Meditieren mit Kindern
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Gesundheit

Meditieren mit Kindern – Darauf kommt es an

Meditieren ist auch schon für Kindern geeignet. Sie lernen sich zu konzentrieren und aus der Ruhephase neue Kraft zu ziehen. Wie Sie Ihr Kind auf eine Fantasiereise schicken können, lesen Sie hier.

Die Meditation wird heute in den verschiedensten Bereichen eingesetzt, um geistige und körperliche Entspannung zu ermöglichen. Ob im Alltag, zur Therapie oder in Workshops – das Meditieren in seinen unterschiedlichen Formen kann einige Vorteile mit sich bringen. Dabei kann auch schon das gelegentliche Meditieren als innerliche Sammlung und Selbstfindung im Alltag das Wohlbefinden deutlich steigern.

Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen auf die esoterische Methode zurückgreifen. Warum auch Kinder in die Meditation mit einbezogen werden sollten und wie das Zur-Ruhe-Kommen mit Kindern hierbei am besten klappt, erfahren Sie jetzt.

Die Vorteile des Meditierens für Kinder

Dass das Meditieren die Konzentration fördert, den Stresspegel senken und allgemein das geistige und körperliche Wohlbefinden verbessern kann, ist längst bekannt. Doch warum ist das so? Bei der Meditation geht es im Wesentlichen darum, dem eigenen Inneren auf den Grund zu gehen. Nicht nur die Selbstfindung steht bei den Meditationsübungen im Vordergrund, sondern vor allem ein bewusstes Eins-Sein mit sich selbst. Man kommt dadurch zur Ruhe, lenkt den Fokus besser auf das Wesentliche im Leben und kann die eigene Konzentration auch in Stresssituationen verbessern. Allgemein lernt man, mit dem hektischen Alltagsleben besser umzugehen und trotz der alltäglichen Aufgaben innere Ruhe zu erlangen. Gleichzeitig lässt sich das Selbstbewusstsein, aber auch die eigene Stärke fördern. Nicht umsonst wird das Meditieren auch zur Therapie angewendet, beispielsweise bei psychischen Problemen.

Weil viele Menschen es nicht mehr gewohnt sind, sich im Alltag Zeit zu nehmen, um zur Ruhe zu kommen, leiden immer mehr Personen unter Burnout, psychischen und auch körperlichen Problemen durch den ständigen Alltags- und Arbeitsstress – dabei ist es besonders wichtig, sich regelmäßig Zeit für sich zu nehmen und alles andere auszublenden.

Auch für die frühkindliche Entwicklung und die von größeren Kindern ist es wichtig, Ruhephasen wie durch das Meditieren einzuplanen – Kinder benötigen nämlich trotz ihrer scheinbar unendlichen Energie Regenerationspausen, um Erlebtes zu verarbeiten, sich zu sammeln und eine innere Ruhe zu entwickeln. Bekanntlich ist es für Kinder gerade wegen dem Drang, Neues zu erleben und zu entdecken, schwieriger, längere Zeit ruhig in einer Position zu verbleiben. Mit den nachfolgenden Tipps lassen sich aber selbst mit den Kleinsten meditative Übungen durchführen und alle Vorteile des Meditierens nutzen.

Die verschiedenen Formen des Meditierens

Das Zur-Ruhe-Kommen und In-Sich-Kehren durch meditative Übungen lässt sich auf ganz verschiedene Weisen vornehmen. So gibt es beispielsweise das Meditieren zu Tönen, die man entweder selbst erzeugt oder die passend zur Übung abgespielt werden. Diese Form der Meditation wird oft auch therapeutisch oder entspannend von Therme-Badeeinrichtungen aufgenommen, in denen man sich in gesonderten Bädern zur sanften Unterwassermusik im Wasser treiben lassen kann.

Auch Licht- und Bildmeditation wird häufig genutzt, um im Alltag wieder besser zu sich selbst zu finden.

Des Weiteren kann das Meditieren bei Bewegung eine gute Idee sein. Für Kinder lässt sich zu allen oben genannten Varianten eine passende Übung erfinden oder nutzen, wobei das Erleben einer Fantasiereise in Gedanken eine sehr häufig eingesetzte Meditationsübung für Kinder im Vorschulalter ist.

Meditationsübung für Kinder

Ob im Vorschul- und Kindergartenalter oder noch älter – mit so mancher Meditationsübung kann man mit jedem Kind trainieren, innere Ruhe zu finden, zu entspannen und sich mit sich selbst eins zu werden. Eine beliebte Übung ist zum Beispiel, sich mit anderen Kindern, Freunden oder Familienmitgliedern in einen Kreis zu setzen, bestenfalls in den Schneidersitz oder in eine andere bequeme Position zu begeben. Nun können alle gemeinsam ein bekanntes Lied leise summen und dabei die Hände auf den Bauch legen. Dadurch kann sich das Kind auf etwas konzentrieren, sodass es von dem ständigen Drang zur Bewegung abgelenkt wird. Es kommt zur Ruhe, setzt sich gleichzeitig aber mit dem eigenen Inneren auseinander und entspannt. Weil die Hände auf dem Bauch liegen, entdeckt das Kind die Vibration des eigenen Summens, aber auch seine rhythmische Atmung, sodass der Alltag pausiert wird. Dabei können Kräfte gesammelt und Gedanken geordnet werden.

Mit der eigenen Fantasie besser meditieren

Die oben genannte Übung lässt sich nicht nur mit Kindern in verschiedenen Altersklassen und an unterschiedlichen Orten durchführen, sondern kann bei Bedarf auch abgewandelt werden. So kann statt des Summens eine Phantasiereise erfolgen, die von einem Erwachsenen angeleitet wird – die Hände verharren dabei ruhig auf dem Bauch und konzentrieren sich auf die eigene Atmung. Haben die Kinder eine bequeme Position eingenommen, die die volle Aufmerksamkeit, aber auch Entspannung ermöglicht, kann es mit der Fantasiereise losgehen: Unter leichter Lenkung der eigens ausgedachten Reise kann jedes Kind ein ganz eigenes Erlebnis fantasieren. Beispielsweise könnte etwa in diesem offenen Stil vorgeschlagen werden:

„Stell dir vor, wie du mit deinem liebsten Spielzeug an den Ort gehst, den du besonders gerne besuchst. Nun denke dir eine Person aus, die dich dorthin begleiten soll. Suche dir aus, welche Sorten Eis ihr beide essen möchtet, während ihr an diesem Ort verweilt.“

Dadurch, dass gewisse Details der Fantasiereise offen gelassen werden, konzentriert sich das Kind genug, um sich nicht zu langweilen und wird gleichzeitig immer mehr in die Fantasiegeschichte hineingeführt. Jedes Kind erlebt eine ganz eigene Geschichte und behält diese während der Meditation natürlich für sich, sodass Ruhe einkehrt und es sich gleichzeitig mit sich selbst beschäftigt. Das wiederum führt zur Förderung der Kreativität, zur inneren Ruhe und unter anderem zu mehr Selbstbewusstsein.

Fantasiereisen gestalten

Der eigenen Fantasie sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt und vor allem Kinder scheinen mit einer blühenden Fantasie ausgestattet zu sein. Kein Wunder also, dass Meditationsübungen mit einer Fantasiereise vielfältig gestaltet werden können und sich bei Kindern als beliebt erweisen. So lassen sich die Fantasiereisen beispielsweise durch einen Erwachsenen leiten, aber die Kinder könnten sich im Stillen auch ein eigenes Ende zu einer Buchgeschichte ausdenken. Aus einem Erlebnis vom vergangenen Wochenende könnten die Kinder beim Meditieren eine Superheldengeschichte machen oder aber es werden zwei Gegenstände in die Mitte des Kreises gestellt, die die Hauptfiguren einer selbst ausgedachten Reisegeschichte sein sollen. Hierbei wird dem Kind sogar ein optischer Anhaltspunkt geboten, auf welchen die gesamte Konzentration fallen kann.

Es gibt eine Menge Möglichkeiten und Wege, eine Fantasiereise für das Kind zu gestalten, um den Spaß und die Freude an der Meditation zu wecken.

Vorteile und Nachteile beim Meditieren mit Kindern

VorteileNachteile
+ das Kind kommt zur Ruhe, kann entspannen und regenerieren- nicht alle Kinder können sich lange genug konzentrieren, um eine Fantasiereise mitzumachen
+ der Eindruck von Frieden und Geborgenheit wird vermittelt
+ Gefühle werden pausiert (beispielsweise Wut oder Ärger)
+ regelmäßige Meditationen können das Selbstbewusstsein stärken
+ das Ich-Bewusstsein wird gefördert, die innere Ruhe daher auch im Alltag gestärkt

» Unser Tipp: Mit Gegenständen, die verschiedene Oberflächenstrukturen aufweisen, kann eine Fantasiereise spannend gestaltet werden. Das Kind kann mit geschlossenen Augen ertasten und erraten, um was es sich bei den Gegenständen handelt und diese in einen teilweise vorgegebenen Handlungsstrang der Fantasiereise mit einbauen. Hierbei entstehen bunte und oftmals ganz unterschiedliche Vorstellungen von den Stücken, sodass das Staunen nach der Meditationsreise groß ist.

Ob im Kindergarten, in der Vorschule, Zuhause oder während einer langen Autofahrt – eine Fantasiereise als Meditationsübung hilft Kindern, eine Pause vom Alltag zu nehmen, Hektik und Stress zumindest für eine gewisse Zeit hinter sich zu lassen und allgemein innerlich ruhiger zu bleiben.

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