Kürbis
Ideal für eine Diät - Kürbis enthält Vitamine, Mineralstoffe, aber nur wenige Kalorien
Lebensmittel

Kürbis

Keine andere Gemüsesorte ist bezüglich Farben und Formen so vielfältig, wie der Kürbis. Weltweit gibt es Tausende unterschiedliche Sorten. Kürbis ist ein typischer Herbstgenuss und begeistert sowohl auf dem Teller, als auch als Dekoration, Groß und Klein.

Woher der Kürbis stammt

Die Heimat der Kürbisse ist Mittelamerika. Von hier aus verbreitete er sich einst in den Norden Amerikas. Vor allem die Indios und Azteken nutzten den Kürbis als eine der wichtigsten Nahrungspflanzen. Beim Stamm der Navajos galt er gar als heilig. Durch die Seefahrt gelangte der Kürbis schließlich nach Europa und wird heute nicht nur auf Feldern angebaut, sondern leuchtet im Herbst auch in vielen Schrebergärten.

Der Kürbis – ein gesunder Riese

Von seinem Image als Arme-Leute-Essen hat sich der Kürbis längst befreit. Seiner Vielfältigkeit verdankt er seinen Einzug in die Haute Cuisine: Spitzenköche kreieren immer neue, raffinierte Rezepte. Daneben hat er seinen Platz in der herbstlichen Hausmannskost sicher. Das gesunde und kalorienarme Gemüse darf ruhig öfter auf dem Speiseplan stehen. Nicht nur, weil es einfach lecker schmeckt, sondern auch aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist es als ein besonders wertvolles Lebensmittel anzusehen.

Der Kürbis liefert eine ganze Menge gesunde Inhaltsstoffe und ist sehr bekömmlich. Mit wenigen Kohlenhydraten und einer großen Palette an Mineralstoffen und Vitaminen sorgt er dafür, dass wir in der feuchtkalten Jahreszeit unserem Körper Gutes tun können: Speziell die Kürbisarten mit orangefarbenem Fruchtfleisch gelten als wahre Vitaminbomben. Hier ist vor allem der Hokkaido-Kürbis zu nennen, der mehr Carotin liefert als Möhren.

Kürbis besteht zu großen Teilen aus Wasser und ist dank seiner reichlichen Ballaststoffe verdauungsfördernd. Er bindet Toxine, Fette und Gallenstoffe und hilft, diese auszuscheiden. Die enthaltenen Enzyme unterstützen die Bauchspeicheldrüse. Wenig bekannt und doch super gesund ist Kürbissaft. Kaum ein anderer Gemüsesaft enthält so viele Vitamine und Vitalstoffe im perfekten Verhältnis, um den Stoffwechsel anzukurbeln.

Kürbis unterstützt Diäten wirkungsvoll

Wer im Herbst regelmäßig Kürbis genießt, unterstützt nicht nur wichtige Körperfunktionen und das Immunsystem, sondern hilft seinem Körper auch beim Abspecken. Das riesige Gemüse wirkt zudem wasserregulierend und ausschwemmend, wodurch ebenfalls das eine oder andere Pfund purzeln wird. Natürlich gibt es nicht nur Diäten, die eine schlankere Figur zum Ziel haben: Das ballaststoffreiche, gut verdauliche Fruchtfleisch ist als Schonkost empfohlen. So eignet es sich beispielsweise als Diätspeise bei zu hohem Blutdruck sowie bei Nieren- und Blasenleiden.

Gesunde Kürbiskerne

Kürbiskerne sind ein Snack, welchen man sich ruhig oft gönnen sollte. Die hellen, flachen Kerne enthalten reichlich Vitamine, sämtliche Spurenelemente mit Ausnahme von Selen und Mangan, sowie eine sehr hohe Konzentration an bioaktiven Phosphaten. Diese sind unerlässlich für die Bereitstellung der nötigen Zell- und Körperenergie. Zudem steckt in den Kürbiskernen jede Menge wertvolles Eiweiß. Es heißt, dass Kürbiskerne ebenso sättigen, wie ein Schokolade-Nuss-Riegel, aber um ein Vielfaches gesünder sind.

Aus den Kürbiskernen wird das nussig schmeckende Kürbiskernöl hergestellt. Das Beste kommt aus der Steiermark, wo es nicht ohne Grund als «Schwarzes Gold» bekannt ist. Das Kürbiskernöl ist sehr reich an ungesättigten Fettsäuren und enthält enorm viele Vitalstoffe. Es sollte nicht erhitzt werden, um die geballte Ladung an gesunden Inhaltsstoffen zu erhalten.

Vitamine

Kürbis - Vitamine / 100 g
Vitamin B10,1 mg
Vitamin B20,05 mg
Vitamin B60,16 mg
Vitamin C14 mg
Vitamin E0,1 mg
Kürbisse enthalten – vor allem im orangen Kürbisfleisch – sehr viel Vitamin C. Außerdem liefern sie nennenswerte Mengen an Vitamin B1, B2, B6 und E.

Mineralstoffe

Kürbis - Mineralstoffe / 100 g
Calcium27 mg
Eisen0,75 mg
Kalium350 mg
Magnesium24 mg
Natrium7 mg
Phosphor45 mg
Zink0,1 mg
Das Fruchtfleisch der Kürbisse steckt voller Magnesium. Magnesium ist einer der wichtigsten Mineralstoffe überhaupt. Zudem liefert das Gemüse Kalium, Zink und Eisen.

Kalorien

Kürbis - Nährwerte / 100 g
Brennwert112 KJ
Kalorien28 kcal
Protein1,5 g
Kohlenhydrate5 g
- davon Zucker4,2 g
Fett0,5 g
Ballaststoffe2 g
Das Fruchtfleisch ist sehr kalorienarm. Mit 100 g Kürbis nimmt man nur rund 28 Kalorien zu sich.

Kürbis einkaufen und verarbeiten

Beim Kauf muss darauf geachtet werden, dass die Schale unversehrt ist. Sie sollte hart und derb sein. Klopft man auf den Kürbis und klingt dieser leicht hohl, ist das Gemüse reif. Es sollte einen verholzten Stiel aufweisen. Fehlt dieser, lässt man den Kürbis besser liegen: Bakterien können hier leicht eindringen und das Fruchtfleisch verderben. Bei der großen Sortenvielfalt ist es verlockend, neue auszuprobieren. Aber Achtung: die kleinen Zierkürbisse sind ungenießbar und können sogar giftig sein! Deshalb unbedingt auf die Beschriftung achten!

Zu den beliebtesten Kürbissorten gehören:

  • Hokkaido – schmeckt nussig und ist der einzige Kürbis, dessen Schale mitgegessen werden kann
  • Appalachian – eignet sich für Dekorationszwecke zum Aushöhlen und ist mit seinem süßlichen, dicken Fruchtfleisch gut geeignet zum Backen. Außerdem wird er gern für leckere Suppen verwendet
  • Butternut – fällt durch seine Form, die an eine Birne erinnert, auf. Er hat kaum Kerne und schmeckt nussig süß. Er ist gut zum Überbacken und Braten geeignet
  • Chirimen – ist leicht an der Form zu erkennen: Er ist flach und hat eine gräulich-grüne Farbe. Dieser Kürbis ist eine schöne Dekoration und passt geschmacklich vor allem in Kuchen und Desserts

Tipps rund um den Kürbis

  • Aufgrund seiner derben Schale ist es gar nicht so einfach, den Riesen zu teilen. Am besten schneidet man ihn mit einem scharfen Sägemesser: Das Gemüse vierteln, Kerne und Fasern mit einem Löffel entfernen und mit einem Gemüsemesser das Fruchtfleisch aus der Schale lösen. Nur Hokkaidokürbisse müssen nicht geschält werden
  • Ganze Kürbisse mit unversehrter Schale können dunkel und kühl bis zu drei Monaten gelagert werden. Ist der Kürbis bereits geteilt, kann er, in Folie gewickelt, im Gemüsefach des Kühlschranks drei bis vier Tage aufgehoben werden
  • Wer die orangen Riesen liebt, möchte sie nicht nur im Oktober genießen. So eignet sich Kürbis für die Vorratshaltung: Fruchtfleisch mit wenig Wasser dünsten, gut abtropfen lassen und pürieren. Portionsweise einfrieren. Das Kürbispüree lässt sich nach dem Auftauen für Suppen und Kuchen verwenden. Kürbis kann auch eingelegt und eingekocht werden
  • Die Kürbissuppe ist wohl die bekannteste Kürbisspeise. Mit dem köstlichen Fruchtfleisch lassen sich zum Beispiel auch Ravioli füllen, es eignet sich für viele Gerichte der indischen und mexikanischen Küche, kann als Püree, Auflauf oder Gratin serviert werden und findet auch in der Backstube seinen Einsatz
  • Kürbiskerne werden nach dem Herauslösen kurz gewaschen und dann getrocknet. Auf einem Backblech bei knapp 200 Grad geröstet und gesalzen, ergeben sie eine beliebte Knabberei
  • Kürbis kann auf vielfältige Weise als Dekoration verwendet werden. Ausgehöhlt wird die derbe Schale zur Schüssel für Salate oder, wenn ein Glas hineingestellt wird, zur originellen Vase für Herbstblumensträuße

Bildnachweis: © whitelook (ID 320126546) / shutterstock.com

Dieser Beitrag hat Ihnen geholfen?
Bitte teilen Sie unsere Liebe für Gesundheit oder werden Sie Fan von rundumgesund.de - vielen Dank.