Sonnenbaden - UV-Schutz
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Gesundheit

Sonnenbaden – So schützen Sie Ihre Haut vor UV-Strahlen

Sonne ist gut für die Seele, zu viel Sonne kann Ihrer Haut aber enorm schaden – angefangen bei frühzeitiger Hutalterung bis hin zu Hautkrebs.

Sonne ist gut fürs Gemüt. Außerdem freuen sich viele Menschen über eine gesunde Urlaubsbräune, die andere geradezu neidisch werden lässt. Auch der menschliche Körper kann von der Wirkung der UV-Strahlen profitieren. Dies gilt allerdings nur, solange das Sonnenbaden nicht übertrieben wird und nur in einem gesunden Maß stattfindet. Daher ist ein Blick auf die Uhr unerlässlich. Wer zulange in der Sonne brutzelt, der riskiert nicht nur einen Sonnenbrand oder Hitzeschlag, sondern auch ein erhöhtes Hautkrebsrisiko sowie unschöne Falten – bedingt durch frühzeitige Alterung der Haut. Doch wie viel Sonne ist zu viel Sonne?

Was die Sonne im menschlichen Körper bewirkt

Schon ein fünfminütiges Sonnenbad kann jede Menge positive Emotionen freisetzen. Denn diese wenigen Sonnenminuten können dafür sorgen, dass der Körper vermehrt das Glückshormon Endorphin produziert. Gleichzeitig wirken sich die wenigen Sonnenminuten wie folgt aus:

  • Stoffwechsel kommt in die Gänge
  • Fettverbrennung wird angekurbelt
  • Blutdruck pendelt sich auf ein gesunden Niveau ein

Wer noch mehr Zeit in der Sonne verbringt, kann davon ausgehen, dass der Körper zur Produktion von Vitamin D angeregt wird. Damit dieser Vorgang ausgelöst wird, sollte das Sonnenbad allerdings länger, nämlich zehn bis 15 Minuten andauern. Wer die genannten Gesundheitsvorteile eines Sonnenbades auskosten will, muss sich somit gar nicht mal so lange ins Freie begeben. Sofern eine gesunde Bräune erreicht werden soll, bietet sich ein längeres Sonnenbad an. Dies sollte dann jedoch nicht mehr ungeschützt erfolgen.

Wann Sonnencreme ein Muss ist

Grundsätzlich verfügt die Haut über einen körpereigenen Schutz. Dieser Schutz wirkt jedoch nur eine begrenzte Zeit. Sehr helle Hauttypen verbrennen schon nach wenigen Minuten in der prallen Mittags- oder heißen Sommersonne. Auch bei Kinderhaut und Menschen, die viele Leberflecken haben oder durch Hautkrebs bereits vorbelastet sind, ist besondere Vorsicht geboten. Selbst dunkle Hauttypen sollten davon ausgehen, dass die UV-Strahlen der Sonne dem Körper nach nur 30 Minuten bereits Schaden zufügen können, sofern keine Sonnencreme oder andere Schutzmaßnahmen zum Einsatz kommen. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden.

➔ Folgen zu intensiven Sonnenbadens

Ein schattiges Plätzchen, Sonnencreme oder eine spezielle Funktionskleidung, welche die bedeckten Hautstellen vor den schädlichen UV-Strahlen schützt, sind der eigenen Gesundheit zuliebe unerlässlich. Schließlich nimmt das Risiko, dass es zu bösartigen Hautveränderungen kommen könnte, mit jedem Sonnenbrand merklich zu. Hat das Erbgut der Hautzellen erst einmal Schaden genommen, so lässt sich diese Entwicklung leider nicht mehr rückgängig machen. Die Haut vergisst eben nichts. Ausgedehnte Sonnenbäder ohne einen ausreichenden Schutz tragen noch dazu zu einer frühzeitigen Hautalterung und unschönen Falten bei.

➔ Tipps zum Eincremen

Wer einen Aufenthalt im Freien plant, der bei Sonne mehr als zehn Minuten andauern soll, sollte daher zu der folgenden Verhaltensregel übergehen: Auf eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von 30+ setzen. Sofern es sich um Kinder- oder sehr empfindliche Haut handelt, empfiehlt sich sogar ein höherer Lichtschutzfaktor (LSF 50). Dabei auch das Eincremen der Kopfhaut nicht vergessen, sofern diese unter dem Haar hervorblitzt. Zum Schutz der Lippen bietet sich bei extremen Sonnenbedingungen ein spezieller Sonnenschutz an, der rein optisch an einen Lippenfettstift erinnert. Zudem gilt es penibel darauf zu achten, dass auch die Oberkante der Ohren und weitere Körperregionen, die beim Eincremen gerne vergessen werden, mit einem ausreichenden Sonnenschutz versehen werden.

Weitere Verhaltensregeln für ein gesundes Sonnenbad

Auch wenn es verschiedene Mittel und Wege gibt, wie Sie sich vor den schädlichen Strahlen der Sonne schützen können, bietet es sich an, die pralle Mittagshitze zu meiden. Bei der Wahl der geeigneten Sonnencreme sollten Sie darauf achten, dass diese einen Schutz gegen UVA und UVB bietet. Außerdem muss regelmäßig und vor allem in den folgenden Situationen immer wieder nachgecremt werden, um den verlässlichen Sonnenschutz der Creme oder des Sprays auch über einen längeren Zeitraum hinweg aufrecht zu erhalten:

  • beim Schwimmen oder Kontakt mit Wasser
  • wenn Sie stark schwitzen
  • nach dem Abtrocknen

➔ Kleidung und Kopfbedeckung

Sie müssen sich nicht unbedingt in der prallen Sonne aufhalten, um von den positiven Effekten für Ihre Gesundheit zu profitieren. Auch im Schatten wirken genügend UV-Strahlen auf den Körper ein. Da es durchaus Bedenken gibt, dass die Verwendung von Sonnenschutzmitteln auf Dauer nicht so gut für die Gesundheit sein könnte, ist es sicherlich sinnvoll, diese Mittel nur dann zu verwenden, wenn dies unumgänglich ist. Auch aus diesem Grund empfiehlt es sich, auf Kleidung sowie die passende Kopfbedeckung als Sonnenschutz zu setzen.

Alle Körperregionen, die von Kleidung oder Caps verlässlich bedeckt werden, müssen zum Schutz vor der Sonne schließlich nicht separat eingecremt werden. Zu diesem Zweck ist sogar UV-geprüfte Bekleidung am Markt erhältlich, die rund 80 Prozent der Strahlen abwehrt.

➔ Autofenster bieten keinen Schutz vor UV-Strahlen

Vielen Menschen ist dabei gar nicht klar, dass die UV-Strahlen der Sonne sogar die Fensterscheiben ihres Autos durchdringen können. Bei längeren Autofahrten bei Sonne können Sie sich somit selbst dann einen Sonnenbrand holen, wenn Sie gar kein Cabrio fahren. Auch hier ist demnach Vorsicht geboten! Schließlich wird die maximal empfohlene Zeit für ein Sonnenbad ohne Sonnenschutzcreme selbst bei kurzen Distanzen, die mit dem Auto zurückgelegt werden sollen, schnell überschritten.

➔ Sonne trocknet Haut aus

Nach dem Sonnenbad sollte die Sonnencreme gut abgewaschen werden. Gleichzeitig ist es sinnvoll, die Haut nach der Dusche – im Anschluss an das Sonnenbad – ausreichend einzucremen. Schließlich kann die Sonne die Haut austrocknen, so dass sie sich über die zusätzliche Feuchtigkeit von außen bestimmt freut. Dann bleibt die Sonnenbräune auch besser erhalten, als wenn sich die oberen Hautschichten abpellen.

Fazit

Für die Haut und Gesundheit ist die Sonne ein Segen und Fluch zugleich. Zwischen 5 und maximal 30 Minuten kann sich ein Mensch, abhängig von seinem Hauttyp, ungeschützt in der Sonne aufhalten, bevor ein ausreichend hoher Sonnenschutz her muss. Diese Frist ist häufig schneller erreicht, als man meinen würde. Genau aus diesem Grund ist es so wichtig, dass Sie die Zeit bei Ihrem Sonnenbad niemals aus den Augen verlieren. Dies gilt selbst dann, wenn Sie sich vor Ihrem Sonnenbad gründlich eingecremt haben. Schließlich müssen Sie rechtzeitig nachcremen, damit der Schutz verlässlich anhält.

Beitragsbild: © Maksym Azovtsev – Fotolia.com

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