsorge bei einer Dermabrasion-Behandlung

Um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen, sollten die Patienten sich vor der Behandlung an die folgenden Regeln halten:

  1. Keine blutverdünnenden Medikamente zwei Wochen vor der Behandlung (auch kein Aspirin) mehr einnehmen
  2. Alkohol und die Einnahme von Schlafmitteln zwei Wochen im Voraus meiden
  3. Reduktion des Nikotinkonsums auf ein Minimum vier Wochen im Voraus
  4. Möglicherweise Durchführung einer Herpesprophylaxe (nur bei Dermabrasion im Mundbereich und einer Herpes-Vorbelastung erforderlich)
  5. Keine Hormonpräparate (inklusive der Antibaby-Pille) zwei Wochen vor der Behandlung einnehmen

Zu den Hormonpräparaten und oralen Kontrazeptiva ist außerdem zu sagen, dass diese im Anschluss an die Dermabrasion-Behandlung drei Monate nicht eingenommen werden dürfen. Denn sonst können unschöne Pigmentveränderungen der Haut daraus resultieren. Direkte Sonneinstrahlung ist in den ersten Monaten zu meiden, während Sport nach zwei Wochen wieder gestattet ist. Die Haut ist zudem stark gerötet und sollte mit den entsprechenden Salben, die der Arzt verordnet hat, eingecremt werden. Dies fördert die Wundheilung. Dabei dürfen sich die Patienten trotz möglichem Juckreiz nicht kratzen und den Schorf auch nicht entfernen. Sonst drohen Wundheilungsstörungen und Narben. Binnen zwei Wochen fällt der Schorf ohnehin von alleine ab.

Risiken der Dermabrasion-Behandlung

Unschöne Narben sind ein mögliches Risiko, welches sich jedoch vermeiden lässt, indem der behandelnde Arzt die tieferen Hautschichten unangetastet lässt. Bei Menschen mit einem dunkleren Hauttyp ist Dermabrasion im Gesicht übrigens nicht zu empfehlen. Denn das Risiko einer Farbverschiebung ist bei diesen Menschen recht hoch. Auch diese Risiken sind durchaus gegeben, wobei diese sich durch einen kompetenten Arzt sowie die korrekte Vor- und Nachsorge minimieren lassen:

  • Blutungen
  • Infektionen
  • Rötungen
  • Juckreiz
  • Wundheilungsstörung

Kosten für eine Dermabrasion-Sitzung

Eine Sitzung ist meist ausreichend, um alle Aknenarben im Gesicht zu behandeln. Die Kosten sind von Klinik zu Klinik und Arzt zu Arzt unterschiedlich. Grundsätzlich sollten sich die Patienten jedoch auf eine Investition von circa 1000 Euro oder mehr einstellen. Die Krankenkassen übernehmen diese Kosten nicht.

© tcsaba – Fotolia.com

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