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Silizium – Gesundbrunnen für Haut, Haare und Nägel

Silizium hat in unserem Körper so einige Aufgaben, derer wir uns im Alltag gar nicht bewusst sind. So stärkt Silizium zum Beispiel die Knochen und glättet die Haut.

Das chemische Element Silizium besitzt das Symbol Si und die Ordnungszahl 14. Im Periodensystem der Elemente ist Silizium der Kohlenstoffgruppe zugeordnet. Der grau-schwarze Stoff zählt zu den Halbmetallen und weist somit Eigenschaften von Metall wie auch von Nichtmetallen auf. Für den menschlichen Körper ist Silizium ungiftig. In gebundener Form besitzt Silizium Bedeutung für den Menschen. Im Körper kommen zirka 20 mg pro kg Körpermasse vor. Mit zunehmendem Alter ist dieser Wert rückläufig.

Silizium – eine Begriffserklärung

Silizium hat in der Geschichte bereits früh eine Rolle gespielt und zwar als Baumaterial. Mit Stein und Lehm wurden frühzeitig Bauwerke errichtet, man denke nur an Stonehenge. Aus Lehm wurde später Zement. Darauf verstanden sich bereits die Römer. Gestein mit Siliziumanteil besitzt scharfe Schnittkanten. Daher wurden entsprechende Gesteine schon in der Steinzeit als Werkzeuge genutzt.

Die Existenz von Silizium wurde im Jahr 1807 von Humphrey Davy bestätigt. Vier Jahre später gelang es Chemikern unreines und amorphes Silizium herzustellen. Seinen Namen erhielt Silizium von Jöns Jakob Berzelius im Jahre 1824. Silizium ist eine Ableitung von “silex”, der lateinischen Entsprechung von Feuerstein.

Vorkommen in der Natur

Silizium ist ein Teil des Erdmantels und zwar ein durchaus beachtlicher. In der Erdkruste sind 25,8 Gewichtsprozent Silizium enthalten. Damit ist Silizium nach dem Sauerstoff das zweithäufigste chemische Element.

Silizium ist in der Natur anzutreffen in:

  • Sand
  • Quarz
  • Schmucksteinen (Opal, Rosenquarz, Amethyst, Achat)
  • Gesteinen (Asbest, Ton, Sandstein, Schiefer)
  • Kieselsäure in Ozeanen

Silizium und seine Aufgaben im Körper

Als Spurenelement kommt Silizium im menschlichen Körper vor. Der Anteil beträgt etwa 1,5 Gramm. Hauptsächlich lagert sich Silizium in Knochen, Haaren, Nägeln und dem Bindegewebe der Haut ab. Die Aufgabe von Silizium liegt folglich in der Unterstützung der Knochenbildung und des Knochenwachstums. Auch bei der Kollagenbildung wird dem Halbmetall eine Rolle zugesprochen. Silizium scheint also für glänzendes Haar und straffe Haut mitverantwortlich zu sein. Weitere Aufgaben des Halbmetalls im Körper liegen in der Beschleunigung der Wundheilung oder der Hemmung von Entzündungen. Es ist auch möglich, dass ein Zusammenhang mit Diabetes, Arterienverkalkung oder Krebs besteht. Die Forschungsarbeit diesbezüglich ist allerdings noch nicht abgeschlossen.

Bei Kälbern konnte im Tierversuch nach der Gabe von Silizium eine vermehrte Kollagenbildung in Haut und Knorpel nachgewiesen werden. Eindeutige Mangelzustände beim Menschen wurden bislang nicht nachgewiesen. Fakt ist, Silizium kann dem menschlichen Organismus nicht schaden. Über die Notwendigkeit streiten die Wissenschaftler jedoch. Auch im Pflanzenversuch konnte nachgewiesen werden, das Silizium das Wachstum bestimmter Pflanzen unterstützt. Es wird heute allgemein davon ausgegangen, das Silizium vorrangig für die Knochenbildung zuständig ist.

Was bewirkt Silizium im Körper?

Silizium kann Wasser speichern. Das Halbmetall kann etwa 300 Mal seines eigenen Gewichtes Wasser an sich binden. Das Wasser wird erst dann abgegeben, wenn der Körper es auch wirklich braucht. So hilft Silizium, den Stoffwechsel zu regulieren. Eine positive Funktion wird dem Halbmetall auch bei der Regulierung des Blutflusses und der Senkung des Blutdruckes zugeschrieben.

Silizium-Studie für Haut, Haare, Nägel

Ob sich Silizium wirkungsvoll gegen trockenes Haar, ein fahles Hautbild und brüchige Nägel einsetzen lässt, wurde in einer in Finnland durchgeführten Studie untersucht. Dabei wurden 50 Frauen mit diesem Beschwerdebild über einen Zeitraum von 90 Tagen mit Silizium behandelt. Bei der Mehrzahl der Testpersonen verbesserten sich Haut, Haare und Nägel zusehends. Dabei blieb die Behandlung frei von Nebenwirkungen. Drei Probanden stiegen aus der Studie vorzeitig aus. Sie klagten über trockene Haut.

Was tun bei Siliziummangel?

Kein Mensch hat bislang nachweislich unter einem eindeutigen Siliziummangel gelitten. Angaben über eine täglich empfohlene Menge an Silizium liegen nicht vor. Beim bereits erwähnten Tierversuch mit Kälbern wurde eine empfohlene Dosierung von 30 Milligramm täglich aufgestellt. Es kann jedoch nicht uneingeschränkt empfohlen werden, diese Dosis auf den Menschen zu übertragen.

Gegen durch Silizium hervorgerufene Mangelzustände bietet der Handel Nahrungsergänzungsmittel an. Diese sollen der allgemeinen Stärkung von Knochen, Haut und Nägeln dienen. Dabei handelt es sich vornehmlich um Silicea terra oder Kieselerde.

Zusätzlich Silizium zu sich zu nehmen kann Sinn machen bei:

  • Knochenschwund
  • Immunschwäche
  • Cellulite
  • Nährstoffmangel
  • Alterserscheinungen

Im Alter kann der Körper Silizium nicht mehr in gewohnter Menge speichern. Es kann also durchaus ein allgemeiner Siliziummangel auftreten. Dieser äußert sich weniger in typischen Beschwerden, als in einem schneller voranschreitenden Alterungsprozess.

Auf einen Mangel an Silizium hin deuten:

  • sprödes Haar
  • brüchige Nägel
  • ungesundes Hautbild

Da Silizium für den Köper ungiftig ist, spricht nichts dagegen, bei entsprechenden Beschwerden ein Nahrungsergänzungsmittel mit Silizium einzunehmen und zu beobachten, ob eine Verbesserung der Beschwerden eintritt.

Silizium in Lebensmitteln

Der menschliche Körper kann Silizium nicht selbst herstellen. Silizium kann lediglich über die tägliche Ernährung aufgenommen werden. Wissenschaftliche Empfehlungen für eine Tagesdosis liegen nicht vor. Angaben diesbezüglich schwanken und liegen zwischen 10 und 50 Milligramm. Eine ganze Reihe an Lebensmitteln ist reich an Silizium, sodass kaum ein Mangel auftreten dürfte und eine zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nicht notwendig erscheint.

Pflanzliche Lebensmittel sind besonders reich an Silizium. In tierischen Produkten ist weniger Silizium enthalten. Auch Biertrinker können aufatmen, denn in einem Liter Bier sind etwa 50 Milligramm Silizium enthalten und damit wäre der Tagesbedarf bereits gedeckt.

Die Top 10 an siliziumreichen Lebensmitteln (Angaben in mg/100g)

Hafer600
Hirse500
Gerste230
Kartoffeln200
Weizen160
Topinambur36
Rote Rüben21
Mais19
Spargel18
Roggen17
Sollte unsere empfohlene Tagesdosis, wie im Tierversuch bestimmt, also bei 30 Milligramm Silizium liegen, dann wären wir mit lediglich 15 Gramm Kartoffeln mit dem Halbmetall bereits gut versorgt. Kommen täglich Obst und Gemüse auf den Tisch, dann ist man in der Regel ausreichend mit Silizium versorgt. Silizium kann auch ganz einfach mit der täglichen Flüssigkeitsmenge aufgenommen werden. Achten Sie beim Kauf von Mineralwasser auf einen entsprechenden Siliziumanteil.

Zu viel Silizium – kann das krank machen?

Ein Zuviel an Silizium wurde bisher noch nicht als krankmachender Zustand beschrieben. Silizium ist für den Körper ungefährlich und ein Überschuss wird ausgeschieden.

Eine Ausnahme gibt es jedoch, diese nennt sich Silikose und betrifft das Einatmen von Quarzsand oder mineralischem Staub. Dabei kommt es zu Ablagerungen von Silizium in der Lunge. Der Fremdkörper kann nicht abgebaut werden und es bilden sich Knoten im Bindegewebe. Diese Ausbildungen werden Granulomen genannt. Die befallenen Stellen des Lungengewebes sterben ab. Die Folge sind Husten, Staublunge, Verschleimung und Bronchitis. Nimmt die Silikose einen besonders dramatischen Verlauf, dann kann der Betroffene nicht mehr atmen und erstickt.

Silikose gilt bei Bergarbeitern als Berufskrankheit. Auch in Edelsteinsschleifereien treten entsprechende Beschwerden auf. In jüngster Zeit geriet auch die Textilindustrie diesbezüglich in Verruf. Durch den Einsatz von Sandstrahlgeräten bei der Bleichung von Jeanshosen waren Beschäftige in der Türkei von Silikose betroffen. Während die Türkei seit 2009 diese Anwendung untersagte, wurden in Bangladesch, Pakistan oder China ähnliche Fälle bekannt.

Silizium als Nahrungsergänzung

Silizium ist in unterschiedlichen Darreichungsformen als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Wer zu Nahrungsergänzungsmitteln mit Silizium greifen möchte, dem kann kollodiales Silizium empfohlen werden. Die wässrige Lösung kann vom Körper sehr gut aufgenommen werden. Daneben sind auch Siliziumpulver oder Siliziumtabletten erhältlich. Wer viel Obst und Gemüse isst, wird in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel mit Silizium benötigen. Für die Hautpflege können Kieselerde und Cremes oder Ampullen empfohlen werden.
Beitragsbild: © rh2010 – Fotolia.com

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